Archiv für die Kategorie 'Vermischtes'

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Hartmut 8. August 2009

Horst Schlämmer! Und seine Partei, die HSP!

Und dafür, dass er mal locker unser Bundeskanzler wird, kann sich jeder auf seiner Webseite ein Wahlplakat erstellen.

HSP-Wahlkampf

Und es kommt noch besser. Die Jana hat auf ihrem Blog nämlich zu einer Blogparade aufgerufen, der ich mich hiermit auf diesem Wege anschließe.

Denn da müssen wir doch mal alle zusammen halten: Horst Schlämmer und Blogger!
Denn wir alle sind doch nur mediengeile Selbstdarsteller, die nach Ruhm und Anerkennung lechzen!

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T-Shirts für lau 2

Hartmut 4. August 2009

shirts

Nein, keine neue Aktion! Ich möchte mich nur auf diesem Wege beim Shop T-Shirt-Drucker bedanken, weil die T-Shirts – schon am Freitag – angekommen sind.

Das tolle war, dass ich mich mit dem Shopinhaber, Axel, so wunderbar einigen konnte, mir verschiedene Größen und besonders für mich, 5 Exemplare mit 5XL zukommen zu lassen.
Einige von den Shirts sind auch gleich wieder auf die Reise gegangen.

Das 1. war an Timo versprochen, weil er den 3500. Kommentar hier hinterließ. Und es ist bei ihm auch schon angekommen.
Die anderen Empfänger werde ich in den kommenden Artikeln noch einzeln würdigen, weil jeder für sich eine liebe Widmung verdient hat.

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Der 3500. Kommentar

Hartmut 22. Juli 2009

Jaja, Schlag auf Schlag geht es mittlerweile und wieder ist eine kleine Mauer gefallen. Mittlerweile kann man sagen, im Monatstakt.
Dafür herzlichen Dank an alle Kommentierer. Aber es kann nur einen geben, der die Marke geknackt hat und es ist:

Timo. Mr. Excribo, der Spitzenfotograf mit seiner neuen – unbedingt beachtenswerten – neuen Webseite  Colorsofsunrise.

Was gibt es als Gewinn? Ganz klar wird er ein T-Shirt mit meiner Domain zugeschickt bekommen. Ist das eine Ehre?
Ok Ok, zusätzlich hau ich ihm Bargeld in nicht genannter Höhe via PayPal auf sein Konto, damit er sich sein eigenes Shirt drucken lassen kann.

Und um mich mal selbst zu loben: Dies ist der 1300. Artikel hier im Blog!
Auch eine ziemliche Marke, die mich mit Stolz erfüllt.
So, ab jetzt kann gefeiert werden, bis der Arzt kommt :)

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3 Fragen von Karöttchen

Hartmut 19. Juli 2009

Die Karotte bewirft mich mit einem Stöckchen, welches ich schon so um mich herum fliegen sah. Vom Luigi über den Duergy. Und ich bekomme nun von ihr drei Fragen zum Thema Ballett gestellt. Warum nur? Weil ich so eine grazile Erscheinung bin? Oder so ein Schöngeist?

Na dann mach ich mich mal an die Beantwortung:

1. Wie schaffen es Balletttänzerinnen, immer da mit dem drehen aufzuhören, wo sie hin wollen?
Die fixe Idee, sie könnten sich auf einen bestimmten Punkt konzentrieren, ist völliger Humbug. Balletttänzerinnen meinen ja, dass sie still stehen und die ganze Welt sich um sie dreht. Und so ist es auch. Bei einer Pirouette wird praktisch das gesamte Publikum um die stillstehende Tänzerin bewegt, so dass diese optische Täuschung entsteht.

2. Wie schaffen sie es, dass ihnen nicht schlecht wird?
Balletttänzerinnen sind meist höchst grazile Wesen. Es wär gemein, Ihnen Magersucht zu unterstellen. Jedoch ist meist kaum Mageninhalt vorhanden, um sichtbaren Auswurf auf die Bühne zu bringen. Wenn dann entleeren sie sich bei ihren Pirouetten immer auf der dem Publikum abgewandten Seite.

