Das Tischgebet
Hartmut 11. Juli 2007 um 00:07 Uhr
Vorher:
Komm Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was Du uns (aus Gnaden) bescheret hast.
Amen
Nachher:
Habe Dank, Herr Jesu Christ, dass Du unser Gast gewesen bist.
Amen
Ich bin kein gläubiger Christ und doch weiß ich wieder das Tischgebet zu schätzen. Ein kurzes in sich gehen. Das Würdigen von Speis und Trank.
Aber das ist es nicht nur. Es ist ein Ritual, an das sich eine Familie gewöhnt, das sie liebt und braucht. Es mag keiner verpassen, möchte dabei sein, wenn man sich wenigstens zu einer Mahlzeit am Tage gemeinsam zusammen setzt. Gemeinsamkeit und Verbundenheit, das ist es, was ich beim Sprechen der Worte empfinde. Eine Familie, sei sie noch so zerstritten, würdigt diesen Moment, kehrt in sich und redet in einem Guss. Wie schön!
Und wenn dann Jamie noch „Piep, piep, piep, wir ham uns alle lieb, Piep, piep, piep, guten Appetit“ sagt, bin ich noch froher.
Weitere Tischgebete
P.S. Seit dem Live Earth Konzert und vor allem, nachdem ich den Film von Al Gore „Eine unbequeme Wahrheit“ gesehen habe, danke ich auch unserer Erde, dass sie uns ernährt und uns auf ihr Leben lässt. Und ich bete, dass alle Menschen ein wenig nachdenken, wenn sie Ressourcen verbrauchen und ich flehe, dass die Wirtschaft sich endlich darauf besinnt, dass der Preis der Macht und des Geldes der ist, dass nachfolgende Generationen auf einem ausgebeuteten Planeten sitzen, der sich von den Folgen des menschlichen Raubbaus möglicherweise erst in Millionen von Jahren erholen wird.
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