Warum ich nicht mehr blogge
Hartmut 16. März 2008 um 10:03 Uhr
Allein die Überschrift lügt!
Ich blogge, ja, das tue ich. Ich tat das nur die letzte Zeit nicht mehr hier!
Ich habe mir mittlerweile zwei oder drei andere Blogs/News geschaffen, in denen ich meinen Frust, meine berufliche Entwicklung oder was auch immer von der Seele schrieb.
Völlig idiotisch, das denke ich jetzt auch und nach einem sehr angenehmen Gespräch mit Marcella bin ich jetzt motiviert genug, diesem Blog auch meine beruflichen Entwicklungen mitzuteilen.
Meine bisherigen Ergüsse werde ich daher nach und nach unter der Rubrik „berufliches“ hier übertragen – natürlich mit dem Zeitpunkt als ich diese schrieb.
Ich werde jetzt meine täglichen beruflichen Gedanken ab sofort wieder hier rauslassen, auch auf die Gefahr hin, dass mich keiner versteht. Meist wird es jetzt immer (oder derzeit) um meine Domain auf www.habir.de gehen. Dort übertrage ich meine alte Webseite von www.hbirkholz.de auf eine Typo3-Umgebung. All meine Ergüsse, all mein Herzblut stecke ich jetzt in diese Seite Ich experimentiere nach wie vor, ich übe und werde wohl nie fertig. habir.de bedeutet für mich meine eigene Startseite ins Internet, sie soll mich informieren, mich begeistern, ich will dort spielen und arbeiten.
Mein medioman ist und bleibt mein Tagebuch. Hier will ich meine Gedanken niederschreiben. Hier will ich nachlesen, was mich wann beschäftigt hat.
Ich kann das jetzt endlich klar unterscheiden, keine Peinlichkeit gegenüber einem Kunden oder Arbeitgeber, wer hier nicht lesen will, der muss nicht!
Also, ab sofort: Klare Trennung Bloggen hier, programmieren dort. Was ich tat und tue, hier, Informationen, statische Inhalte dort! Klar? Mir noch nicht, aber das wird schon!
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hallo hartmut,
habe diese und deine projektseite ein wenig verfolgt und möchte dir einen tip geben:
versuche berufliches und privates SEHR gut zu trennen! es wirkt absolut unseriös, wenn du auf der einen seite versuchst, webseiten an den mann zu bringen und man gleichzeitig dieses extrem peinliche "ich liebe ihn/ich verlasse sie/ach neee, jetzt doch nicht" in eurem blog hier
finden kann (was meiner meinung nach ganz sicherlich nichts für einen blog ist, aber wenn ihr das unbedingt in aller welt breittreten wollt, bitte).
ferner solltest du dir bei deiner beruflichen seite gedanken über das layout machen. dieses "gelb ist toll und wir rennen jetzt alle ins licht" mag dich emotional ja berühren, aber mit dem layout kannst du keinen ernstgemeinten auftrag an land ziehen. schau dich doch mal bei templatemonster.de oder ähnlichen anbietern um, ob du da nicht was brauchbares findest…. vergiss nicht: die webseite ist dein erstes und wichtigstes aushängeschild! du willst webseiten entwickeln und verkaufen, ergo: deine eigene muss TOP sein, speziell dann wenn du noch keinen etablierten namen hast oder du dich vor aufträgen eh nicht mehr retten kannst
sowas wie "hier ist noch baustelle" oder "ich habe mal dies und jedes versucht" solltest du ebenfalls vermeiden, das ist nicht empfehlenswert…
deine ziele und wo du damit hin möchtest sind (zumindest mir) nicht ganz klar
… aber du solltest dir selber gedanken darüber machen und dann dich selber fragen: passt mein aushängeschild dazu? wen erreiche ich damit und wen spreche ich damit an?
gruß und viel erfolg
(hoffe du bist über die ehrlichen worte nicht böse)
Absolut nicht böse bin ich dir, Mr. Unknown. Du bist endlich mal einer, der mich offen anspricht. Seit September 2007 – länger ist es ja nicht her, mich auf das "Webprogrammieren" eingelassen zu haben, renne ich durch die Gegend und habe keinerlei Anhaltspunkt, wie ich mein Wissen, auf das ich schon sehr stolz bin, an den "Mann" bringen soll.
