Archiv für die Kategorie 'Marcella'

Wie verrückt muss man sein?

28. August 2009

Seit zwei Wochen beobachte ich meine Arbeitskollegen und sie werden immer aggressiver. Jedes Wort ist zuviel, Streit und Macht besitzen,dass ist ihre neue Tagesordnung.
Bis jetzt hatten sie sich selbst nur zerfleischt aber nun, gerate auch ich in ihr Gefecht und nur, weil ich schlichten wollte. Wie blöd von mir.
Ich fragte mich, was ich tun sollte und wie ich mich verhalten sollte. Ich hatte keine Antwort, ausser, bleibe neutral und fördere keinen Streit hervor.
Aber dann wurde ich persönlich angegriffen und meine guten Vorsätze waren weg.

Hartmut und ich lernten uns auf meiner jetzigen Arbeitsstätte kennen und plötzlich  hörte ich Dinge, die nur ich und Hartmut kannten.
Ich vertraute mich meiner Chefin an und selbst sie wusste nichts von unserem damaligen Verhältnis. Ich lies nicht locker, denn jetzt wollte ich es wissen.
So kam es, dass ich heute jede Frau ansprach, ob sie einen Hartmut kennt, der für den damaligen Fundus gearbeitet hatte. Und nach circa zwanzig Frauen bekam ich endlich eine Antwort.
Ihre Aussage war:“ Sie hatte es auch nur gehört und sie soll mich fertig machen.“
Warum, war meine Frage und unterdessen mischte sich noch meine Chefin ein.
Das Ende war, sie wurde fristlos entlassen und ich weiss immer noch nicht, warum sie es tat und wer meinen Untergang wollte.
Muss ich wirklich erst verrückt sein, um es zu verstehen?
Was haben Hartmut und ich nur getan?
Liebe????
Fangt doch endlich an euch selbst zu lieben!!!!

Der Tod

7. August 2009

In den letzten zwei Wochen, bin ich sehr mit dem Tod konfrontiert worden.
Zum einem durch Arbeitskollegen, die Verluste durch Angehörige erlitten hatten und durch meine Mutter, die ihre fast zwanzigjährige Katze verloren hat.
Was für zwei Wochen und ich versuchte zu helfen wo ich nur konnte.
Meine eigenen Probleme, Ängste und Verlangen stellte ich beiseite.
Aber jetzt brauche ich selbst wieder Kraft und Hilfe!
Ich will nicht herzlos sein, aber für mich ist dieses Wochenende etwas ganz besonderes und das heißt: „Mich selbst wieder aufzubauen bei Freunden, die mir zu hören und mich stärken, damit ich die Kraft habe weiter zu machen.“
Leider bekam ich eine Abfuhr von meinem besten Freund, mit der Begründung: „Am Freitag rede ich nicht mit dir.“
Ja so schnell kann einen die Vergangenheit einholen, denn der Freitag ist immer mein Alkoholtag und wenn man dann wirklich mal Hilfe braucht, wird man abgestempelt und mir glaubt man nicht mehr, denn ich will nur Mitleid und Aufmerksamkeit. Da bin ich wohl selber Schuld.
Trotzdem finde ich es sehr traurig, dass man alleine gelassen wird, vor allem dann, wenn man immer glaubte, dass ein Freund für dich da ist, egal in welcher Krise und zu welcher Zeit. Macht das nicht erst eine wahre Freundschaft aus, dass man immer da ist, egal wann und zu welcher Zeit und wie man drauf ist?
Der Tod an sich ist schon schlimm genug, es ist so etwas endgültiges, aber egal ob Mensch oder Tier, für mich ist es ganz normal anderen Menschen über ihren Verlust hinweg zu helfen und ich werde vom Herzen weiter helfen.
Montag beginnt eine neue Woche und ich werde wieder für Menschen da sein, die sich mir anvertrauen und ich werde wieder ihnen zu hören und helfen und wieder werde ich sagen, der Tod gehört zum Leben und das Leben geht nach dem Tod weiter!
Ich glaube es!

