Basteleien

Hartmut 16. September 2008 um 18:09 Uhr

Ich habe mich die letzten Tage ein wenig rar gemacht, weil ich mich konkret mal wieder mit der Seite „redhotwheels„  befassen durfte, die ich jetzt doch komplett auf WordPress umgestellt habe (nennt man wohl „relaunch“).
Momentan ist diese gewollt sehr minimalistisch gestaltet.
Für mich war wichtig, einfach nochmal alle Vorzüge, die WordPress als ein reines CMS bietet, kennenzulernen und irgendwann ein echtes eigenes Theme zu erstellen.

Da mein Kunde auch einen Shop haben möchte, musste ich den Markt an Plugins sondieren und meine Wahl fiel auf YAK.
So großartig kann ich zu diesem Shop-System noch nichts sagen. Ich habe erst ein paar Konfigurations-Schritte, die auf der Homepage beschrieben sind, ausgeführt.

Woran ich mich wieder einmal erinnern musste, nachdem ich schon bei den einfachsten Einstellungen mit einem Server-Error „beglückt“ wurde, ist ein Eintrag in der .htaccess (zumindest bei einem Server, der von 1&1 gehostet wird).
Nämlich: WordPress und damit auch alle Plugins von PHP4 auf PHP5 umzustellen!
[sourcecode language='html']AddType x-mapp-php5 .php[/sourcecode]

Da durch ein Shop-System einige Unterseiten erstellt werden müssen (Warenkorb, Kasse, Bestätigung usw.), diese aber nicht unbedingt in der Seitennavigation erscheinen sollen, musste ich mich noch einmal mit dem Aufbau einer Seitenstruktur unter WordPress beschäftigen.
Der Artikel von Frank hat hier für diesen Blog zwar einiges gebracht, reicht mir aber für die redhotwheels-Seite nicht und ich bin einen anderen Weg gegangen, um explizit Seiten von der Navigation auszuschließen. Mein Eintrag in der header.php sieht jetzt folgendermaßen aus:
[sourcecode language='php']

if($post->post_parent) {
$submenu = wp_list_pages(‘sort_column=menu_order&title_li=&child_of=‘.$post‑>post_parent.‘&echo=0&exclude=40,44′);
}
else {
$submenu = wp_list_pages(‘sort_column=menu_order&title_li=&child_of=‘.$post‑>ID.‘&echo=0&exclude=40,44′);
}
if ($submenu) { ?>


[/sourcecode]
Ob das jetzt der Weisheit letzter Schluss ist, weiß ich noch nicht, aber so funktioniert es erstmal, um die Unterseiten mit exlude und ohne Plugin nicht darzustellen.

Im Artikel Alles beim Alten Ⅴ schrieb ich etwas zum Caching, um WordPress zu beschleunigen. Das mag ja für den Besucher der Webseite gut sein, nicht aber, wenn man konkret an der Webseite „bastelt“.
Eine tolle Lösung fand ich hier.
Kurz gesagt, wird beim Aufruf der CSS-Datei noch ein Timestamp (ein letzter Zugriff) an die Datei gehängt. Wurde diese zwischenzeitlich geändert, wird sie nicht aus dem Zwischenspeicher geladen, sondern aus dem Themes-Ordner.
Ganz simpel habe ich in meine functions.php (wp-content/themes/xxx/) eingetragen:
[sourcecode language='php']function css_timestamp() {
$pieces = explode(“wp-content“, get_bloginfo(‘stylesheet_url‘));
return get_bloginfo(‘stylesheet_url‘) . „?“ . filemtime(ABSPATH . „/wp-content“ . $pieces[1]);
}[/sourcecode]
Der Aufruf der Funktion erfolgt dann in der header.php, dort, wo die CSS-Datei geladen werden soll:
[sourcecode language='php'] Insights.
Dieses integriert sich in den Editor von WordPress und man kann direkt beim Schreiben eines Artikels nach bereits vorhandenen Blog-Beiträgen (intern) oder Bildern (intern und extern), Videos (YouTube), Wikipedia-Artikeln, Google/Google-Maps (extern) suchen, ohne sein Geschreibsel unterbrechen zu müssen.
Ich finde das ist eine Innovation des Monats/Jahres!
Wer gerne Wikipedia-Artikel einfügt und möchte, dass auf der deutschen Wikipedia-Seite gesucht und verlinkt werden soll, muss direkt in den Code  der Datei insights/insights-ajax.php und insights/js/insights.js gehen und nach „http://en.wikipedia.org“ suchen und diesen durch http://de.wikipedia.org ersetzen.
Wem das zu kompliziert ist, dem schicke ich gerne das geänderte Plugin zu.