3. Wie schaffen sie es auf der Fußspitze zu tanzen?
Die Ursprünge des Balletttanzes fanden auch auf anderen Körperpartien statt. Der Verschleiß von Kniescheiben, Ellenbogen und Köpfen war zu hoch. Erst jahrhundertelange Evolutionen waren notwendig, um eine neue Spezies hervorzubringen: Den Breakdancer & Moonwalker

 

Na geil, nun hat mich während des Schreibens der Martin auch noch mit 3 Fragen beworfen. Dafür bekommt er natürlich am Ende auch nochmal 3 von mir aufgebrummt!

1. Wie soll sich der Bauer verhalten, wenn seine Frau sagt: ‘Sieh zu, dass du Land gewinnst!!’?
In der eher ländlichen Bevölkerung herrscht durchaus noch die Möglichkeit der Polygamie (auch innerhalb der eigenen Verwandtschaft). Eine Magd, die die o.g. Worte zu ihrem Mann sagt, meint, er möge sich eine weitere Frau mit Landbesitz suchen. Es sind daher sehr liebevolle Worte, die einzig und allein auf die Vermehrung des Landbesitzes abzielt.

2. Was machen die Fahrer von Automatikwagen in einem Schaltjahr?
50 % aller Automatikfahrer sind männlich. Sie können auf fiktive Schaltknüppel ausweichen und an ihrem Joystick weiterhin eine Schaltung simulieren. Die andere Hälfte der Autofahrer gehört sowieso nicht auf die Straße, darf aber gerne als Beifahrer bei der Schaltung unterstützen.

3. Ist es Tierquälerei, wenn man einer Schlange Viagra verpasst?
Experimente haben gezeigt, dass es durchaus zu einem friedlichen Paarungsverhalten führen kann. Wobei Schlangen in Supermärkten oft anders reagieren als z.B. die Schlange der HartzIV-Empfänger in JobCentern.

So, jetzt schnell raus damit, dass nicht noch mehr Fragen kommen. Ist ja richtig harte Arbeit, hier die Fakten zusammen zu tragen!

Und jetzt soll ich mir also nach Stöckchen-Regel was Neues ausdenken. Spontan fällt mir absolut nichts ein. Jedenfalls genau dann nicht, wenn es muss.
Sonst renne ich den lieben langen Tag mit blöden Fragen im Kopf rum. Ich entscheide mich mal für die folgenden:

1. Können alle Milchmädchen nicht rechnen?
2. Wie rechnet man mit Milch?
3. Was passiert, wenn ein Milchmädchen von einem Neunmalklugen geschwängert wird?

Und jetzt die Frage, wem ich die zuwerfe. Ich entscheide mich für Kathrin & Alex, Sven und Martin

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Earth Attacks!

Hartmut 16. Juli 2009

Mars Zertifikat Ich denke, nach Filmen wie “Krieg der Welten” und natürlich “Mars Attacks” haben wir wohl noch eine Rechnung offen mit den Marsianern! Ganz klar gilt es für uns Erdlinge oder auch liebevoll von Außerirdischen genannte Terrianer um die Ehre und Verteidigung des kosmischen Rufes.
Soll sich mal später keiner darüber beschweren, wenn unser Planet einer Schnellstraße weichen muss und man sich nicht längst eine Sommerresidenz auf dem roten Planeten gesichert hat.
Hoffen wir mal, dass es nicht so ein wildes Treiben wie bei Total Recall gibt und uns eine dritte Brust oder eine zweite Kreatur aus dem Bauch wächst.

Man sollte sich auch rechtzeitig um einen Wohnortwechsel bemühen, denn Plan 9 from outer space ist allgegenwärtig und wer weiß, ob nicht Ripley grade mit einer unbekannten Kreatur auf dem Heimweg ist. Auch die Schatten und Minbari sind stinkig, die Cylonen suchen uns sowieso, Replikatoren, Wraith und Goa’Uld wollen uns ebenso ans Leder und wer weiß, ob nicht Darth Vader bereits seinen Todesplaneten hinterm Mond gleich rechts baut. Wahrscheinlich ist unser Planet eh schon längst von den Bugs infiltriert und so recht auf die Romulaner und Klingonen kann man sich ja auch nicht verlassen.

Also, sichere auch Dir Deinen Namen, damit Du noch rechtzeitig die Kurve kratzen kannst. Wie? Melde Dich direkt bei der NASA, registriere Dich und Dir ist ein Platz sicher! Zumindest Dein Name auf einem Zertifikat!

