Hartmut 16. März 2008
…oder wie eine Suchmaschine mein Leben zerstörte.
Inspiriert von den Worten des Kommentators „unknown“ setzte eine kurze Denkwelle in meinem Hirn ein.
Bin ich jetzt bescheuert, weil ich ehrlich bin? Bin ich beknackt, weil ich hier öffentlich schreibe, was mich bewegt? Bin ich doof, dass ich der Welt meine Gedanken mitteile, ob ich meine Frau/Freundin liebe oder sie hasse? Nimmt mich tatsächlich kein Arbeitgeber mehr, weil ich mir solche Fragen stelle? Bin ich zu ehrlich, zu öffentlich?
Bin ich sogar dumm, weil ich Rechtschreibfehler vermeide, weil ich auf Groß- und Kleinschreibung achte, auf Kommata und erweiterte Infinitive?
Ein Webdesigner, der seine Meinung kundtut, der andere an seinem Leben teilhaben lässt, den man bei der Google-Recherche sofort erkennt, weil ein rotes Herzchen im Browser erscheint.
Einer , den man ignoriert oder sich mit ihm reibt, einer der sich belehren lässt und nicht zu verknöchert ist, sich seiner Prinzipien zu entledigen, um neues Terrain zu erkunden, zu lernen, zu forschen, den Neugierde genauso antreibt wie ihn Stillstand nervt.
Mein Aushängeschild bleibt der Blog hier, meine Projektseite ist auf habir.de und meine kommende Webpräsenz wird hbirkholz.de.
Visionen, Gefühle, Stärke, Wissen, Erfahrung und Neugier, alles auf hohem Niveau!
Ehrlich, welchen Arbeitgeber interessiert es denn dann, wenn er das alles haben kann, was ich in meiner Freizeit, was ich als Hobby tue?
Und genau das ist dieser Blog, er ist mein/unser Tagebuch, keiner kennt den täglichen Umgang mit meiner Familie besser als ich, meine Kinder, meine Frau, mal ist Ende, Schluss, aus, vorbei und im nächsten Moment die große Liebe.
Dieser Blog vermag keine Bildzeitung sein, wir sind nicht extrem extrovertiert. Wir haben uns für eine Form der Unterhaltung, Konversation entschieden, die keiner mitlesen oder mitverfolgen muss. Dieser Blog ist – so steht es oben im Titel – ein Tagebuch!
Und wenn mir ein Arbeitgeber ankreidet, dass ich blogge, wie ich blogge, was ich für ein chaotisches Familienleben habe, soll er sich an seine eigene Nase fassen, soll er hier nicht lesen, soll er mit seiner Familie leben und seine Arbeitszeit nutzen.
Dieser Blog ist eine Institution. Es war eine Entscheidung und es gibt kein zurück. Ein Tagebuch ist ein Tagebuch, mal geistiger Tiefflug, mal Gedanken für die Ewigkeit, mal ganze Romane, Gedichte, Poesie, Leidenschaft, mal einfach nur Erregung öffentlichen Ärgernisses.
Dieser Blog ist gewachsen. 550 Beiträge in 13 Monaten, mal klug, mal hohl, alles hatte seinen Sinn – für mich – für Hartmut & Marcella!
Wir haben Bestand, wir sind eine feste Größe, welcher Arbeitgeber würde sich solch eine erfolgreiche Instanz nicht wünschen. Wenn ich ihn jetzt verschrecke, dann müssen wir da beide durch:
Er, weil er mich nicht bezahlen konnte, ich, weil ich völlig überfordert war.
Siehste, ein Scherz und so lies weiter Mister „unbekannt“, wir stehen zu unseren Worten, Taten und Namen, wir differenzieren sehr wohl, was gesagt/geschrieben und was eher verschwiegen werden sollte. Ein Tagebuch ist ein kurzer Moment, auch ein Gedanke, den wir länger mit uns herumtragen, aber ein Tagebuch ist nicht unser Leben, wir sind hier weder bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ noch im „Marienhof“.
Willkommen in der Realität, es lebe die Fiktion. Ich bin der einsame Künstler, der Traumwelten erschafft, der gaukelt, täuscht und visioniert.
Ich bin der Designer Deiner Welt, ich lebe im Simple Life, erschaffe Charaktere, die es nicht gibt, alles ist Alles, Nichts noch viel mehr.
Dein Traum ist Manipulation, die Matrix, Unimatrix, mein Schlagwort ist mein Alptraum
Und Google fällt drauf rein.
HaHaHa
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