Nachteile des Bloggens
Hartmut 6. April 2009 um 15:04 Uhr
- medioman – Rückblick
- SeeYou
- Inspiration oder Blockade
- Über das Bloggen Ⅰ
- Über das Bloggen Ⅱ
- Blog-Gedanken
- Über das Bloggen Ⅲ
- Erfolgreich Bloggen
- Was darf ich?
- Blogst du noch oder lebst Du schon?
- Dienstleistung: Blog
- Kurz nachgefragt
- Der öffentliche Blogger
- Der öffentliche Blogger Ⅱ
- Hohlräume
- Wie man sich verhält
- Ziele des Bloggens
- Nachteile des Bloggens
- Der Trend zum Zweitblog
- Vorteile des Bloggens in drei Akten Ⅰ
- Vorteile des Bloggens in 3 Akten Ⅱ
- Vorteile des Bloggens in 3 Akten Ⅲ
- Blogdesign
- Grund und Aufwand Ⅰ
- Mit Bloggen Geld verdienen
Beinahe alles, was sich als ein Nachteil des Bloggens darstellt, ist das Spiegelbild des verwendeten abstrakten Mediums für diese Form des Ausdrucks.
Illusion – Die meisten Blogger, die nicht mit rein persönlichen Zielen bloggen, überschätzen die Reichweite und Wirkung ihrer Mitteilungen gewaltig. Gängige Hilfsmittel und Dienste für Websitebetreiber helfen ihnen im Aufrechterhalt dieser Illusion. Ein hohes Technorati-Ranking ist zwar ein Maßstab für die Verlinkung in anderen Blogs, aber es sagt nur wenig über die Rezeption durch die Leser aus. Gar nicht selten wird ein Blog nur wegen eines einzigen Textes verlinkt, häufig ist dieser Text gar nicht typisch für die Absichten des Bloggers. Auch automatisch erstellte Zugriffsstatistiken sind für die Einschätzung von Reichweite und Wirkung wenig hilfreich, wenn sie nicht genügend ausführlich sind und sehr kritisch gelesen werden. Ein Seitenzugriff – oder techokratisch neudeutsch: eine page impression – bedeutet noch lange nicht, dass der zugehörige Inhalt gelesen oder gar verstanden wurde. In diesem Blog haben etwa 65 Prozent der Leser, die einen Text anforderten, eine Verweildauer beim Text, die unter 10 Sekunden liegt – sie haben offenbar nur kurz quergelesen und sich dem nächsten Treffer aus der von Google gelieferten Liste zugewandt. Es mag sein, dass diese Quote bei anderen Blogs deutlich besser aussieht, aber ich glaube – gemessen an meinem eigenen Surfverhalten bei der Suche zu einem Thema – daran nicht. Wer zu blind den nummerischen »Maßen« für seinen »Erfolg« Glauben schenkt, der neigt dazu, sich in einem »Erfolg« zu sonnen, der gar nicht so lichtvoll und groß ist. Einige Blogger bekommen dabei sogar Anflüge von Größenwahn, die sich sehr mindernd auf die Qualität des Blogs auswirken. (Nein, ich nenne hier keine Namen und setze keinen Link. Aber jeder wird mindestens ein solches Blog schon einmal gesehen haben. Um sich mit Grauen davon abzuwenden.)
Selbstbezüglichkeit – Die Bloggosphäre als Ganzes neigt zur Selbstbezüglichkeit. Untereinander lesen sich Blogger sehr wohl, manchmal auch solche mit sehr verschiedenen Blogthemen und Weltsichten, aber die Wirkung eines Blogs außerhalb der Bloggosphäre ist eher begrenzt. Schon das Un‑ und Kunstwort »Bloggosphäre« spiegelt zutreffend die Tatsache wider, dass es sich um einen abgekapselten Raum im Internet handelt, um einen speziellen Raum in der offenen Form der geschlossenen Anstalt .