Klar, jeder verschließt sich, es ist ein harter Konkurrenzkampf um Aufträge, Reputation und Können, keiner gibt gerne etwas von seinem Wissen noch von seiner Persönlichkeit preis.
Wir leben durch das Internet in einer gläsernen Welt und besonders ich, der sich ja hier so freizügig offenbart, bietet jedem potenziellem Kunden oder Arbeitgeber die volle Breitseite meiner täglichen Gedanken.
Ist das nun gut oder schlecht?
Ernsthafte Jobangebote hatte ich noch nicht und ich habe mich auch noch nicht um einen ebensolchen beworben. Was mich und meine Freundin aber ausmacht, ist eine Kompetenz, es ist Ehrlichkeit, Fleiß und Strebsamkeit.
Ich will mich da nicht in den Himmel loben, aber wenn ein Kunde auf der Recherche nach mir auf diesen Blog stößt, dann lernt er mich kennen, mit all meinen Macken, meinem manchmal geistigen Dünnschiss, meiner täglichen Frustration aber/und er sieht auch, das ich etwas auf die Beine gestellt habe und nicht mit meinem "Wissen" blöd auf der Couch warte, bis das Telefon klingelt.
Beim "Design" magst Du Recht haben, ich habe mich im September 2007 vollkomen auf CSS konzentriert, auf Abwärtskompatibilität und sogenanntes barrierefreies Webdesign.
Nach Möglichkeit versuche ich JavaScript und Flash zu vermeiden und konzentriere mich mehr auf den Inhalt der Webseite. Ich habe auch keine "Ansprechpartner" – habe ich nie gehabt, ich habe drauf los programmiert und bin jetzt letztlich zu zwei ‚gelben‘ Designs – möglicherweise meinem späteren Corporate Design gekommen. Gelb ist nun halt die von mir gewählte Farbe. Das Layout – Menüleiste links oder rechts, floatende Container, obere Header, Grafik oder was auch immer, da mangelt es mir – allein aus Zeitgründen – an Inspiration und letztlich an Motivation.
Ich kenne genug "professionelle" Webdesigner, die sich simpel einen Weblog mit WordPress oder schlimmer, weil es Chic ist, Joomla im Standard-Geschäftskundenoutfit installiert haben – oder noch krasser, die eine Raubkopie von Data Beckers Homepage-Baukasten nutzen, um ihre Webseite darzustellen.
Sei es wie es sei, ich habe jedes CSS, jede HTML-Datei, jedes popelige JavaScript-Programm nicht immer selbst entwickelt, aber ich habe es von vorne bis hinten durchgearbeitet, studiert, händisch nachgeschrieben und verstanden, was ich da tat. Noch mehr Wert lege ich jetzt bei meiner neuen Installation in Typo3 Wert auf das "händische". Jede Zeile TypoScript stammt von mir, keine Vorlagen von TemplaVoilà und/oder YAML nutze ich, alles mache ich selbst. Ich jammere auch nicht in Foren, dass dies und jenes nicht klappt sondern finde es selbst heraus und fragt jemand, bin ich immer bereit, mein Wissen mit anderen zu teilen.
Und das ist es: Mir ist der so hart umkämpfte Markt der Webdesigner, der freischaffenden Künstler vollkommen egal, ich biete mein Wissen, meine Kompetenz gerne an und ich bilde mir ein, dass ich im Bereich CSS, HTML. JavaScript und AJAX binnen kürzester Zeit schon ein enormes Wissen erlangt habe, ich habe eine gute Hardware zu Hause und eine treue und liebende Familie im Rücken, ich bin soweit abgesichert, mir geht es gut und ich bin zufrieden und trotzdem hochmotiviert.
Also Mr. Unknown, melde Dich mit einem Namen an oder schreib mich persönlich an, ich bin sowas von offen für Kritik und ich bin noch offener, wenn es darum geht, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen, ich reibe mich gerne und ich vertrage die Kritik, ich stehe zu meinen Fehlern und ich liebe die Herausforderung. Ich jammere nie (lange) und gebe noch weniger auf.
Was entgeht Dir, wenn Du Dich nicht offen oder privat mit mir einlässt!?
mfG Hartmut