Ich bin noch lange nicht fertig, ich wollte mich nur mal kurz melden. Auch, wenn es nicht unbedingt die Intention dieses Blogs ist, hier über „Programmierarbeiten“ zu berichten, so sind das eben die letzten „spannenden“ 24 Stunden meines Lebens.
Außer, dass ich nebenbei dem Bassisten der Band noch „per Telefon“ gefühlte 100 Stunden beiwohnen durfte, wie er seine neue Festplatte in den PC einbaute, seine alten Daten rettete, Windows XP neu installierte und ich erklären musste, wie er und seine Freundin sich ab sofort getrennt mit Benutzerkonten ihre E-Mails mit Thunderbird abholen können.

Ganz nebenbei ist meine Freundin muffig mit mir, weil ich nicht beim Abrupfen der Kinderzimmertapete behilflich bin.
Ich befürchte aber, dass ich die nächsten Tage mit dem Tapeziertisch vorbeikommen muss und mich nicht mehr lange vor der Renovierung drücken kann.

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6 Kommentare zu “Basteleien”

  1.  unkown am 16. September 2008 um 23:47 Uhr

    hi,
    warum verbeisst du dich so an wordpress?
    dachte du hast die weiterbildung zum it-sklaven gemacht, dann solltest du das auch nutzen und keinen lerntechnischen stillstand mit fertigsoftware ausrufen! code es selbst! fängt bei einem blog an und hört beim shop auf… es gibt keine bessere methode, um sein wissen zu erweitern und am ende stolz auf das fertige „etwas“ zu schauen!

    wenn ich dein code-snippet sehe, läuft es mir kalt den rücken runter, da wird fleissig html mit php vermischt und der begriff mvc als unnütze wortschöpfung abgetan :-)
    dafür gibts TEMPLATES, die das ganze schön sauber verpacken und dir zu späterem zeitpunkt das umstellen auf ein anderes layout mehr als vereinfachen…. stichwort „smarty“, schau mal bei google nach….

    wenn du performance haben willst: arbeitsspeicher zum cachen benutzen!!! memcache oder xcache, es gibt nichts besseres/schnelleres! …ob das ******* wordpress das jedoch unterstützt kann ich dir nicht sagen, vermute eher nicht :-)