Dank geht an Barbara, Puh, Knut, Cashy u.v.a.m. – Es ist doch schön, mit einigen Gleichgesinnten auf Reisen zu gehen.

P.S. – Wenn wir alle fliegen, könnten wir ja einen kleinen Roboter hier lassen, der den Müll wegmacht!

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L’italiano medioman

Hartmut 16. Juli 2009

mediitalia Der Martin hat vor kurzem bei seiner Recherche festgestellt, dass es unter einer anderen Länderkennung bereits eine Webseite mit Namen Loft 75 gibt.

Damit hat er mich aber sowas von daran erinnert, dass ich schon seit Ewigkeiten darüber schreiben wollte, dass es den medioman auch in einer italienischen Version gibt und wir seit Jahren in friedlicher Koexistenz miteinander leben und in der Google-Gunst miteinander rangeln.

Ich glaube sogar, dass es zwei Italiener sind, die sich medioman nennen. Einmal scheint es ein irrer Typ zu sein, der sich auch unter YouTube mit einigen Videos bekannt gemacht hat und eine relativ ruhige Internet-Domain medioman.it.

Leider bin ich der italienischen Sprache nun überhaupt nicht mächtig, sonst bekäme jeder von den beiden einen wirklich lieben Gruß aus Germania.

Ich weiß, dass es auch nicht so friedlich zu gehen kann, davon kann Birgit aka Mooshexe ein lautes Lied von singen, die ihre jahrelange Domain “tarambora.com” räumen sollte und es leider auch tat, weil es einer anderen Webseite nicht gefiel. Ich hatte selbst ein paar Jahre die Befürchtung, dass eines Tages der mediamarkt oder medion ankommen könnten und mich wegen Namensähnlichkeiten wegjagen wollen. Aber mittlerweile würde ich, glaube ich, so schnell nicht klein bei geben.

Nun bist Du dran. Hast Du auch eine Domain, die einen Namensvetter irgendwo auf der Welt hat?

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Zurück zu den Anfängen

Hartmut 11. Juli 2009

Ich habe versucht, den Blog in den letzten Tagen komplett von allem überflüssigen Datenmüll zu befreien. Für mich bedeutete das, dass ich mich für XHTML 1.1 entschied. Es ist wesentlich strenger als das alte XHTM1.0 und daher hatte ich eine Menge Arbeit. Sowohl innerhalb meines Designs als auch meiner Artikel und letztlich der installierten Plugins. Einmal valide, wie es vom WC3-Konsortium gewünscht ist. Denn nur wer durchkommt, bekommt den Button:

Valid XHTML 1.1

Der zweite Aspekt war, mein Cascading Style Sheet (CSS) einmal durch den Check zu bekommen. Auch das ist mir nun gelungen und ich habe die zweite Trophäe.

CSS ist valide!

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Ich bin leider nicht so schwul

Hartmut 9. Juli 2009

result_2_bDer moviepilot hat vor einigen Tagen einen kleinen Test pünktlich zum neuen Film von Sasha Baron Cohen, auch bekannt als Borat oder Ali G herausgebracht, bei dem man durch ein paar doofe Fragen zur Erkenntnis kommen konnte, auf welcher Stufe man sich in seiner Homosexualität befindet. Gefunden habe ich das “Quiz” beim daRONN und gerne hätte ich auch zum Spiel selbst verlinkt, aber es scheint nicht mehr zu existieren.
Daher kann ich Euch nur mein Brüno Kärtchen präsentieren. Nach vielen Enttäuschungen mit der Damenwelt war ja das Schwulsein so meine letzte Hoffnung.

Kurz noch was zum Film, der heute in den Kinos anläuft: Cohen mimt Brüno einen schwulen österreichischen Reporter, der durch die Mode‑ und Glamourwelt tigert und die Szene verarscht.

Es drängt mich nicht so richtig in den Film, werde ihn mir somit wahrscheinlich frühestens als DVD-Version anschauen.

Und Du? Bist du Borat‑ oder Brüno-Fan?

Update: Der Link funktioniert zeitweise – einfach probieren → hier

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Das Lied von der Glocke?