Ich persönlich habe noch Angst vor dem Tod, obwohl ich schon von meinem Stiefopa gehört hatte, dass jetzt alles gut ist und ich treffe mich gleich mit Oma, sie wartet schon auf mich, sei nicht traurig, es ist alles gut.
 Wie dem auch sei, ich glaube ganz fest an meinen Schutzengel und an viele andere Engel und ein Leben danach.
Der Glaube kann Berge versetzen, egal in welcher Lebenssituation!
Nun möchte ich zum Abschluss etwas aus meinem Buch schreiben, was ich zur Zeit für mich sehr wichtig empfinde:

Stürzt einer von ihnen, dann hilft der andere ihm wieder auf die Beine.
Doch wie schlecht steht es um den,
der alleine ist, wenn er hinfällt.
Niemand ist da, der ihm wieder aufhilft.

Mein Lebensweg

25. Juli 2009

Ich laufe meinen Lebensweg, eine breite mit Bäumen eingesäumte Straße, schaue nach rechts und links und manchmal mache ich halt in einer Seitenstraße, weil es mir dort gefällt oder ich neues für meinen Lebensweg dazu lernen kann. Ich raste nie lange, weil ich in meinem Leben vorwärts kommen möchte. Also begebe ich mich wieder auf meinen Lebensweg, meine Hauptstraße.
Plötzlich wird die Straße steinig und ich komme ins stolpern, ich falle hin und mein Körper trägt Schmerzen davon. Ich ruhe mich aus und versuche meine Wunden zu heilen, aber sie schmerzen zu sehr. Ich beschließe noch eine Weile sitzen zu bleiben, um dann gestärkt und mit neuen Erfahrungen bestückt, meinen Lebensweg fortzusetzen.
Ich laufe weiter und sehe in der Ferne einen Tunnel. Es gibt keinen anderen Weg, ich muss durch den Tunnel gehen, der wie ein großes schwarzes Loch aussieht und sehr bedrohlich auf mich wirkt. Dann stehe ich davor, drehe mich ein letztes mal um und gehe in den Tunnel hinein, der meinen Körper mit der Dunkelheit umschließt. Ich versuche mich in der Finsternis zu orientieren und benutze dazu meine Sinne. In unendlicher Entfernung, kann ich ein kleines Licht erkennen, ich laufe schnell darauf zu, aber ich komme wieder ins fallen. Angst ergreift mich und ich fange an zu zweifeln, ob ich das Licht je erreichen werde. Plötzlich kommt ein starker Lebenswille in mir auf, ich stehe mit Schmerzen auf, aber ich laufe und dann beginne ich zu rennen, immer weiter auf das Licht zu. Endlich trete ich in das warme Licht ein und ich sehe wieder vor mir meinen Lebensweg.
Beruhigt und entspannt laufe ich weiter, über mir die warme Sonne und rechts und links des Weges meine grünen Bäume. Auf einmal wird mein Lebensweg steiler und ich habe Mühe vorwärts zu kommen. Die Straße führt direkt zu einem in der Ferne liegenden Berg. Mein Lebensweg wird immer steiler und immer öfter muss ich eine Pause einlegen. Für einen kurzen Moment überlege ich, ob ich nicht einfach stehen bleibe, aber mein Instinkt treibt mich voran. Ich komme außer Atem und werde dadurch gezwungen mich auszuruhen. Ich schaue zurück auf meinen bisherigen, gelaufenden Lebensweg und bin stolz auf mich, wie weit ich schon gekommen bin. Mit neu gewonnenem Mut, Kraft und Stärke, laufe ich weiter den steilen Weg, mit dem Ziel den Berggipfel zu erreichen.
Plötzlich erscheint vor mir ein Felsbrocken und versperrt mir meine Straße. Er sieht unüberwindlich aus, aber trotzdem versuche ich hinauf zu klettern, um auf der anderen Seite meinen Lebensweg fortzusetzen. Es war nur ein kleiner falscher Schritt, ich rutschte ab und fiel weit zurück. Wieder schmerzte mein ganzer Körper und ich wollte schon aufgeben, aber eine innere Stimme trieb mich an, den Felsen noch einmal zu erklimmen. Vertrauen zu mir selbst ergriff mich und ich begann erneut den Felsbrocken zu erklettern, einen Schritt nach dem anderen. Geschafft, ich blicke zurück und auf einmal sah der Felsen gar nicht mehr so riesig aus und meine Schmerzen im Körper waren verschwunden. Mit dazu gewonnenem Selbstvertrauen, habe ich eine Erfahrung mehr erreicht.
Mein Blick richtet sich wieder nach vorne und der Gipfel des Berges ist zum anfassen nahe. Ich frage mich für einen Moment, ob mein Lebensweg dort oben auf dem Berg sein Ende findet, oder ob mein Weg weiter geht. Von meiner inneren Neugierde gepackt, beschließe ich es herauszufinden.
Mein Lebensweg ist jetzt so steil geworden, dass ich nur noch kleine Schritte machen kann und schon fast auf meinem Weg kriechen muss. Aber eine starke Liebe ergreift mich zu dem Berggipfel, ich klettere und krieche weiter, über Steine, Blumen, Geröll und Sand, um endlich mein Ziel zu erreichen. Ohne weitere Zwischenfälle, habe ich es endlich geschafft und stehe auf dem Gipfel des Berges.
Ich genieße eine überwältigende Aussicht, alles ist so hell und blendet meine Augen. Ich fühle mich befreit und eine immense Ruhe kehrt in meinen geschundenen Körper ein. Ich schaue zurück auf meinen Lebensweg und sehe in der Ferne einen kleinen Weg, der auch direkt zum Berggipfel führt. Nur dieser, mein anderer Lebensweg, wäre wesentlich einfacher gewesen.