  2.  Hartmut am 17. September 2008 um 00:49 Uhr

    1. Weil ich faul bin! Ich lerne für mich so nach und nach WordPress kennen und „kapiere“ mich hinein in die Arbeitsweise. Dabei lerne ich, was PHP. JavaScript, Ajax, API und pures HTML/CSS bedeuten!
    2. Meine „Ausbildung/Weiterbildung“ zum IT-Sklaven beinhaltete: 4 Wochen HTML/CSS, 4 Wochen Dreamweaver, 4 Wochen JavaScript, 4 Wochen PHP/MySQL, 4 Wochen Typo3 und 4 Wochen Photoshop! Und das ganze ist gerade 1 Jahr her, seitdem ich überhaupt mit dem Kram anfing!
    Aber, Du hast Recht! Ich habe hier ein tolles Buch vor der Nase – Dreamweaver CS3 von R. Beer u. S. Gailus – welches ich mir aufgrund meiner Faulheit noch immer nicht reingezogen habe. Insgesamt fühle ich mich total unsicher und unbeholfen, wenn ich mich an eine eigene Projektseite heranwage. Viel zu verlockend ist da, sich aus der Vielfalt der bereits vorhandenen CMS eines auszusuchen.
    Aber ich traue mir auch zu, kleinere PHP/SQL-Projekte wie die Filmdatenbank, die zwar noch ein Relikt aus meiner Weiterbildung ist, eigenständig zu programmieren. Auch hier war es aber leider auch so, HTML mit PHP zu „vermischen“. Templates dabei zu „includen“ meinst Du ja sicherlich nicht.
    Mit Smarty kenne ich mich absolut nicht aus. Ich hatte mal ein CMS zum Testen eingerichtet, aber hatte wohl nicht die Geduld. Gleichzeitig habe ich mich aber auch mit reichlich anderen Frameworks auseinander gesetzt. Ob RubyOnRails, CakePHP, Zend oder Symfony. Letztlich sind das alles noch für mich böhmische Dörfer, auch und besonders, wenn ich mir immer wieder durchlese, was für einen Vorteil das eine oder andere hat. 3. Ich bitte Dich einfach, mir die Zeit zu geben, mich jeden Tag einfach ein wenig näher heranzuwagen. WordPress besteht auch nur aus Templates, PHP und Datenbank.
    Denk mal drüber nach. Letztlich ist es doch wirklich egal, auf welchem CMS eine Webseite läuft oder ob sie selbst „programmiert“ wurde. Das Rad muss nicht mehr neu erfunden werden. Ich lese auch nicht auf jeder Webseite den Quellcode. Funktionieren muss es und halbwegs flott sein – für den Endbenutzer und halbwegs plausibel oder einfach zu bedienen muss es für den sein, der im Backend arbeitet. 4. Wie ich bereits erwähnte, habe ich keinen Zugriff auf den Server, auf dem der Blog hier läuft. Reiner FTP-Zugriff. Keine Shell, kein Telnet. Ich kann keine Tools installieren, genausowenig kann ich die Speicherkapazität und den Ram erhöhen. Ich habe fest zugewiesen eine SQL-Datenbank mit 100 MB und eine Speicherkapazität von 1 GB. Ich kann hier also nur „betriebsintern“ an der Performance arbeiten, also z.B. serverlastige und datanbankintensive Zugriffe minimieren. Z.B. mit einem Cache. 5. Ich finde es toll, wenn Du hier kommentierst und ich finde mich toll, dass ich überhaupt schreibe und mich soweit wage, mich in dieser Thematik zu reiben. Vermiese mir das nicht. Hilf mir, gib mir Ratschläge, so wie du es ja jetzt tust!
    Von meiner Seite bekommst Du das Versprechen, dass ich nicht locker lasse und lernen werde. Und auch über den Tellerrand „Wordpress“ hinausschaue!

  3.  Alister Cameron // Blogologist am 17. September 2008 um 03:16 Uhr

    Vielen Dank für deinen Link, Hartmutt.

    Ich kann jetzt fast nicht mehr auf Deutsch schreiben… seit 30 Jahre daß ich zu Grundschule in Deutschland ging…
     – Alister

  4.  Hartmut am 17. September 2008 um 03:40 Uhr

    Danke Alister!
    Und Danke an Frank, der den Code für Dein Plugin optimiert hat :-)

    Nice Work! All together!
    Regards, Hartmut

  5.  unknown am 17. September 2008 um 10:30 Uhr

    lass dir dein werkeln von mir nicht schlecht reden… jeder fängt mal „klein“ an, das ist mir ja vollkommen bewusst.
    sieh mich als „zynische stimme aus dem off“ ;-)
    ich wollte nicht kritisieren, sondern lediglich darauf hinweisen, dass du evtl. andere wege ausprobieren solltest (und dreamweaver wäre leider der falsche)……
    natürlich ist es für den endanwender vollkommen egal, was da im hintergrund läuft… aber für DICH als programmierer ist es wichtig, dass du eine solide und flexible grundlage hast, die du komplett verstehst und unter kontrolle hast…. nur dann kannst du wirklich effektiv arbeiten….
    ist ein langer langer langer weg…. musst nur dranbleiben :-)

  6.  Hartmut am 17. September 2008 um 11:15 Uhr

    Ich danke Dir :-) !
    Ich würde Dich zwar gerne als „produktive Stimme aus dem on“ ;-) sehen, aber wenn nicht mehr geht, dann ist das okay.
    Ich verspreche Dir, in jedem Falle am Ball zu bleiben, weiter zu lernen und meine Ergüsse hier zu publizieren, damit Du und Andere sich bereichern können.
    Darum geht es doch letztlich. Google & Microsoft sind die „Verdiener“ und wir sind die „Macher“. Die zählen Geld und wir haben Spaß! Die haben die Macht und wir teilen miteinander :-)
    Halleluja!

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