Hartmut 5. Juli 2009

Bevor dem Gedichte folgt zum Gedenken ein Aufruf! Nicht zum Tode sondern zum Leben! Hier ein klares JA den Dichtern dieser Welt! Noch vor dreißig Jahren war es Pflicht, das nachfolgende Gedicht nicht nur zu können, es auswendig zu lernen, denn der Sinn, der war etwas anderes: er war das Können können und vor allem die Inspiration. Mit Worten spielen, das können Moderne immer seltener, schade eigentlich, eine traurige Entwicklung!
Wenn ich es könnte, schenkte ich die folgende Prosa zwei Menschen: Der Julia und dem Ralph!

Friedrich Schiller *10.November 1759 in Marbach/Württemberg, +9.Mai 1805 in Weimar/Thüringen
(Vivos voco, mortuos plango, fulgura frango*)

Fest gemauert in der Erden
Steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute muss die Glocke werden!
Frisch, Gesellen, seid zur Hand!
Von der Stirne heiß
Rinnen muss der Schweiß,
Soll das Werk den Meister loben!
Doch der Segen kommt von oben.

Zum Werke, das wir ernst bereiten,
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
Wenn gute Reden sie begleiten,
Dann fließt die Arbeit munter fort.
So lasst uns jetzt mit Fleiß betrachten,
Was durch schwache Kraft entspringt;
Den schlechten Mann muss man verachten,
Der nie bedacht, was er vollbringt.
Das ist’s ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Dass er im Herzen spüret,
Was er erschaffen mit seiner Hand.

Nehmt Holz vom Fichtenstamme
Doch recht trocken lasst es sein,
Dass die eingepresste Flamme
Schlage zu dem Schwalch hinein!
Kocht des Kupfers Brei!
Schnell das Zinn herbei,
Dass die zähe Glockenspeise
Fließe nach der rechten Weise!

Was in des Dammes tiefer Grube
Die Hand mit Feuers Hilfe baut,
Hoch auf des Turmes Glockenstube,
Da wird es von uns zeugen laut.
Noch dauern wird’s in späten Tagen
Und rühren vieler Menschen Ohr,
Und wird mit dem Betrübten klagen
Und stimmen zu der Andacht Chor.
Was unten tief dem Erdensohne
Das wechselnde Verhängnis bringt,
Das schlägt an die metallne Krone,
Die es erbaulich weiter klingt.

Weiße Blasen seh‘ ich springen;
Wohl! die Massen sind im Fluss.
Lasst ‚s mit Aschensalz durchdringen,
Das befördert schnell den Guss.
Auch vom Schaume rein
Muss die Mischung sein,
Dass vom reinlichen Metalle
Rein und voll die stimme schalle.

Denn mit der Freude Feierklange
Begrüßt sie das geliebte Kind
Auf seines Lebens ersten Gange,
Den es in des Schlafes Arm beginnt.
Ihm ruhen noch im Zeitenschoße
Die schwarzen und die heitern Lose;
Der Mutterliebe zarte Sorgen
Bewachen seinen goldnen Morgen.
Die Jahre fliehen pfeilgeschwind.
Vom Mädchen reißt sich stolz der Knabe,
Er stürmt ins Leben wild hinaus,
Durchmisst die Welt am Wanderstabe,
Fremd kehrt er heim ins Vaterhaus.
Und herrlich in der Jugend Prangen,
Wie ein Gebild aus Himmelshöhn,
Mit züchtigen, verschämten Wangen,
Sieht er die Jungfrau vor sich stehn.
Da fasst ein namenloses Sehnen
Des Jünglings Herz, er irrt allein,
Aus seinen Augen brechen Tränen,
Er flieht der Brüder wilden Reihn.
Errötend folgt er ihren Spuren
Und ist von ihrem Gruß beglückt,
Das Schönste sucht er auf den Fluren,
Womit er seine Liebe schmückt.
O zarte Sehnsucht, süßes Hoffen,
Der ersten Liebe goldne Zeit,
Das Auge sieht den Himmel offen,
Es schwelgt das Herz in Seligkeit;
O dass sie ewig grünen bliebe,
Die schöne Zeit der jungen Liebe!

Wie sich schon die Pfeifen bräunen!
Dieses Stäbchen tauch‘ ich ein:
Sehn wir’s überglast erscheinen,
Wird’s zum Gusse zeitig sein.
Jetzt, Gesellen, frisch!
Prüft mir das Gemisch,
Ob das Spröde mit dem Weichen
Sich vereint zum guten Zeichen.

Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
Wo Starkes sich und Mildes paarten,
Da gibt es einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet!
Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.
Lieblich in der Bräute Locken
Spielt der jungfräuliche Kranz,
Wenn die hellen Kirchenglocken
Laden zu des Festes Glanz.
Ach! des Lebens schönste Feier
Endigt auch den Lebensmai:
Mit dem Gürtel, mit dem Schleier
Reißt der schöne Wahn entzwei.
Die Leidenschaft flieht,
Die Liebe muss bleiben;
Die Blume verblüht,
Die Frucht muss treiben.
Der Mann muss hinaus
Ins feindliche Leben,
Muss wirken und streben
Und pflanzen und schaffen,
Erlisten, erraffen,
Muss wetten und wagen,
Das Glück zu erjagen.
Da strömet herbei die unendliche Gabe,
Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe,
Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus.
Und drinnen waltet
Die züchtige Hausfrau,
Die Mutter der Kinder,
Und herrschet weise
Im häuslichen Kreise,
Und lehret die Mädchen
Und wehret den Knaben,
Und reget ohn‘ Ende
Die fleißigen Hände,
Und mehrt den Gewinn
Mit ordnendem Sinn,
Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden,
Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden,
Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein
Die schimmernde Wolle, den schneeigen Lein,
Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer,
Und ruhet nimmer.

Und der Vater mit frohem Blick
Von des Hauses weitschauendem Giebel
Überzählt sein blühendes Glück,
Siehet der Pfosten ragende Bäume,
Und der Scheunen gefüllte Räume,
Und die Speicher, vom Segen gebogen,
Und des Kornes bewegte Wogen,
Rühmt sich mit stolzem Mund:
Fest, wie der Erde Grund,
Gegen des Unglücks Macht
Steht mir des Hauses Pracht!
Doch mit des Geschickes Mächten
Ist kein ew’ger Bund zu flechten,
Und das Unglück schreitet schnell.

Wohl! nun kann der Guss beginnen,
Schön gezacket ist der Bruch,
Doch bevor wir’s lassen rinnen,
Betet einen frommen Spruch!
Stoßt den Zapfen aus!
Gott bewahr‘ das Haus!
Rauschend in des Henkels Bogen
Schießt’s mit feuerbraunen Wogen.

Wohltätig ist des Feuers Macht,
Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,
Und was er bildet, was er schafft,
Das dankt er dieser Himmelskraft,
Wenn sie der Fessel sich entrafft,
Einhertritt auf der eignen Spur,
Die freie Tochter der Natur.
Wehe, wenn sie losgelassen,
Wachsend ohne Widerstand,
Durch die volkbelebten Gassen
Wälzt den ungeheuren Brand!
Denn die Elemente hassen
Das Gebild der Menschenhand.
Aus der Wolke
Quillt der Segen,
Strömt der Regen;
Aus der Wolke, ohne Wahl,
Zuckt der Strahl.
Hört ihr’s wimmern hoch im Turm?
Das ist Sturm!
Rot, wie Blut,
Ist der Himmel;
Das ist nicht des Tages Glut!
Welch Getümmel
Straßen auf!
Dampf wallt auf!
Flackernd steigt die Feuersäule;
Durch der Straße lange Zeile
Wächst es fort mit Windeseile;
Kochend, wie aus Ofens Rachen,
Glühn die Lüfte, Balken krachen,
Pfosten stürzen, Fenster klirren,
Kinder jammern, Mütter irren,
Tiere wimmern
Unter Trümmern;
Alles rennet, rettet, flüchtet,
Taghell ist die Nacht gelichtet.
Durch die Hände lange Kette
Um die Wette
Fliegt der Eimer; hoch im Bogen
Spritzen Quellen Wasserwogen.
Heulend kommt der Sturm geflogen,
Der die Flamme brausend sucht;
Prasselnd in die dürre Frucht
Fällt sie, in des Speichers Räume,
In der Sparren dürre Bäume, Und als wollte sie im Wehen
Mit sich fort der Erde Wucht
Reißen in gewalt’ger Flucht,
Wächst sie in des Himmels Höhen
Riesengroß.
Hoffnungslos
Weicht der Mensch der Götterstärke:
Müßig sieht er seine Werke
Und bewundernd untergehn.