Ich liebe

19. Juli 2009

Viel zu oft benutzen wir diese Worte „Ich liebe“, aber meinen wir es wirklich so, ich meine vom Herzen?
Ich glaube eher, wir haben uns diese Worte, in unserer normalen Gebrauchssprache übernommen. Liebe, schon das Wort alleine, das kennt niemand mehr, was es bedeutet. Wir sagen es viel zu oft, aber was hinter diesem Wort steckt und was dieses Wort aussagt, weiß wohl niemand mehr.
Ständig sagen wir, ich liebe das und jenes, aber wissen wir wirklich noch, was wir eigentlich lieben?
Erst wenn wir etwas verloren haben, was uns sehr heilig war oder sehr teuer, dann spüren wir, was es uns bedeutet hatte und dann sagen wir automatisch, ich hatte es sehr lieb oder ich liebte es.
So verhält es sich auch mit uns Menschen untereinander.
Wir verlieben uns, sind uns sehr nahe und versprechen uns ewige Liebe. Nach geraumer Zeit kommt Streit, Eifersucht, Wut, Hass und wo ist die Liebe geblieben, welches Wort wir noch vor kurzer Zeit so liebten?
Liebe, was ist eigentlich die Liebe und warum verwirrt uns die Liebe?
Eindeutig spielt unser Herz eine große Rolle darin.
Verlieben wir uns, ist unser Herz sehr aktiv. Es liebt, aber warum und warum sagen wir: „Ich liebe dich?“
Nach kurzer Zeit ist alles vorbei und alles wird ein purer Alltag und vergessen ist das Wort „Liebe“.
Genauso verhält es sich mit Dingen, die wir unbedingt besitzen möchten. Es ist ein Traum oder ein riesen Wunsch, aber sobald wir dieses etwas haben, ist es vorbei mit der Liebe, denn wir besitzen es ja und dann war es das und es wird sich nach etwas Neuem umgeschaut, was wir wieder lieben und uns sehnlichst wünschen.
Liebe, wer kann heute noch sagen, ich liebe und meint es so?
Da bin ich wieder am Anfang meines Artikels und frage mich immer noch, warum man diese Worte benutzt, wenn man sie nicht so meint, wenn man sie spricht, oder wenn man nicht weiß, was sie bedeuten.
Sollte man dann nicht lieber schweigen, wenn man dieses Wort „Liebe“ nicht klar vom Herzen fühlt und es so meint?

