Wir bauen ein Zelt
Hartmut 19. April 2008 um 01:04 Uhr
- Klar zu seinen Entscheidungen zu stehen,
- sich abzugrenzen
- und einfach manchmal etwas verrückt zu sein
- sich aber letztlich zu seinen Idealen zu bekennen
- ein Individualist zu sein
Das ist eine einfache Formel für ein glückliches Leben, besonders, wenn man Erfolg damit hat.
Wenn man dann noch die Kraft entwickelt, trotz aller Abgrenzung zu anderen Individuen
- akzeptiert zu werden
- zu spüren UND
- zu sehen, wie andere einem den Erfolg nicht neiden sondern zur Kenntnis zu nehmen oder gar sich zu freuen, dass sie
- Deine Meinung
- Deine Taten
- Deine Worte
- Dein Selbst
- eine Meinung,
- für einen Glauben
- für eine politische
- oder persönliche Ausrichtung
- zu entscheiden
- zu engagieren
- zu fühlen
- zu respektieren UND
- Dich zu nehmen
- so wie Du bist
- ohne Dich gleich in Stücke zu reißen
- dann ist es ein tolles Gefühl.
Du bist ein glücklicher Mensch.
Ich bin hier nicht bei Deutschland sucht den Superstar, ich bin bei mir und versuche hier in diesem Artikel zu bleiben.
Als Vorwarnung: Es wird ein langer!
Wie erleben das oft, ich erlebe es oft und trotzdem wirft es mich immer wieder nach unten, nämlich, wenn ich Misserfolge erleide.
Jetzt haben wir zwei Absätze und leben in getrennten Welten. Im Erfolg und in dem Leid.
Unserem narzisstischen Leid.
Nach der Suche nach Liebe und Anerkennung.
Sich/Mich klar abzugrenzen, das ist für mich total wichtig.
Mit jedem Lebensjahr, das ich erreiche, wird es mir wichtiger.
Mich für
- eine Meinung
- einen Glauben
- eine politische oder
- persönliche Ausrichtung
- zu entscheiden
- zu engagieren
- zu fühlen,
wie ich an meiner Abgrenzung zu anderen Meinungen wachse.
Das heißt einfach nicht, dass ich störrisch wie ein Esel werde, sondern
- mit meiner Meinung akzeptiert werde oder mich
- reibe, dass ich
- diskutieren kann
- kritikfähiger werde
- oft und gerne über den Tellerrand schaue oder sogar
- schauen muss, dass es wohl immer Menschen gibt
- die kompetenter sind
- besser recherchiert haben oder
- einfach nur besser formulieren können.
Es ist eine echte Herausforderung
- sich zu informieren
- zu lernen
- sich eine Kompetenz aufzubauen
- sich eine eigene Meinung zu bilden
- zu lernen
- zu wachsen
- zu reden
- in einer Gemeinschaft von Menschen
- zu formulieren
- sich durchzusetzen
- sich zu behaupten
- Und letztlich – die Beratenden, die Hilfesuchenden, die, Dich um Rat fragten
- zu akzeptieren, dass sie ihr eigenes Leben haben!
Wenn ich mich
- nach dem Wohl eines anderen erkundige
- ich sehe, dass jemand Probleme mit sich selbst oder anderen hat
dann bin ich mir doch immer über eines bewusst: Es geht hier nicht um mein Leben
Es geht nicht
- um mein Wohlgefühl und letztlich nicht
- um den Sieg, dass ich einer „verirrten“ Seele auf den rechten Weg geholfen habe.
Hey, ich hab 2 Seelen gerettet, 3 Scheidungen verhindert, 4 Kinder vor Drogen gerettet, 5 Frauen vor dem Suizid bewahrt.
- Wenn ich jemanden berate, dann muss ich mir darüber bewusst sein, dass
- ER (oder SIE) das Individuum ist
- dass Familienblut dicker ist als Wein (Columbo) und
- dass ich mich einfach immer in die Gefahr begebe, letztlich der Buhmann zu sein.
- Wenn ich jemandem helfe, dann nicht um meinen Zweck zu erfüllen, weil er völlig hilflos nach Luft schnappt.
Ich muss immer damit rechnen, dass er aufsteht und meckert.
