marcella 11. Juni 2009
Es gibt so viele Arten von Freundschaften und wenn sie entstanden sind, ist es ein tolles Gefühl, nicht alleine auf dieser Welt zu sein.
Man kann sich gegenseitig trösten, zusammen lachen oder Probleme ausdiskutieren.
Ich möchte heute auf etwas ganz besonderes hinaus:
Wie ihr alle wisst, hat Hartmut sich vor 3 Monaten von mir getrennt. Anfangs war ich wütend, verstand seine Beweggründe nicht und dann kam bei mir eine endlose Traurigkeit. Ich hatte das Gefühl, niemals über die Trennung hinwegzukommen.
Hartmut bot mir die Freundschaft an, aber ich konnte es nicht annehmen, denn zu sehr war ich verletzt.
Meine Familie sagte zu der Zeit zu mir: “Marcella glaube, die Zeit heilt alle Wunden.” Was für ein Ausspruch, nur konnte ich es damals nicht glauben und eine Freundschaft zu Hartmut erst Recht nicht.
Vor 2 Wochen rief Hartmut mich aus heiterem Himmel an und erzählte mir, dass er an diesem Tage umgezogen war und es ihm schlecht ging. Wir unterhielten uns eine Weile per Telefon, bis er mich fragte, ob ich nicht zu ihm kommen könnte. Ich überlegte nicht lange und sagte zu. Aber nicht, weil ich mir Hoffnungen machte, sondern weil ich spürte, dass er einen Menschen brauchte, der ihm zuhört und ihn in den Arm nimmt und tröstet. An mich dachte ich in diesem Moment gar nicht. Für mich zählte nur eines: HELFEN!
Ja und so kam ich bei ihm an und es wurde eine wunderschöne Nacht. Wir quatschten uns aus und so entstand plötzlich zwischen uns eine Freundschaft.
Heute kann ich gar nicht mehr verstehen, warum ich mich gegen eine Freundschaft gesträubt hatte. Im Gegenteil, es ist sogar eine ganz besondere Freundschaft: Es ist eine vertraute Freundschaft! Das hat nicht jeder!
Und nun möchte ich allen Frauen Mut machen, die sich von ihrem Mann oder Freund getrennt haben. Die Wunden heilen wirklich und was dann kommt, ist tausendmal schöner, als eine Beziehung oder Ehe. Du hast nämlich einen sehr vertrauten Menschen als Freund gewonnen, der dich versteht und kennt, der zuhört und dich tröstet was er vorher als dein Mann nicht konnte.
Das nenne ich ein Geschenk des Himmels.
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Tags: Freund, Marcellas Gedanken