Vereinsamung – Es gibt leider in Deutschland keine ausreichende Kultur des Miteinanders von Menschen entgegengesetzer Meinung und deshalb viel zu wenig gesitteten und konstruktiven Diskurs; oder, um es ganz kurz zu sagen, gibt es in Deutschland leider zu wenig wahrhaft demokratische Kultur. Die Kommentarmöglichkeiten vieler deutscher Blogs verkommen unter dieser Bedingung – wenn sie nicht schon durch die Spamseuche vollends unbenutzbar werden – zu Orten der virtuellen Hätschelei oder des plumpen Trollens und Beleidigens anderer Standpunkte. Der Bloggende ist in dieser Dynamik auf sich selbst gestellt, und das Mit‑ und Nebeneinander von dümmlicher Schmähkritik und allzu blinder Zustimmung verstärkt noch die weiter oben beschriebene Illusion von der Bedeutsamkeit des Mitgeteilten.
Rückkopplung der Medienwirkung – Das Internet ist wie alle modernen Medien von gefühlter Unmittelbarkeit, Nichtlokalität und damit Abstraktheit. Die Mitteilungen verbreiten sich in unfühlsamer, den Sinnen nicht greifbarer und damit eben sinn-loser Schnelligkeit. Diese Eigenarten des verwendeten Mediums wirken auf das Mitgeteilte und den Mitteiler zurück, alles ist von einem gewissen Zwang zur immerwährenden Aktualität und einer damit verbundenen Hast geprägt, die leicht zum technischen Selbstzweck wird. Selten nur achtet der Bloggende darauf, sich von der Fessel der zwanghaften Aktualität zu lösen und etwas hervorzubringen, was weiter gehende Relevanz, menschliche Tiefe, vielleicht sogar Qualität hat. Zu viele Bloggende treten in eine aussichtslose Konkurrenz zu den etablierten lichtschnellen Medien, dem Rundfunk und dem Fernsehen. Dies geschieht besonders gern dort, wo sich die jetzt reichlich häufig angemerkte Illusion der Bedeutsamkeit des Mitgeteilten mit der Rezeption des unangemessen Schlagwortes vom modernen Bürgerjournalismus verschränkt.
Echokammer – Bei der zuvor beschriebenen Hast nach Aktualität gibt es eine besonders einfache und schnelle Form, den schnell zum technischen Selbstzweck werdenden Blog-Content zu generieren, und das ist schlichtes Zitieren, Abschreiben und Kommentieren der Hervorbringungen anderer Blogger und – viel häufiger – der etablierten Massenmedien und damit der Content-Industrie. Wo eine Form einfach und schnell ist, da sind es viele, die sich aus Bequemlichkeit in solcher Form bescheiden. Ein großer Teil der Bloggosphäre wirkt wie eine gewaltige Echokammer, die immer gleiche Stimmen myriadenfach wiedergibt. Wer nur einmal erlebt hat, dass die bloße Erwähnung eines Namens wie »Paris Hilton« in einem Posting dazu führt, dass sich die Zugriffszahlen vervierzigfachen, versteht auch schnell, wie es dazu kommt: Der um ein abstraktes Äquivalent für persönliche Anerkennung buhlende Blogger orientiert sich an technischen Kennziffern wie den Zugriffsstatistiken, um seinen »Erfolg« zu bemessen; der Rest ist einfache Konditionierung, die auch bei Pawlows gepeinigten Hunden treffliche Ergebnisse brachte. Tatsächlich zeigen einige Blogger (ich nenne wieder keine Namen und setze keine Links, gehe aber davon aus, dass jeder schon einmal ein Beispiel gesehen hat) bei ihrer Jagd nach Aufmerksamkeit geradezu hündische Züge.
Scheinjournalismus – Wer nach Aktualität geifert, produziert leicht eine kindisch und naiv wirkende Nachäffung des Journalismus, die im ausschließlichen Kommentieren der etabliert-medialen Hervorbringungen gipfelt, wobei hin und wieder eine würzige Prise eigener Meinung hinzu gegeben wird. Die Themenwahl entspricht dann völlig der Vorgabe für tagesaktuelle Presseprodukte, allerdings in der Regel ohne, dass dabei dem Blogger die gleichen journalistischen Möglichkeiten zur Verfügung stünden. Bei solcher Beschränkung fallen recht viele engagiert wirkende Blogger auf die gleichen Inszenierungen herein, die zu Zwecken der Werbung oder der Propaganda für etablierte Presseprodukte aufgeführt werden – ein gutes Beispiel sind vielen gebloggten Reaktionen auf die vermittelte Inszenierung des so genannten »G8-Gipfels« und auf den ebenso inszenierten »Widerstand« gegen diesen Gipfel, während die langsame und alltägliche und für jeden Fühlenden unmittelbar beobachtbare menschliche Erkaltung und Härte unter den Bedingungen des Prozesses, der gegenwärtig über die Gesellschaften abläuft, praktisch aus dem Blickwinkel verloren gehen.