Ob gerecht oder ungerecht.
- Wenn ich helfe
- bin ich selbstlos
- warte auf nichts
- nicht auf Belohnung
- sondern gehe weiter.
- Suche weder nach dem nächsten „Opfer“, an dem ich mich
- hochziehen kann, noch auf meine eigene Selbstbefriedigung.
- Aber ich stecke deshalb nicht den Kopf in den Sand.
Hier in diesem Blog war ich
- unendlich ehrlich
- habe ich schon oft provoziert
- Stellung genommen, einfach den Mut gehabt, blödsinnige oder wichtige Themen anzusprechen.
Breit gefächert, engstirnig. Lösungsorientiert oder einfach nur verpeilt. Ich stehe zu jedem Beitrag und hinterfrage nicht.
Ich bin nach wie vor der Meinung, klar Stellung zu beziehen.
- DAS ist eine eindeutige Position, an der sich jeder orientieren kann. Kein „wischi waschie“, ich könnte mich ja noch umentscheiden.
- Wenn Du DAS willst, dann mach ich
- DAS, stehe zu 100 % hinter Dir, bis einer kommt, der mich eines besseren belehrt
- Ja, was soll DAS denn? Schafft DAS Vertrauen?
- schafft DAS Vertrauen in Dich selbst
Sich seiner Meinung klar bewusst zu sein, sie zwar nicht auf Teufel komm raus zu verteidigen, manchmal einfach Denkanstöße zu geben, aber letztlich doch zu dem stehen, was man verteidigt.
Werte, Glaube, Tod, Ich sehe auch nicht, dass mich jetzt irgendwo jemand verbiegen will. Ich sehe keinen, der mir seine Meinung aufzwingt und keinen, der mich letztlich mit seiner Meinung eines besseren belehren will, einer, der mir seine Vorstellung eines perfekten Partners (ob Blog‑, Forum‑, Liebes‑ oder Freundes‑) aufdrückt und mich soweit bringt, dass ich heulend und gedemütigt alles tue, was er verlangt.
Geht es jemandem so? Get up! Stand up! Stand up for your right! – Don’t give up the fight!
Ich habe jetzt 3 Beiträge von Marcella (1, 2, 3) gelesen und einfach unkommentiert gelassen. Hinzu kommt die Diskussion zum Todestext.
Alles sehr depressiv, alles so dürstend nach Liebe!
Liebe Marcella, was Du als eine fantastische Gabe bezeichnest, nämlich das Herz auf dem rechten Fleck zu haben, ist leider Fluch und Segen zugleich. So wie Du liebst, so kannst Du auch wüten. So wie Du freundlich, lieb und nett sein kannst, so sehr kannst Du andere verletzen. Und das geschieht oft ganz unerwartet von einer Sekunde zur anderen.
Das schafft nicht unbedingt das Vertrauen, welches du Dir erhoffst. Es fehlt einfach an Konstanz, Klarheit und letztlich an Respekt vor den Gefühlen des Anderen.
Manchmal stampft Du wirklich emotional wie ein Elefant durch den Porzellanladen.
Und ehrlich, liebe Marcella, es kommt auch auf das Ambiente an: In einem Großraumbüro, wo sich über Wochen ein gewisser Zickenterror hinzieht, erwartest Du doch hoffentlich nicht, dass diese „verirrte“ Seele „Hurra“ schreit, wenn du sie zwischen Raucherpause und Anwesenheitsliste „betreust“?
Ich weiß, ich kann ja spiegeln. Das obige trifft sicherlich auch auf mich zu, mit dem feinen Unterschied, dass Du mir Unsensibilität vorwirfst und ich Dir halt jetzt deine Sensibilität.
Zum Titel:
Ein Zelt ist eines, welches uns versteckt, dort, wo wir uns wohl fühlen, uns auskennen, in dem beengtem Raum. Ich möchte hier nicht raus, ich mag mein Zelt, meinen Schutz!
Genau dieser Schutz ist es, der uns umgibt, ein Selbstschutz, ein Deckmantel unserer Seele. In unserem Zelt wollen wir so vieles.
Wir sind stark, Retter, Erkenner, strotzen unseren Feinden, unserer Ängste, unserer Seele, unseren Träumen.
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