Strom, Gas, Internet, Telefon und TV

Hartmut 20. November 2008 um 03:11 Uhr

Internet

Klar, fange ich damit an. Jeder hat es schon bemerkt und einige freundliche E-Mails haben mich schon erreicht, die mich darauf hinweisen, dass die Webseite schon unerträglich langsam ist.
Das liegt nicht an mir und derzeitiger Stand der Technik ist, dass auch mein Provider oder Webhoster im Trüben fischt. Deshalb nenne ich auch den Namen noch nicht.

Es sieht halt so aus, dass die Daten aus der Datenbank nicht sofort ausgeliefert werden. Diese Datenbank selbst ist völlig in Ordnung. Gestern ließ mein Provider zwei Benchmark‑ und Analyse-Tools laufen und fand den Fehler nicht. Das sind zwei Sachen, die Mitarbeiter des Call-Centers direkt ausführen können.
Wenn das nichts hilft, wird das an die interne Abteilung weitergeleitet, die direkten Zugang auf den Server hat, um nach weiteren Fehlern zu suchen.

Das ist Stand der Dinge und ich kann nur hoffen, dass die, die den Blog gerne per Feed oder persönlich besuchen, noch ein wenig Geduld haben und wir gemeinsam diese harte, lähmende Zeit durchstehen.

Strom und Gas

Jetzt wird es schon etwas positiver. Aber nicht gleich :-)
Vorgestern klopft es an meine Wohnungstür und drei Menschen stehen davor. Ein geschmeidiger sehr junger Kerl, noch mit Restpickeln aus seiner Pubertät behaftet, dafür aber adrett in grauem Anzug gekleidet und mit ihm im Schlepptau zwei ältere, freundlich aber unsicher drein blickende Damen, die er mir als seine „Nachwuchskräfte“ vorstellt.

Er sei von € wie Einfach und wolle mich gerne von den Vorzügen seines Versorgungsunternehmens überzeugen. Das brauche er nicht. Ich wäre sofort bereit zu einem Wechsel, wenn sich für mich dadurch ein Vorteil ergeben würde. Natürlich täte es das und so kam es, dass ich immer noch an der Haustür stehend, den Vertrag unterschrieb, um künftig Strom und Gas aus Magdeburg geliefert zu bekommen.

Als er weg war, blieb und wuchs in mir ein Misstrauen und so glich ich nochmals die Unterlagen des Vertrages mit denen ab, die mir meine bisherigen Versorger, Vattenfall und Bewag in der letzten Abrechnung präsentierten. Es war nicht viel, was ich erkannte, nur sah ich auf den ersten Blick, dass der junge Vertreter statt meiner verbrauchten 3600 kWh 3200 (Strom) und 11000 kWh für 5000 kWh (Gas) hineingeschrieben hatte. Solche Werte würden vermeintlich auch direkt von E wie Einfach übernommen werden und zu einer niedrigeren Einstufung und damit auch zu niedrigeren Abschlagszahlungen führen.
Misstrauisch und um Nachbesserung bemüht, rief ich also bei E wie Einfach an und fragte nach: Heraus kam, dass nicht nur fehlerhafte Werte zu Grunde gelegt werden sollten, sondern auch der wesentlich teurere Öko-Tarif von mir gebucht wurde. Das hätte bei der Endabrechnung schwer geknallt und eine fette Nachzahlung zur Folge gehabt. Unser junger Vertreter aber wäre mit seiner Provision längst über den Berg.
Die freundliche Dame am anderen Ende regte sich fürchterlich auf und riet mir, sofort  beide Verträge per E-Mail zu widerrufen.

Jetzt war mein Kämpferherz geweckt und ich rief zunächst meinen Stromanbieter „Vattenfall“ später auch den für Gas „Bewag“ an, um mich mal nach einem möglichen Tarifwechsel zu erkundigen. Und siehe da, es gibt bei beiden einen wesentlich günstigeren sogenannten Online-Tarif.
Beim Strom sinkt nun z.B. meine Grundgebühr von 5,90 € auf 5,60€/Monat und die Kilowattstunde von 18,67 Cent auf 17,84 Cent. Zudem erhalte ich 60 € Dankesprämie auf meine nächste Rechnung gutgeschrieben. Beim Gas ist der Effekt ebenso deutlich.