Technikverliebtheit – Wer bloggt, ist immer auch mit der verwendeten Technik konfrontiert, er muss sich die technischen Möglichkeiten gefügig machen. Zu leicht scheinen etliche Bloggende zu vergessen, dass diese technischen Möglichkeiten kein Selbstzweck sein sollten, sondern ein Hilfsmittel. In der Folge entstehen Blogs, denen man die fetischhaft gewordene Technikliebe des Betreibers geradezu ansieht – diese bindet psychische und intellektuelle Energie und geht immer auch auf die Qualität des Mitgeteilten. Nicht alles, was im Rahmen eines Blogs möglich ist, ist auch sinnvoll; und nicht jeder braucht ein »cooles« (also unterkühltes) Design; Podcasts (ein scheußliches Wortdenkmal für ein schlechtes Apple-Produkt), die in das Blog eingebettet sind; für die transportierten Inhalte völlig entbehrliche AJAX-Effekthascherei oder andere technisch-multimediale Spielereien. Was aber jeder Blogger braucht, das sind interessante Mitteilungen an die Leser, das ist das eigentliche, aus persönlichen Gedanken, Beobachtungen, Einsichten bestehende Blog.
Zeitaufwand – Zu guter Letzt ist das Bloggen mit einem immensen Zeitaufwand verbunden, es raubt dem Bloggenden Zeit, die er sonst in andere, vielleicht bessere, fröhlichere, nützlichere, konstruktivere und wertvollere Tätigkeiten stecken würde. Zusammen mit der Zeit verzehrt der Vorgang des Bloggens natürlich auch psychische und intellektuelle Energie, die für andere Tätigkeiten somit nicht mehr zur Verfügung steht. Wer nicht aus anderen Gründen den ganzen lieben Tag lang hinter einem Rechner sitzt, der fesselt sich durch das regelmäßige Bloggen einen bedeutsamen Abschnitt seiner Lebenszeit lang an ein abstraktes und damit dem eigentlichen Menschen fernes Gerät, was grundsätzlich auch immer eine antisoziale Tätigkeit ist. Dass irgendwelche Wortblender aus der Werbebranche von social software schwärmen, spiegelt treffend wider, dass wirkliches soziales Leben der Beschäftigung mit einem technischen Produkt geopfert wird.
Wer diese – übrigens gewiss unvollständige – Aufstellung der Nachteile des Bloggens auf sich wirken lässt, kann durchaus zu dem Schluss kommen, dass es sich beim Bloggen um eine Form des psychischen Defizites handelt. Das liegt aber an der absichtsvoll einseitigen Darstellung der Nachteile des Bloggens.
Link und Inspiration geht an Frank Bültge – Dein Text hat mich mal wieder schwer geerdet! Auch, wenn es ein paar Tage gedauert hat!
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Ich würde das eher als die Schattenseiten des Bloggens bezeichen. Nachteile würde ja bedeuten, dass man durch das Bloggen einen Nachteil erfährt und den kann ich nicht finden.
Ja, stimmt! Da hast Du natürlich Recht! Sofern Du „nur“ die Überschriften liest und dann schnell kommentierst!
Ich werde versuchen, mich in Zukunft an Bilder zu halten, weil ich merke, dass eh keiner das liest, was ich hier schreibe!
hm an den Nachteilen ist schon was dran, ich finde aber nicht, dass sie einen davon abhalten sollten, zu bloggen! Letztendlich will jeder Aufmerksamkeit und Leser, was ist so schlimm daran? Gibt es eigentlich auch einen Text „Vorteile des Bloggens“? Den würde ich direkt dagegen halten, dann abwägen, wo die Kritik stimmt oder zu einseitig formuliert wurde.
Nichts gegen Kritik, aber sie sollte einem selbst nicht den Spaß an einer Sache nehmen und der Text wirkt auf mich irgendwie traurig und abweisend.
Überleg mal bei Twitter: Da haben wir uns beide auch erst aufgeregt, wie blöd es ist, usw. und letztendlich twittern & bloggen wir jetzt wie blöde.
Also ich find´s nicht schlimm‑ solange man niemand damit verletzt und nicht selbst unglücklich damit wird.
