Über das Bloggen Ⅲ
Hartmut 11. Januar 2009 um 22:01 Uhr
- medioman – Rückblick
- SeeYou
- Inspiration oder Blockade
- Über das Bloggen Ⅰ
- Über das Bloggen Ⅱ
- Blog-Gedanken
- Über das Bloggen Ⅲ
- Erfolgreich Bloggen
- Was darf ich?
- Blogst du noch oder lebst Du schon?
- Dienstleistung: Blog
- Kurz nachgefragt
- Der öffentliche Blogger
- Der öffentliche Blogger Ⅱ
- Hohlräume
- Wie man sich verhält
- Ziele des Bloggens
- Nachteile des Bloggens
- Der Trend zum Zweitblog
- Vorteile des Bloggens in drei Akten Ⅰ
- Vorteile des Bloggens in 3 Akten Ⅱ
- Vorteile des Bloggens in 3 Akten Ⅲ
- Blogdesign
- Grund und Aufwand Ⅰ
- Mit Bloggen Geld verdienen
Auch ich wollte eigentlich nichts mehr dazu schreiben, weil es gibt genug Meinungen darüber.
Aber es ist diese allgemeine Stimmung, fast wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen, der sich plötzlich einmal mehr seiner Wertigkeiten im Blogger-Leben Gedanken macht.
Ich selbst hatte schon mehrere Phasen:
Als ich das erste Mal vom Google-Pagerank hörte. Dann hatte ich Ewigkeiten einen Counter, ein Statistik-Programm, meldete mich bei Googles Analytics an und plötzlich merkte ich selbst, was das für ein Schwachsinn ist.
Ich war auf einmal ein Gefangener der Statistik und diesem – dem Druck im Allgemeinen – entledigte ich mich von einem Tag zum anderen.
Ich selbst habe meinen Blog kreiert, im Prinzip genau deshalb, warum er jetzt auch existiert. Mich hat dazu niemand inspiriert oder animiert. Ich fand WordPress, fand meine Domain und legte einfach los. Ich wusste nicht einmal, dass es andere “Blogger” gab.
Erst nach und nach verstand ich den Sinn. Meist durch Zufall, auf Recherche sozusagen, entdeckte ich andere Blogger. Manche wuchsen mir beim ersten Blick ans Herz, andere erkannte ich erst nach mehrmaligem hinsehen.
Erst ein paar Monate später erkannte ich den Sinn von RSS-Feeds, weil plötzlich musste ich mich nicht mehr durch ellenlange Favoriten/Bookmarks hin und her bewegen.
Währenddessen bloggte ich einfach weiter. Manchmal mehrfach und Marcella sowieso. Aber wir waren und sind noch immer ein unabhängiges Konstrukt unserer Meinung. Wir schreiben halt das, was uns bewegt und worauf wir grade Bock haben.
Durch das Abonnieren anderer Blogs las ich die Meinungen und Gedanken anderer. Wenn sie mich nervten oder langweilten, dann strich ich sie wieder aus meinem Feed-Reeder, dafür kamen viele neue hinzu. Aber so recht über die Vielzahl, die Menge unentdeckter habe ich mir nie Gedanken gemacht.
Für mich dreht sich das Universum nicht um meinen Feed, oder die Recherche, ehe ich zu viel recherchiere, ist mein Artikel längst geschrieben. Im nachhinein oder für die Zukunft, muss ich mich entschuldigen? Weil ich genau das gleiche schrieb, wie ein anderer Blog zuvor? Nö, dann kommentier ich lieber oder würdige ihm einen Link! Immerhin fand ich einen Blogger, einen Menschen, der auf meiner Wellenlänge tickt!
Aber erst viel später kapierte ich, was ein Tracklink und ein Pingback wirklich bedeutet. Für mich nämlich kein kommerzielles Ding, sondern eine Würdigung. Sogar eine Ehrung!
Was ich aber nie tat und das hat mich in letzter Zeit sehr verletzt, war, dass ich meinen Blog dazu missbrauchen wollte, um ihn durch solche Links berühmter zu machen. Sei es in Kommentaren, die ich gerne schreibe, wenn ich selbst der Meinung bin, dass das, was ich da kommentiere keinen eigenen Artikel in meinem Blog verdient oder sei es in einem eigenen Artikel in dem ich natürlich auch die Quelle der Inspiration nenne. Das ist doch wohl das Mindeste.
Später erfuhr ich, und das setze ich ja momentan im ganz kleinem Umfang auch ein, dass man mit einem Blog durchaus Geld verdienen kann, also man verkauft einen Teil seines Blogs an die Werbetreibenden, die meinen, dass sie ein Stück Verkaufsfläche auf der Webseite anbieten wollen. Mittlerweile finde ich das ja durchaus legitim. Klar, weil ich selbst schon ein paar Euro dadurch verdient habe.
Und dann kommen jetzt so verstärkte Diskussionen auf, was denn so ein Blog wert sei, so er denn genug – ja was denn eigentlich?
Artikel, Kommentare, Trackbacks, Google PageRank, Aufrufe oder was hat?
Ich meine, klar, habe ich mir so meine Gedanken gemacht, als ich die Domain “medioman” registrierte. Vielleicht will die ja ein windiger Geschäftsmann von mir aufkaufen.
Aber darum geht es ja nicht, da sollen Blogs verkauft werden, nicht um deren Adresse wegen sondern wegen ihrer Inhalte. Ja, gut, da fehlt mir halt die Erfahrung oder ich war immer nur blind und ignorant. Vielleicht habe ich den “Markt” zu wenig beobachtet und noch viel zu wenig verlinkt. Vielleicht sollte ich kommerzieller denken oder spezieller schreiben.
Aber ab wann sollte ich denn nun eigensinnig oder selbstlos daran denken, meine Domain, meinen Blog oder mich zu verkaufen? Nicht, dass das bei einer solchen Entscheidung – und da kann ich ggf. sogar die Diskussionen verstehen, bei einem beliebten Blog einfach auch eine Frage an die geneigten Leser wäre.
Habe ich nun keinen Bock mehr zu schreiben oder in der Öffentlichkeit zu stehen, ist es ja ein leichtes: Für’s erste reicht es ja, die index.php umzubenennen, endgültig wäre es, die Datenbank zu löschen.
Aber einem anderen Menschen meine Texte zu überlassen, damit er unter seinem Namen da weiter macht, wo ich aufhörte, nein, da mangelt es mir noch an Verständnis.
Aber ich blogge ja erst seit weniger als 2 Jahren!
So als kurze Linkschleuder schreibe ich mal einige Links (natürlich, ohne Anspruch auf Vollständigkeit (wie könnte ich (schreibt mich an, wenn ein Link fehlt!))), die mich jetzt doch zum Nachdenken gebracht haben, diesen Artikel zu schreiben:
Ich selbst – 1,2,3,4 (beispielhaft)
Ecki – 1
Luigi – 1,2
Julia – 1
DimidoBlog – 1
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