Ich will mich hier nicht als Moralapostel hinstellen, aber ich habe das letzte Wochenende sehr viel gelernt und eines weiß ich jetzt: Liebe, ist für mich nicht nur ein Wort, denn ich kann jetzt klar sagen: „Ich liebe!“

Du Mensch

11. Juli 2009

Wer bist Du und was bist Du. Das hat sich wohl jeder schon gefragt, aber wer bist Du wirklich?
Du bist in erster Linie ein Mensch, mit all Deinen Fehlern und Charaktereigenschaften.
Bist Du noch ein Mensch, nur weil Du Fehler hast? Und was sind eigentlich Fehler?
Es gibt keine Fehler, es sind alles nur Lernprozesse.
Wir laufen durch unser Leben und lernen Schmerzen und Liebe kennen, aber wenn wir bei uns bleiben würden, ich meine damit, in uns selbst ruhen, dann haben wir keine Schmerzen mehr, dann gibt es nur noch Glück und wir lieben alles um uns herum.
Glaub daran, alles fängt bei Dir selbst an, wie Du mit Deinen Mitmenschen umgehst.
Gibst Du, bekommst Du zurück!

Drei Wochen

10. Juli 2009

Seit drei Wochen bin ich wieder bei meiner alten Arbeitsstelle und habe seit dem nur Streit. Machtgefühle von anderen wirken auf mich und das ständige Gefühl, dass du nichts bist und nichts kannst, macht mich sehr traurig. Ich schweige. Niemand weiß von meinen Arbeiten, welche ich vor zwei Jahren getätigt und geleistet habe. Wie sollten sie auch, denn ich habe ja unterdessen ein Jahr pausiert. Nur meine Chefin weiß es und genau sie schlug nun in die Kerbe, denn sie will mich an den alten Platz, wo ich damals aufgehört habe. Fortan laufe ich nur noch als Streberin.
Ich bin nicht der Typ, der um einen bestimmten Job kämpft und ich habe freiwillig darauf verzichtet, eine Art Macht über andere zu haben, denn Macht bedeutet immer, einen anderen zu befehlen, unterzuordnen oder anzuweisen. Ganz ehrlich, ich kann es nicht mehr und deswegen habe ich gerne darauf verzichtet.
Meine Chefin will immer noch das ich regiere, aber ich kann es nicht!
Unterdessen ist zu viel in meinem Kopf abgegangen und ich bin nun einmal ein sehr feinfühliger Mensch und ich liebe die Gerechtigkeit und wie soll ich dann als „Chefin“  gerecht sein, wenn die meisten mich als Neuling betiteln?
Zwei Jahre habe ich damals in meinem Amt als Chefin gewaltet aber das ist Vergangenheit und jetzt ist alles anders. Neue Menschen, neue Charaktere und ich muss ganz von vorne anfangen. Das ist für mich ok, aber mir werden als „Neuling“ Steine in den Weg gelegt und ich muss mich neu beweisen. Da zählen auch keine Fotos von meinen vergangenen Arbeiten, keine Urkunden oder Auszeichnungen von den Kindergärten. ICH BIN EIN NEULING; DER VON NICHTS AHNUNG HAT.
Aber das ist auch ok für mich, dann fange ich eben von vorne an.
Es tut weh, aber ich kämpfe und ich weiß, was ich kann!
Ich liebe nach wie vor meine Arbeit, denn ich tue es immer noch für Kinder und nur das zählt!!!

Das Loch

13. Juni 2009

Ich hatte gestern Nacht einen Traum, der mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf gegangen ist und deshalb muss ich jetzt darüber schreiben.