Wichtig ist doch, dass einem die Sache Spaß macht, sonst bringt es alles nix.
und zu (2): natürlich wirst du gelesen (z.B. von Claudia und mir), aber es gibt keine Garantie auf Rückmeldungen und Kommentare. Die muss man sich mit Freundlichkeit und Respekt vor anderen oft mühsam verdienen!
Das ist mitunter das Schwierigste am Bloggen!
Ja, Julia, natürlich gibt es einen Text, der sich mit den Vorteilen des Bloggens auseinander setzt und natürlich liebe ich es zu polarisieren und manchmal engstirnig zu sein/wirken!
Ich will momentan einfach ein wenig provozieren und stupsen. Du kennst mich, ich bin nicht bösartig. Ich nutze meine derzeitige Popularität einfach mal aus, reize, pieke und dann ist auch wieder gut.
Ich bin so positiv und lebensbejahend, dass mir das Schreiben eher negativ wirkender Texte total Spaß macht, verzeihe mir das, ich werde in Kürze wieder „normal“. Das sei Dir versprochen!
von mir aus mach ruhig so weiter…. aber ich reagiere dann entsprechend
Du tust mir sehr unrecht, wenn du behauptest, ich hätte deinen Beitrag nicht gelesen. Dann wüsste ich ja auch nicht, dass du die Schattenseiten des Bloggens beschrieben hast und nicht die Nachteile.
Zu den Schattenseiten habe ich nichts zu kommentieren. Vieles ist bekannt, auf jeden hat es eine andere Auswirkung, anderes trifft nur für bestimmte Formen des Bloggens zu. Nein, dazu habe ich nichts zu sagen.
Über die Faszination des Bloggens, dazu hätte ich etwas zu sagen. Und die Nachteile hätte mich interessiert: Aber die gibt es gar nicht.
Oh je, ich als alte Webnudel kann da nur sagen, es sind nicht die generellen Nachteile des Bloggens, denn bestens Gewissens kann ich behaupten, das jedem Blogger der eigene Blog am wichtigsten ist, und warum? Klar wg der Kohle. Ich bin bereits seit 1993 im Bereich Internet und Marketing tätig, und es gab die Form des Bloggens früher in Mailboxen, die man mit Optokopplern anwählte. Dann der grosse Community Boom mit Foren. Auch hier befasste man sich anfangs immer mit der Selbstdarstellung. Dann kamen die coolen Nuke-Systeme, und irgendwann kam dann WP und Seren, und siehe da, ohne viel Aufwand konnte alle sich so eine Blog-Software installieren und ihren Geistigen Schwachsinn sehr schnell verbreiten, und andere Hirnies haben sehr grossen Anteil daran genommen. Doch mit der Schlichtheit der Software wurde der Informationsgehalt zu ungemein gross, das sich die alten Webmaster nur noch dran machten, einen Blog zu SEOoptimizen und dann den immer weiter verbreiteten unqualitativen Artikel wenigstens ein wenig entgegenzuhalten. JA, Bloggen hat sehr viele Nachteile.
Ich habe es anfangs verpasst, wordpress zu installieren, und bin weiter meinen CMS Systemen treu geblieben. Bis ich merkte, wie einfach man so einen WordPress-Blog bekannt bekommt. Dann noch die sogenannten Web 2.0 Dienste (ist eh nix anderes wie gutes altes DHTML mit XML und SQL gemixt) genutzt, und schon hast Du die Suchmaschinen wieder um ein paar Millionen Einträge beschissen.
Also, ich kann den Verfasser des Artikels nur zustimmen, hätte gar nicht so ausführlich sein brauchen, vielleicht hätten es dann auch manche besser verstanden! MfG SCHANDALE alias ollip2k
[...] Lesebefehl in diesem Zusammenhang – Nachteile des Bloggens Artikel #914, 17. März 2009 · Webküche · 11 Kommentare · Kommentar [...]
Dein Artikel trifft aus meiner Sicht ins Schwarze, in der Scene kommt es sicher oft anders vor und das Empfinden ist auch anders, aber selbst auf Rivva ist zu erkennen, dass unsere Stimme eher klein ist und man Blogs überbewertet. Insofern finde ich es schön, wenn ich anregen konnte und das ist in erster Linie ein Ziel meines Blogs – Anregen zum Nachdenken, nicht nur in sich selbst, sondern größer.