Leergebrannt
Ist die Stätte,
Wilder Stürme rauhes Bette
In den öden Fensterhöhlen
Wohnt das Grauen,
Und des Himmels Wolken schauen
Hoch hinein.

Einen Blick
Nach dem Grabe
Seiner Habe
Sendet noch der Mensch zurück ?
Greift fröhlich dann zum Wanderstabe.
Was des Feuers Wut ihm auch geraubt,
Ein süßer Trost ist ihm geblieben:
Er zählt die Häupter seiner Lieben,
Und sieh! ihm fehlt kein teures Haupt.

In die Erd‘ ist’s aufgenommen,
Glücklich ist die Form gefüllt;
Wird’s auch schön zu Tage kommen,
Dass es Fleiß und Kunst vergilt?
Wenn der Guss misslang?
Wenn die Form zersprang?
Ach! vielleicht, indem wir hoffen,
Hat uns Unheil schon getroffen.

Dem dunklen Schoß der heil’gen Erde
Vertrauen wir der Hände Tat,
Vertraut der Sämann seine Saat
Und hofft, dass sie entkeimen werde
Zum Segen, nach des Himmels Rat.
Noch köstlicheren Samen bergen
Wir trauernd in der Erde Schoß
Und hoffen, dass er aus den Särgen
Erblühen soll zu schönerm Los.

Von dem Dome,
Schwer und bang,
Tönt die Glocke
Grabgesang.
Ernst begleiten ihre Trauerschläge
Einen Wanderer auf dem letzten Wege.

Ach! die Gattin ist’s, die teure,
Ach! es ist die treue Mutter,
Die der schwarze Fürst der Schatten
Wegführt aus dem Arm des Gatten,
Aus der zarten Kinder Schar,
Die sie blühend ihm gebar,
Die sie an der treuen Brust
Wachsen sah mit Mutterlust ?
Ach! des Hauses zarte Bande
Sind gelöst auf immerdar;
Denn sie wohnt im Schattenlande,
Die des Hauses Mutter war;
Denn es fehlt ihr treues Walten,
Ihre Sorge wacht nicht mehr;
An verwaister Stätte schalten
Wird die Fremde, liebeleer.

Bis die Glocke sich verkühlet,
Lasst die strenge Arbeit ruhn!
Wie im Laub der Vogel spielet,
Mag sich jeder gütlich tun.
Winkt der Sterne Licht,
Ledig aller Pflicht,
Hört der Bursch die Vesper schlagen;
Meister muss sich immer plagen.

Munter fördert seine Schritte
Fern im wilden Forst der Wanderer
Nach der lieben Heimathütte.
Blökend ziehen heim die Schafe,
Und der Rinder
Breitgestirnte, glatte Scharen
Kommen brüllend,
Die gewohnten Ställe füllend.
Schwer herein
Schwankt der Wagen
Kornbeladen;
Bunt von Farben,
Auf den Garben
Liegt der Kranz,
Und das junge Volk der Schnitter
Fliegt im Tanz.
Markt und Straße werden stiller;
Um des Lichts gesell’ge Flamme
Sammeln sich die Hausbewohner,
Und das Stadttor schließt sich knarrend.
Schwarz bedecket
Sich die Erde;
Doch den sichern Bürger schrecket
Nicht die Nacht,
Die den Bösen grässlich wecket;
Denn das Auge des Gesetzes wacht.

Heil’ge Ordnung, segensreiche
Himmelstochter, die das Gleiche
Frei und leicht und freudig bindet,
Die der Städte Bau gegründet,
Die herein von den Gefilden
Rief den ungesell’gen Wilden,
Eintrat in der Menschen Hütten,
Sie gewöhnt zu sanften Sitten,
Und das teuerste der Bande
Wob, den Trieb zum Vaterlande!

Tausend fleiß‘ge Hände regen,
Helfen sich in munterm Bund,
Und in feurigem Bewegen
Werden alle Kräfte kund.
Meister rührt sich und Geselle
In der Freiheit heil’gem Schutz;
Jeder freut sich seiner Stelle,
Bietet dem Verächter Trutz.
Arbeit ist des Bürgers Zierde,
Segen ist der Mühe Preis:
Ehrt den König seine Würde,
Ehret uns der Hände Fleiß.

