Hartmut 23. Januar 2010
Gesucht – gefunden – überlebt!
Was wurde ich bestreichelt, bekuschelt, angemotzt, getreten und wieder fein angechattet. “Hartmut schreib!”
Trietzig, trotzig, einerlei, nein, sagte es innerlich zu mir, was geht die Welt noch mein lahmes Privatleben an. Ich tue das, was andre schreiben müssen. Ich lebe!
Da sind sie wieder, die ewigen Nörgler, die mir sagen wollen, wie mein Leben auszusehen hat, wie ich es besser machen und schöner gestalten könnte.
Ein toller Job, sehr viel Geld, mehr Macht, eine Familie, 3 Kinder, eine 18jährige Blondine, die mir jeden Abend einen lutscht. Ein Leben im Penthouse oder doch am Strand? Habe Furcht vor Tsunami. Erdbeben, Gewalt und Krieg. Wo soll ich mein Haus bauen? Nix am Meer, nix am Berg, kein Flachland und gar nicht in Deutschland – wegen der Steuern – versteht sich.
Ich habe keine Schreibblockade, ich habe keine Ideen! Habe ich eine, stell ich sie in Frage! Ewiges marterndes Hirn, ewig in frage stellendes Einerlei. Dann schreibt Marcella und der Geheimrat stürzt sich auf zwei Worte. Peng! Plötzliche Poesie – sinnfreie – überfällt mich und lässt mich überkommen – nicht übergeben!
3 Jahre – oder 4 existiert diese Domain, dieser Blog! Nach feiern ist mir nicht zumute. Würdigen, demütig verbeugen, ja, das gefällt mir, denn jeder geistige Dünnschiss hier drinnen, ist einer für die Ewigkeit. Wer meint, dass ihm das, was ich jetzt schreibe, zu wenig sei, der ist meiner kommenden Worte überhaupt nicht würdig. Lies Dich durch frühere Artikel – mein ganzes Leben, meine Visionen, meine Gedanken zu Politik, Recht, Wirtschaft, Kirche und Glauben stehen hier drinnen. Manifeste – unumstößlich. Ich werde hier nicht frisch aufbrühen, aufwärmen, dem Zeitgeist anpassen. Da bin ich wie Goethe: Genial aber tot!
Zu vorletzt ein selbst komponiertes Gedicht:
Einen Goethe stößt man nicht ins Gesicht
Nein das tut der brave Bürger nicht
Weder Land noch Adel
hauen nur fürs Madel
Geschmeidig und gewunden
hab ich ihn gefunden
lache fröhlich in die Welt
und zahle nix fürs Geld
Humor ists was mich treibt
und mir das Essen einverleibt
Dicker werden mit nem Lachen
und Feuer werfen aus dem Rachen
Lebe. Liebe. Leidenschaft,
eine Kraft, die Leiden schafft
Mit voller Wumme und Krawall
treibt mich der lahme Schwall!
Viel Worte um das Nichts
brennt aus des Lebens Lichts
geh kacken, junger Padawan
ists vorbei mit dem Gereim
Und wie gewohnt – ein Lied
Pur – Ein graues Haar
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