Jap, kann dir nur zustimmen.
Rückkopplung der Medienwirkung/Echokammer/Scheinjournalismus: Das ist es, womit ich in der Bloggosphäre am wenigsten anfreunden kann. Allerdings kommt es mir so vor, als wären gerade diese Blogs in der Überzahl. Was brauche ich jemanden, der schale Artikel und Themen aus den Mainstream-Medien noch mal reproduziert und kommentiert (wenn ich mich nicht irre, hattest du neulich schon einen Artikel, der diesen Aspekt näher beleuchtet hat)? Wo bleibt da der Wert?
Ach ja: „Bloggen“ an sich kann natürlich kein psychisches Defizit sein, weil es eine Tätigkeit ist. Aber vielleicht verstehe ich ja auch aufgrund meines psychischen Defizits deinen Text nicht.
Oh, ich bin wohl dran, noch einmal zu kommentieren
Was ich gerne tue. Ich hatte mich die letzten Tage aus reinem eigenen psychischem Selbsterhaltungstrieb ein wenig rar gemacht. Ich habe halt einfach gemerkt, dass Bloggen manchmal auch viel Kraft kostet und es kann schnell vom „sich frei schreiben“ in die umgekehrte Richtung „sich in die Krise schreiben“ wechseln. Da hilft dann nur eins: Kiste aus, ablenken, neue Kräfte und Ideen sammeln, um dann wieder mit dem Hauptgrund dem Vorteil des Bloggens weiter zu machen: Einfach Spaß zu haben!
In jedem Falle danke ich allen, auf ihre Resonanz. Ich habe in den letzten Wochen mal angefangen, das ganze Bloggerwesen für mich noch einmal komplett zu überdenken und dazu einen kleinen globalen Rundumschlag zu machen. Ich denke, da werden noch 1–2 Artikel folgen und wie Alice es als aufmerksame Leserin bemerkt, verzahnen sich diese Artikel auch. soll ja auch so sein, weil es eine Serie ist/wird.
Ich werde diese Serie dann – wenn ich fertig bin – auch zusammenführen und als solche kenntlich machen, damit eine spätere Navigation einfacher wird. Momentan fehlt mir hierzu einfach die Lust und Motivation, mich selbst durch meine früheren Artikel zu wühlen.
Jetzt noch konkret zu den letzten Kommentaren:
@Sammelmappe: Wenn du Dich ein wenig beleidigt fühltest, dann entschuldige bitte. Ich war schon sehr frech, aber wie gesagt, natürlich sollte der Artikel etwas Provozierenden und vor allem Polarisierenden beinhalten. Nur dann kann für meine Begriffe auch nur eine gute konstruktive Diskussion entstehen. Ich lese ja auch bei Dir im Blog regelmäßig mit und sehe, wie du Dich oft auf andere Blogs beziehst und verlinkst. Das finde ich auch eine tolle Sache, weil Du Dich dann auch klar dazu äußerst. Für mich ist das insoweit auch kein Content-Klau im eigentlichen Sinne sondern nur ein „darauf aufmerksam machen“, sozusagen Linktipps zu lesenswerten Artikeln. Auch das kann eine Form des Bloggens sein, halt „lesetipps“ zu geben, aber es ist nicht meine und klar ist das kein Nachteil des Bloggens im gemeinten Sinne.
Ich würde mich im übrigen sehr über einen Artikel von dir über die von dir angesprochene „Faszination des Bloggens“ freuen.
@Schandale: Du hast gleich zu einem globalen Rundumschlag ausgeholt und die Kommerzialisierung angesprochen. Ich selbst habe mich ja nun auch so nach und nach dazu hinreißen lassen, die eine oder andere Werbung hier zu integrieren.Was Google Adsense anbetrifft, bin ich da eher wieder einen Schritt rückwärts gegangen, weil mich die integrierte Werbung in meinem Lesefluss stört.
Ich selbst bin mindestens auch schon so lange wie Du dabei. Angefangen habe ich mit einem 600 Baud Akkustikkoppler im damaligen BTX, hatte dann eine Mailbox, verteilte die damaligen Netze Fidonet, Aminet und Usenet und war damals einer der ersten, der versuchte das geschlossene System über ein Gateway mit dem damals noch aus Unix-Befehlen bestehenden Internet zu verbinden.