Ich stehe in der Wüste, mir ist unsagbar heiß, und ich habe große Angst die Wüste zu durchqueren. Ich muss aber und ein innerer Drang zwingt mich dazu. Ich laufe ziellos umher und so langsam bekomme ich Panik, weil ich gar nicht weiß, wohin mich mein Weg führen wird. Ich höre Stimmen, die mich ermutigen weiter zu laufen, aber ich bin erschöpft und möchte eine kleine Pause machen.
Plötzlich sehe ich in kurzer Entfernung etwas dunkles und laufe darauf zu. Vor mir ist ein Loch, welches mich einlädt zu rasten. Für einen Moment überlege ich, ob ich da reinspringen soll, aber meine innere Stimme sagt mir, tue es. Ich zweifle immer noch, jedoch das Loch zieht mich magisch an und ich weiß genau, wenn ich da drin bin, dann bin ich in Sicherheit.
Ich springe, falle tief und fühle mich gut dabei. Ich weiß nicht wann und wie ich unten ankam, aber ich fühle mich geborgen. Es ist schön kühl und ich versuche mich zu entspannen, aber es gelingt mir nicht. Plötzlich weiß ich, das Loch ist eine Falle und ich muss da wieder raus, aber ich weiß nicht wie. Ich beginne zu klettern und rutsche immer wieder ab. Nach mehreren vergeblichen Kletterversuchen gebe ich auf und denke mir, es ist wohl doch besser, mich noch etwas länger im Loch auszuruhen. Das Loch wurde mein Freund.
Die Zeit verstreicht, ich weiß nicht mehr wie lange ich mich schon darin mich befinde, aber so langsam wollte ich wieder die Freiheit spüren. Ich muss aus dem Loch, dachte ich noch, egal wie und wie viel Mühe und Anstrengung es mich kosten wird. Stück für Stück fange ich erneut an zu klettern und mit jedem Schritt zweifel ich, aber ich kletterte weiter und schon bald konnte ich den Rand sehen.
Erschöpft rutschte ich über den Rand des Loches und schaute mich um. Es war alles noch wie vorher, die Wüste, die Hitze, kein Ziel wohin ich eigentlich gehen muss und dennoch war ich erleichtert und fühlte mich frei. So setzte ich mich langsam in Bewegung, planlos und fühlte hinter mir noch das Loch, welches mich zurückziehen  und mir einreden wollte, dass ich nur in ihm sicher wäre, aber ich ließ mich nicht von dem Loch beirren und wanderte ziellos weiter.
Nach langer Zeit des Laufens kam ich ins Grübeln. War es wirklich richtig von mir, dass Loch zu verlassen?

Es war nur ein Traum, aber dennoch beschäftigt er mich.
Es war richtig, das Loch zu verlassen, denn selbst in der Wüste gibt es Leben, egal ob man ein Ziel vor Augen hat oder nicht, das Leben geht weiter. Und das Leben ist schön!
Liebe, heißt das Zauberwort.

Freundschaft zum Ex

11. Juni 2009

Es gibt so viele Arten von Freundschaften und wenn sie entstanden sind, ist es ein tolles Gefühl, nicht alleine auf dieser Welt zu sein.
Man kann sich gegenseitig trösten, zusammen lachen oder Probleme ausdiskutieren.

Ich möchte heute auf etwas ganz besonderes hinaus:

Wie ihr alle wisst, hat Hartmut sich vor 3 Monaten von mir getrennt. Anfangs war ich wütend, verstand seine Beweggründe nicht und dann kam bei mir eine endlose Traurigkeit. Ich hatte das Gefühl, niemals über die Trennung hinwegzukommen.
Hartmut bot mir die Freundschaft an, aber ich konnte es nicht annehmen, denn zu sehr war ich verletzt.
Meine Familie sagte zu der Zeit zu mir: “Marcella glaube, die Zeit heilt alle Wunden.” Was für ein Ausspruch, nur konnte ich es damals nicht glauben und eine Freundschaft zu Hartmut erst Recht nicht.

Vor 2 Wochen rief Hartmut mich aus heiterem Himmel an und erzählte mir, dass er an diesem Tage umgezogen war und es ihm schlecht ging. Wir unterhielten uns eine Weile per Telefon, bis er mich fragte, ob ich nicht zu ihm kommen könnte. Ich überlegte nicht lange und sagte zu. Aber nicht, weil ich mir Hoffnungen machte, sondern weil ich spürte, dass er einen Menschen brauchte, der ihm zuhört und ihn in den Arm nimmt und tröstet. An mich dachte ich in diesem Moment gar nicht. Für mich zählte nur eines: HELFEN!

Ja und so kam ich bei ihm an und es wurde eine wunderschöne Nacht. Wir quatschten uns aus und so entstand plötzlich zwischen uns eine Freundschaft.

Heute kann ich gar nicht mehr verstehen, warum ich mich gegen eine Freundschaft gesträubt hatte. Im Gegenteil, es ist sogar eine ganz besondere Freundschaft: Es ist eine vertraute Freundschaft! Das hat nicht jeder!