Holder Friede,
Süße Eintracht,
Weilet, eilet
Freundlich über dieser Stadt!
Möge nie der Tag erscheinen,
Wo des rauhen Krieges Horden
Dieses stille Tal durchtoben;
Wo der Himmel,
Den des Abends sanfte Röte
Lieblich malt,
Von der Dörfer, von der Städte
Wildem Brande schrecklich strahlt!

Nun zerbrecht mir das Gebäude,
Seine Absicht hat’s erfüllt,
Dass sich Herz und Auge weide
An dem wohlgelungnen Bild.
Schwingt den Hammer, schwingt,
Bis der Mantel springt!
Wenn die Glock‘ soll auferstehen,
Muss die Form in Stücken gehen.

Der Meister kann die Form zerbrechen
Mit weiser Hand, zur rechten Zeit;
Doch wehe, wenn in Flammenbächen
Das glüh’nde Erz sich selbst befreit!
Blindwütend mit des Donners Krachen
Zersprengt es das geborstne Haus,
Und wie aus offnem Höllenrachen
Speit es Verderben zündend aus.
Wo rohe Kräfte sinnlos walten,
Da kann sich kein Gebild gestalten;
Wenn sich die Völker selbst befrein,
Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.

Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
Der Feuerzunder still gehäuft,
Das Volk, zerreißend seine Kette,
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
Da zerret an der Glocke Strängen
Der Aufruhr, dass sie heulend schallt,
Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
Die Losung anstimmt zur Gewalt.

Freiheit und Gleichheit! hört man schallen;
Der ruhige Bürger greift zur Wehr,
Die Straßen füllen sich, die Hallen,
Und Würgerbanden ziehen umher.
Da werden Weiber zu Hyänen
Und treiben mit Entsetzen Scherz:
Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
Zerreißen sie des Feindes Herz.
Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
Sich alle Bande frommer scheu;
Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
Und alle Laster walten frei.
Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden,
Und äschert Städt‘ und Länder ein.

Freude hat mit Gott gegeben!
Sehet! wie ein gold’ner Stern
Aus der Hülse, blank und eben,
Schält sich der metallne Kern.
Von dem Helm zum Kranz
Spielt’s wie Sonnenglanz.
Auch des Wappens nette Schilder
Loben den erfahrnen Bilder.

Herein! herein,
Gesellen alle, schließt den Reihen,
Dass wir die Glocke taufend weihen!
Concordia soll ihr Name sein.
Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine
Versammle sie die liebende Gemeine.

Und dies sei fortan ihr Beruf,
Wozu der Meister sie erschuf:
Hoch über’m niedern Erdenleben
Soll sie im blauen Himmelszelt,
Die Nachbarin des Domes, schweben
Und grenzen an die Sternenwelt,
Soll eine Stimme sein von oben,
Wie der Gestirne helle Schar,
Die ihren Schöpfer wandelnd loben
Und führen das bekränzte Jahr.
Nur ewigen und ernsten Dingen
Sei ihr metallner Mund geweiht,
Und stündlich mit den schnellen Schwingen
Berühr‘ im Fluge sie die Zeit.
Dem Schicksal leihe sie die Zunge;
Selbst herzlos, ohne Mitgefühl,
Begleite sie mit ihrem Schwunge
Des Lebens wechselvolles Spiel.
Und wie der Klang im Ohr vergehet,
Der mächtig tönend ihr entschallt,
So lehre sie, dass nichts bestehet,
Dass alles Irdische verhallt.

Jetzo mit der Kraft des Stranges
Wiegt die Glock‘ mir aus der Gruft,
Dass sie in das Reich des Klanges
Steige, in die Himmelsluft!
Ziehet, ziehet, hebt!
Sie bewegt sich, schwebt!
Freude dieser Stadt bedeute,
Friede sei ihr erst Geläute.

*) zu deutsch: Die Lebenden rufe ich, die Toten beklage ich, die Blitze breche ich

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Bloggerquartett

Hartmut 4. Juli 2009

Nun habe ich mich auch endlich aufgerafft und beteilige mich am Bloggerquartett, das da vom Michael initiiert wurde. Ich mache gar keine großen Worte. Die Aktion läuft noch bis 07. August, wer sich also beteiligen will, hat noch genug Zeit. Informationen gibt es unter o.g. Link.

medioman - Bloggerquartett

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