Zeitmanagement Ⅲ
Hartmut 4. Juni 2007 um 00:06 Uhr
Mein Leben ist geprägt von Selbstzweifeln, von dunklen Gedanken, Trauer und dem „Denken an sich“. Ich meine, dass es nicht so ist, dass ich denke, sondern dass es denkt. Es denkt einfach, mein Hirn, immer in Bewegung, grübelt, sinniert, zweifelt, hinterfragt, denkt eben einfach.
Denke einfach an etwas Anderes, an etwas Schönes, denke gar nicht, sind lockere Sprüche, die ich mir einfange, wenn es mal wieder so ist.
Mache ich sogar. Ich denke vordergründig an meine nächste Mahlzeit, an meine Freundin, an den nächsten Artikel im Blog. Aber „es“ denkt – unterbewusst – und ich bin hilflos. Dadurch verliere ich viel Zeit. Es vergeht einfach mal eine Stunde oder ein Tag, bis ich oder das ES das Denken sein lasse. Wie gesagt, manchmal ungewollt aber oft sehr bewusst. Ich beschäftige mich mit mir selbst.
Meine Mutter ist da anders. Ihr fällt die Decke auf den Kopf, wenn sie nicht beschäftigt ist. Sie kann Einsamkeit, das Alleinsein mit sich selbst, nicht ertragen. Mit ihren 70 Jahren ist sie noch immer auf Trebe. Sie rennt herum und wenn nichts zu tun ist, dann denkt sie an andere, nie an sich selbst. Ich bin oft der, an den sie sehr oft denkt, mein Nachteil ist das nicht. Aber ich habe deshalb oft ein schlechtes Gewissen.
Langeweile ist das Stichwort.
Langeweile (veraltet auch Zachheit = zähes Wesen, zähe Art) ist ein Gefühl oder eine Emotion. Die Symptome sind Lustlosigkeit, mangelndem Elan und Desinteresse, Suggestion durch das soziale Umfeld. Dies unterscheidet sie von dem einfachen Wahrnehmen des (ereignislosen) Vergehens der Zeit, das ebenfalls mit diesem Wort beschrieben wird.
Interessanter Aspekt, den da Wikipedia bereit hält. Meine Mutter kennt Langeweile, sie flüchtet vor ihr, ich scheue das Alleinsein nicht, aber kenne Langeweile überhaupt nicht!
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ich kenne das gefühl des alleinseins von früher, es kann einen richtig in panik versetzen und wenn dann noch das denken über das alleinsein dazu kommt, ist das chaos im kopf perfekt.
deine mutter tut genau das richtige, indem sie davor flüchtet und sich ablenkt.
ich dagegen habe gegrübelt und bin ins selbstmitleid gefallen. meine flucht vor dem alleinsein bestand aus aufmerksamkeit bei anderen zu suchen. heute verbringe ich meine zeit mit warten und das ist garnicht gut. ich merke wie das warten, meine seele angreift und ich noch keine lösung gefunden habe.
du dagegen liebst das alleinsein und lässt ES denken und dich führen.
jeder hat seine eigene methode, mit seiner zeit umzugehen. nur wie ich im letzten kommentar schon sagte: die zeit selbst, besteht nur im JETZT und nur da muss man lernen seine zeit sinnvoll zu verbringen. denn jeder augenblick ist wichtig, weil der nächste gedanke ist schon wieder das JETZT und der noch eben zuletzt gedachte gedanke, schon der vergangenheit angehört.
grübeln, flüchten vor der langeweile oder ES selbst denken lassen, jeder muss selbst heraus finden, was für einen wichtig ist, im JETZT zustand zu tun. selbst wenn man sich in diesem zustand verliert.