Meine ersten Schritte im Internet zur „Selbstdarstellung“ bestanden zunächst aus einem Homepage aus einem Baukasten (Data Becker), dann probierte ich mich mit Frames, was ja fast mal zur Pflicht wurde, dann die erste statische Webseite und anschließend erste selbst programmierte dynamische Umstellungen. Der Knaller war dann, diese Webseite komplett nach Typo3 umzubasteln und ich könnte mich in den Po beißen, dass ich diese Seite in einem Anflug von Zerstörungstrieb komplett weglöschte. Alte Reste – rein statisch – findet sich noch unter meiner Domain hbirkholz.de – Die Inhalte dort wollte ich immer so nach und nach hier einbinden. Aber das wird bestimmt noch ein anderer Artikel.
Ich will nur sagen, WordPress ist schon okay. Solange man sich nicht zu viel mit der eigentlichen Technik (Design, Plugins, SEO) beschäftigt und dabei vergisst, dass es um die Inhalte geht, es sei denn, man hat genau diese Intention, eben über Design, Plugins oder SEO zu schreiben, wie es Frank sehr geil und absolut sympathisch und inspirierend tut, aber dann ist das ja auch vollkommen legitim. Ich finde das auch immer äußerst sympathisch, dass die besten SEO‑ und Webdesign-Webseiten und/oder Blogs eher schlicht gehalten sind. Eine Art des Understatements oder das Wissen, dass weniger doch oft mehr ist.
@Frank: Vielen Dank für Deine immer sehr gut ausformulierten Artikel bei Dir. Ich lese dort ja un schon 1–2 Jahre und habe Unmengen von Bookmarks, die ich nicht mehr missen möchte. Du hast mich so viel gelehrt, dass glaubst Du gar nicht
Daher danke ich Dir auch für Deinen positiven Kommentar und Link 
@Alice: Da Du ja inhaltlich mit mir konform gehst, sage ich mal Danke. Deine kleine Kritik, wenn man meinen letzten Satz korinthenkackerisch auf die Goldwaage legt kann man da schon missverständlich auslegen. Rein provokativ wollte ich vielleicht einfach zum Ausdruck bringen, dass man ggf. wirklich einen an der Klatsche haben muss, wenn man sich hin und wieder stupide an das Gerät setzt und seine Gedanken in die virtuelle Welt pustet.
Na toll, noch ein Nachteil des Bloggens. Wer viel Worte in die Kommentare verfasst, und dann der Browser abschmiert, der ist am Ende
Jetzt habe ich keine Lust mehr, alles noch einmal hier hinzutippen. Also kurz und knapp:
Erst einmal vielen Dank an Hartmut, für Deine Antwort auf unsere Kommentare. Weiter so!
Ich finde dieser Artikel, wird anhand seines Feedbacks immer positiver. Dazu aber die Tage mehr, da ich jetzt wirklich keine Lust habe, meinen geistigen Schwachsinn hier erneut zu verfassen. Bis denn … Eure Schandale oder Euer OlliP2K
Au, das tut mir leid. Das kenne ich! Ist mir auch schon passiert und ich hatte mir immer vorgenommen, nie wieder einfach im Browser Kommentare zu schreiben. Jedenfalls keine längeren. Dann lieber im Editor und dann per Copy&Paste eintragen. aber ich halte mich selbst nicht dran, auch ich habe meinen langen Erguss im Browser geschrieben und hätte ihn wohl so auch nie wieder hinbekommen. Das sind echt herbe Verluste. Ich hoffe trotzdem, dass Du Dich nochmal „aufraffen“ kannst und von Neuem beginnst
Liebe Grüße, Hartmut
[...] Die Illusion der Illusionen Nur wenige Bogger die nicht mit rein persönlichen Zielen bloggen kennen die Reichweite, die Kraft und Herllichkeit Ihrer Mitteilungen. Verbreitete Hilfsmittel und Dienste für Blogger helfen ihnen beim Aufrechterhalten dieser Illusion. Ein hohes Technorati-Ranking ist ein Maßstab für die Verlinkung, und sagt sehr viel über die investierte Leistung als Blogger bzw. Webmaster aus. Die typischen Absichten des Verfassers sind hier klar erkennbar. Also, wer sich anstrengt und noch nie dagewesene Artikel verfasst (das ich nicht lache), der bekommt auch viele Links auf seinen Blog. Aber auch hier sind diese Links nur als imaginäre Illusion zu verwerfen, wenn kräftig Spam aussortiert wird. Nur mit Fleiß wird der Traum wahr, und wird nicht die Illusion der Illusionen. inspired by Medioman.de: Nachteile des Bloggens [...]