TV/Kabel

Da ich von meinen Einsparungen derart begeistert war, erinnerte ich mich, dass mein Kabelbetreiber die Gebühren im Sepember auf satte 20 € pro Monat angehoben hatte. Nee, Leute, da ist nix digitales TV enthalten. Einfach nur normales Kabel-TV!
Also, rief ich da auch noch an und sagte, dass ich diesen Preis einfach nicht zahlen kann, weil ich Empfänger von Arbeitslosengeld Ⅱ sei. Ich müsse wohl auf DVB-T umsteigen, sagte ich weinerlich.
Ohne zu zögern und ohne einen Nachweis von mir zu verlangen, sagte man mir zu, dass ich ab sofort nur 10 € bezahlen müsse, um weiterhin Kunde des freundlichen Dienstleisters zu bleiben. Na, wer sagt’s denn. Probieren geht über studieren!

Telefon/DSL

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an meine vor kurzem zu Ende gegangene Odyssee der verlustig gegangenen Telefon und DSL-Leitung.
Was blieb, war ja nach der „Reparatur“-Leistung, die ja letztlich darin endete, dass ich eine neue Hardware zugesandt bekam, sowohl die Beschwerde über den untätigen Telekom-Techniker und vor Allem die Erstattung der Grundgebühr während der Ausfallzeit und die Erstattung der während dieser Zeit entstandenen Telefongebühren auf der teuren Hotline.
Was die Beschwerde betrifft, bekam ich tatsächlich eine Rückmeldung von der sog. Eskalationsabteilung, die mir kurz und knapp mitteilte, dass man sich der „Sache intern angenommen habe“. Ich bin weder nachtragend noch interessiert es mich jetzt im nachhinein, ob der Techniker dort nun abgemahnt, gefeuert oder als Mitarbeiter des Monats ausgezeichnet wurde.
Die Erstattung der Grundgebühr war dann ein Leichtes. Ein Anruf, kurze Schilderung und Nennung des Zeitraumes und 3 Tage später der Brief, dass man mir großzügig für einen Monat keine Kosten berechnet. Die Erstattung der Telefonkosten ist noch nicht völlig abgeschlossen, denn die musste ich per E-Mail an das „Billing“-Team absetzen.
Für den Monat Oktober ist der Fall abgeschlossen, für November muss ich auf die Rechnungsdaten warten und kann mich erst danach wieder an diese Leute wenden.

Resümee

Servicewüste Deutschland fällt mir dazu als erstes ein. Teure Hotlines, z.T. inkompetente Mitarbeiter und das Fehlen eines zuständigen „Helfers“.
Stattdessen Call-Center, wo anonyme Menschen zwar freundlich Vermerke schreiben, aber denen es im Prinzip egal ist, ob Hilfe geleistet wird. Schade, dass diese Menschen nicht in den Ablaufprozess bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts gebunden sind. Das würde auch ihre Unternehmenszugehörigkeit stärken.
Stattdessen gibt es fiese Worte wie „dann suchen sie sich doch einen anderen Provider“ oder es wird, wenn es zu kompliziert wird, einfach der Hörer aufgelegt.
Die Krönung ist dann noch, dass mich dann auch noch das Unternehmen per E-Mail befragt, wie ich denn zufrieden sei mit dem jeweiligen Mitarbeiter. Wozu? Der kann noch so nett und beflissen gearbeitet haben, wenn das Unternehmen in seinem Rücken nur Scheiße baut oder nicht aus dem Arsch kommt.
Da kommt keine gute Note nur für das Bemühen heraus. Ein Arbeitszeugnis, in dem steht, „er zeigte großes Bemühen, aber was er anpackte führte zu nichts“, ist wohl unterste Schublade für einen potentiellen Arbeitgeber, aber was soll ich anderes beurteilen?

Wie dem auch sei. Ich habe fertig und hoffe, dass es noch ein paar liebe Stammleser gibt, die mir die Daumen drücken und durchhalten, bis die Webseite hoffentlich wieder zügig geladen wird.

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3 Kommentare zu “Strom, Gas, Internet, Telefon und TV”

  1.  Nico am 20. November 2008 um 07:51 Uhr

    Hallo Hartmut,

    bist Du sicher, dass die Kilowattstunde Strom in diesem Tarif von Vattenfall nur 6,724 Cent kostet? Normal wären 17,84 Cent.

    Gruß

  2.  Hartmut am 20. November 2008 um 09:02 Uhr

    Ja, Nico, Du hast Recht :-)
    Falsche Zeile, das ist die Kilowattstunde von Bewag-Online, also meinem neuen Gas-Tarifs

    Danke für den Hinweis!

    P.S. – Ich ändere das mal auch oben im Text, damit es nicht wie ein Lockruf zu meiner Webseite aussieht :-)

  3.  HiPPiE am 28. Mai 2009 um 16:32 Uhr

    Na die E WIE EINFACH Heinis sind inzwischen auch in Kreuzberg angekommen.
    Aber eigentlich ‚ne gute Erinnerung ‚mal wieder nach seinem Stromtarif zu schauen.

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