Und nun möchte ich allen Frauen Mut machen, die sich von ihrem Mann oder Freund getrennt haben. Die Wunden heilen wirklich und was dann kommt, ist tausendmal schöner, als eine Beziehung oder Ehe. Du hast nämlich einen sehr vertrauten Menschen als Freund gewonnen, der dich versteht und kennt, der zuhört und dich tröstet was er vorher als dein Mann nicht konnte.

Das nenne ich ein Geschenk des Himmels.

Die Geliebte

5. Juni 2009

Ich bekam eben einen Text von meiner Exfreundin, den sie mir überließ und mir erlaubte, ihn zu veröffentlichen.

Eine Freundin oder Geliebte kann schweigen!
Sie genießt Augenblicke und schweigt!
Sie kommt immer wieder, weil….
sie  schweigt, liebt und geht!

Aber in ihrem tiefsten Inneren, schweigt sie nicht,
sondern schreit die Liebe zu ihm heraus!

Der stumme Mann

27. Februar 2009

In meiner letzten Partnerschaft war es ganz normal, dass mein Partner morgens als erstes seinen PC einschaltete, zur Toilette ging, um es sich anschließend bequem vor seinem Rechner zu machen.
Er saß dort nicht aus beruflichen Gründen, sondern einfach um seinen Spass mit Gleichgesinnten zu haben. Dort verbrachte er den ganzen Tag, chattete mit anderen und das bis tief in die Nacht hinein. Selbst sein Essen verzehrte er vor dem PC und so tauchte er immer tiefer in seine eigene erschaffene Welt und bemerkte gar nicht mehr sein reales Umfeld.

Oft genug zupfte mein damaliger erst einjähriger Sohn an seiner Hose, um auf sich aufmerksam zu machen, aber ausser ein “ Nicht jetzt Sohn“, bekam er nichts zu hören.
Natürlich versuchte auch ich ihn vom PC wegzulocken, aber meistens bekam ich eine Abfuhr, genau wie mein Sohn. Meine anderen Kinder gingen ihre eigenen Wege und fingen mit der Zeit an, ihn genauso zu ignorieren, wie er es mit ihnen tat.

Die Situation innerhalb der Familie wurde immer unerträglicher und wenn ich mich bei ihm darüber beschwerte, endeten die wenigen „Gespräche“ im Streit.
Was ich damals nur noch nicht wußte, war, dass ich meinen Partner in seiner Faulheit noch unterstützte. Ich tat ja alles und statt ihn am Haushalt zu beteiligen, oder ihn um etwas zu bitten, machte ich ich es lieber selber. Also bin ich wohl nicht ganz unschuldig an der Situation gewesen.
Nach knapp sieben Jahren kam dann eine schmerzhafte Trennung und er zog aus.

Vielleicht hätte ich damals meine Partnerschaft noch retten können, mit meiner Einstellung von heute.
Ich glaube unterdessen daran, dass wenn eine Beziehung, eine Ehe oder Freundschaft an einen kritischen Punkt angelangt ist, dass man kämpfen sollte und nicht einfach den leichtesten Weg zu benutzen, sprich Trennung. Kämpfen bedeutet für mich, viele Gespräche führen, Kompromisse finden, die schließlich zu einer Lösung der Konflikte führen. Sich nur anzuschweigen, um ja den Hausfrieden zu behalten, ist absolut falsch.
Jede Beziehung sollte man wie ein rohes Ei behandeln, sich niemals ausruhen und sich niemals sicher sein. Eine Partnerschaft bedeutet immer Arbeit, aber wenn ich nie vergesse, dass ich mich ja einmal genau in diesen Partner verliebt hatte, ist es wohl die Arbeit wert. Leider vergessen es die meisten Paare und ziehen eine Trennung vor.

Im Moment befinde ich mich auch in einer kritischen Situation meiner Beziehung, nur dieses Mal werde ich kämpfen und ich hoffe, das wir beide eine gemeinsame Lösung finden, denn auch wir beide haben uns einmal verliebt ineinander, nur ich wähle nicht mehr den einfachsten Weg.

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