Doch ein Fazit!
Hartmut 3. Januar 2008 um 00:01 Uhr
Solche Texte, wie dieser vorhergehende stören mich empfindlich in meiner Ruhe und Konzentration!
Derzeit lese ich keine tollen Bücher von Thomas Mann oder Günter Grass, ich lese PHP, JavaScript, Dreamweaver, bastle ein wenig an meiner Filmdatenbank, konzentriere mich auf Ideen zum Web 2.0 und hasse es, wenn ich mich wegen pseudo-neurotischer Bewusstseinsstörungen oder komplexer minderwertigkeits bedingter Syndrome meiner mich umgebenden Mitmenschen, die von vorn herein über meine Intentionen der letzten 4 und der kommenden 5 Monate nun rechtfertigen muss, weil sie sich zurückgesetzt fühlen, weil sie nicht wissen, sich zu beschäftigen, nur weil ihnen scheinbar die Ideen ausgehen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, an ihren eigenen Profilen zu feilen, sich zu entwickeln, ob beruflich oder persönlich.
Ich mag für einige meiner Mitmenschen existenziell von Bedeutung sein, aber auf Dauer werden sie nur den für sie so wichtigen Umgang mit mir behalten, wenn sie mich nicht meiner Konzentration, meiner Kreativität berauben sondern sich mit in einem Gestaltungsprozess engagieren, der nicht ihr Nachteil ist.
Ich bin kein Feind, ich bin vielleicht ein Antreiber, einer, der sich um Entwicklung bemüht, der sich anstrengt, sich nicht ausruht, der immer nur Entwicklung möchte, der sich nicht vor Arbeit scheut und das auch ein wenig von seinem nächsten wünscht.
Nicht die gesamte Menschheit, nur meine Freundschaften, sollten sich meines Wunsches, nach der Lust, mich zu entfalten, für ein – meinetwegen unbestimmtes – Ziel den Arsch aufzureissen, mitziehen. Wer mir nicht dauerhaft folgen mag, dem kann ich nicht immer helfen. Ich will lernen, ich bin bereit zu ackern, ich vertrete meine Meinung und ich kämpfe für das, wofür ich eintrete.
Leider, leider, leider, ich weiß, das kann oft nicht akzeptiert werden, ich selbst kann es nicht, weil ich so oft, so unbestimmt bin, so beeinflussbar, so ziellos.
Ich habe keinen Glauben, kein Wissen, keine Ahnung und doch werde ich gehört, werde sogar als lehrender, als der, der sein Wissen anderen weitergeben soll, benutzt und wenn das dann zur „Abrechnung“ kommt, bin ich bescheiden, vergesse mich, freue mich für den, der Lorbeeren erntet.
Schade wäre es, wenn dieser Blog für mich nicht mehr existierte. Ich würde es vermissen, zu schreiben, wie es mir in meine Fingerspitzen kommt, ich würde den Zustand des Schreibens, der Konzentration, Worte zu Sätzen zu formen und eine Aussage zu formulieren, vermissen.
Lasse mir jetzt drohen, mich möglicherweise mit einstweiligen Verfügungen oder früheren Einträgen in diesem Blog Angst machen und doch will ich schreiben, werde schreiben und werde ackern, für meine kleine popelige Filmdatenbank genauso wie für die Entwicklung des Internet, Ajax, Json, Ruby, PHP.
Lesen, lernen, Familie, Freunde, Computer, Kinder, Hausarbeit, Broterwerb, Kampf für Gerechtigkeit, Glaube, Liebe, Eintracht, Programmierung, ein wenig Schlaf, essen und manchmal einfach leben.
Zeitmanagement und der Glaube an die Berufung, nicht sich selbst durch Drogen und Selbsthass ausbremsen, mit sich selbst ins Reine kommen und dafür eintreten, was man im Augenblick tut, warum nicht, das klappt .. und mal ehrlich, die Kunst, „NEIN“ zu sagen, das möge nicht nur für einen selbst oder für die Freunde und Familie gelten. Sie gilt für MICH und DICH und das akzeptieren gehört ebenso dazu.
Psychologie, Philosophie, Selbsterkenntnis, sich selbst finden, in sich ruhen, nicht die Fehler des anderen anzuprangern sondern die eigenen zu erkennen, all das sind wichtige Schritte in unserem kurzen Menschenleben.
Wir wollen was schaffen, erreichen und (uns) unsterblich machen, wieder ackern oder Kinder zeugen.
Erziehung, Formung und wieder Akzeptanz, wenn sich ein neues Individuum in dieser Welt findet, wenn sich ein Charakter kristallisiert, wenn es anfängt zu denken, wenn es sich eine eigene Meinung bildet, wenn es unsere eigenen Grundsätze in Frage stellt, wenn es sich löst und sein eigenes Leben lebt. Was tun?
Alles kostet Kraft, alles kostet Energien, Lebensenergien, erschöpfliche Ressourcen, die Angst ist da, was hinterlasse ich, wie bleibe ich selbst am Leben, wie kann ich mich unsterblich machen, wenn meine eigenen Kinder sich von mir abwenden, mich vergessen wollen?
Du bist für das verantwortlich für das, was du tust, du schaffst und machst und hinterlässt eine Spur auf dieser Welt, auch darüber schrieb ich in diesem Blog, Du beeinflusst in jedem Handeln und Tun Deine Umwelt, der Butterfly Effect, wie ich einmal schrieb. Aktion und Reaktion.
Was ich hier schreibe ist keine hohle Aufzählung von Schlagworten, ich habe keine Lust, jeden einzelnen Link in diesem Blog herauszusuchen, aber ich schrieb über alles, was ich hier gesagt habe. Ich stehe zu dem, was da nieder geschrieben wurde und ich bin sogar Stolz auf das, was da in diesem Blog steht.
Es funktioniert nur über die Suche oder die Sitemap, meine Artikel und vor allem meine Gedanken nach zu vollziehen.
Ich drohte das bereits an, ich werde meine Texte irgendwie noch deutlicher kennzeichnen, besonders die, die mir wichtig waren, um mich oder andere aufzurütteln, ihnen oder mir neue Erkenntnisse zu bringen oder Dir und Mir das noch einmal vor Augen zu führen, was ich/Du schon immer wusstest.
Ich liebe den Medioman, ich liebe es zu schreiben und ich liebe es, wenn ich jemanden erreiche.
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, steter Tropfen höhlt den Stein, was lange wärt, wird gut, kommt Zeit, kommt Rat, (kommt Attentat), Gottes Mühlen mahlen langsam, aber stetig, Gut Ding will Weile haben
– WOW! Allein die Erkenntnis, wieviel Sprichworte uns zur Geduld mahnen, sind es ja wert, bis zum Ende gelesen zu haben :-)
Danke und bis bald!
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