Einfach, bevor man den Text abschickt, einmal alles markieren und in die Zwischenablage kopieren. So ist man zwar nicht gegen Computerausfälle, aber gegen Browserausfälle gewappnet.
[...] es ist noch lange nicht aller Tage Abend. Auch wenn das Bloggen Nachteile haben kann, bloggt was das Zeug hält, Euer ergebener Blog-Leser! SHARETHIS.addEntry({ [...]
oh oh … sry hartmut, kannst du meine trackbacks löschen, die hat wordpress automatisch erstellt. das sieht ein wenig unschön hier aus. diesen kommentare kannste dann auch gleich rauslöschen, da er nciht zum thema passt.
kannst auch evtl. mal schauen, ob du evtl. tracksbacks und kommentare gesondert auflisten kannst. ich könnte dir auch meine wp-comment-datei von tips-kostenlos.de zusenden, braucht aber das js-framework jquery, denke ich. dabei erinne ich dich gleich an deinen footer. da wolltest du noch eine widget-area einbauen
… so nun hau ich mich ersma hinne. guts nächtle!
@Schandale: Na dann wollen wir uns mal ans Chaos beseitigen machen
Einen Trackback lasse ich stehen, da Du Deine 4 Artikel ja selbst untereinander verlinkt hast, wird der geneigte Leser ja den Rest selbst bei Dir herausfinden. So ganz verstehen, warum Du das nicht bei Dir in einen Artikel verpackt hast, verstehe ich aber nicht.
Deine comments.php würde mich schon interessieren. So wie ich das sehe, hast du die Kommentare und Trackbacks mit Tabs voneinander getrennt. Irgendwie wollte ich das schon seit Ewigkeiten hier machen, auch auf der Seitenleiste, aber ich komme ja zu nix
Der Frank hatte die Einbindung von jquery-Tabs ja vor ein paar Monaten recht anschaulich erklärt und seither schiebe ich das vor mir her.
Genauso wie das Projekt da unten im Footer, aber so eilig ist das ja nicht, solange ich hin und wieder von aufmerksamen Lesern/innen daran erinnert werde :lol:
Ich übrigens eine interssante Aktion zu dem Thema, das ich vorhin angesprochen habe, gefunden: http://www.monsterdoc.de/2009/fight-for-more-own-content-in-blogs/
Gut dargestellte Abhandlung, und wirklich wahr. Dennoch motiviert sie mich weiterzubloggen. Die positiven Aspekte scheinen also trotz allem zu überwiegen …
@Chefarzt: Natürlich überwiegen die positiven Aspekte. Ich möchte ohne mein persönliches Tagebuch, ohne die Möglichkeit mit anderen Menschen in diesem wunderbaren Netzwerk zu interagieren und der Idee, des offenen Gedankenaustausches gar nicht mehr leben
An sich n cooler post, aber kannst beim nächsten mal n bisschen detailierter sein?
… leider bin ich bei den genannten Nachteilen an die gern verdrängte Wahrheit gestoßen, dass diese Bloggerei und das Surfen im Netz sehr nachteilig für mich ist… kranke Tendenzen sind verstärkt. So jetzt muss ich raus….
@Henry K.: Klingt ja wirklich nicht unbedingt positiv. Auch, wenn Dein Kommentar schon ein Weilchen her ist, würden mich die Hintergründe von Dir schon interessieren. Wenn nicht hier im Blog, dann vielleicht über E-Mail? → habir@web.de
naja, durchs netz surfen ist nicht das richtige wenn man depressionen, übergewicht und schlafstörungen hat… ganz einfach eigentlich. und wenn man dann blog.fefe.de, telepolis, genderama, etcetera nebst sämtlicher links liest, da kommt alles LEBEN zu kurz.
euch alles gute. ciao
mein Bruder sandt mir eine email mit einem thematisch passenden Jamiri-Bild:
http://www.spiegel.de/img/0,1020,1554496,00.jpg
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übrigens: die links neben “ Alle HTML-Tags sind erlaubt!
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