Tilo
marcella 17. August 2007 um 21:08 Uhr
Da ich mit Hartmut vorgestern sehr lange über verzeihen und vertrauen gesprochen habe, gehe ich davon aus, dass du auf Drängen von ihm oder deiner Freundin, erst jetzt den Weg der Entschuldigung gefunden hast. Traurig, da die Tat schon Wochen zurück liegt.
Du entschuldigst dich und gleichzeitig gibst du einen Grund für deine Tat an, über den du aber nicht reden möchtest. Ich kann dir nur sagen, es gibt nichts aber auch gar nichts, was man mit einem Grund entschuldigen könnte für deine Straftat.
Trotzdem habe ich deine Entschuldigung zur Kenntnis genommen und verzeihe dir, aber vertrauen kann ich dir nicht und werde es nie können. Es wird immer eine Angst in mir herrschen, wenn ich weiß, dass du dich bei Hartmut aufhalten wirst und darum appelliere ich an dich als Mensch: „Tue es bitte nie wieder !“
Anscheinend bist du dir noch gar nicht bewusst, was du mit deiner Tat für eine Kettenreaktion ausgelöst hast. Du hast nicht nur bei mir Sorge und Angst um Hartmut erweckt, sondern auch bei seiner besten Freundin, seinem Freund und bei seiner Mutter.
Tilo, ohne überheblich zu wirken, solltest du endlich einmal anfangen, über dich und dein Leben nachzudenken und deinen eigenen Weg finden. Du kannst dich doch nicht zwei Tage und Nächte bei Hartmut einnisten, Augen und Ohren verschließen und darauf warten, dass dein Leben sich von selbst regeln wird. Und solltest du dein Leben nicht alleine in den Griff bekommen, dann rate ich dir, dass du dir professionelle Hilfe suchst.
Ich habe nicht die Absicht dich zu belehren, zu beleidigen oder dich zu verurteilen, sondern in deinem eigenen Interesse, solltest du aufstehen und um dich kämpfen, kein Mensch kann dir dabei helfen, nur du dir selbst.
Lerne dich selbst zu lieben, lerne vor dir selbst Respekt zu haben und vor deinen Mitmenschen, nur so wirst du in deinem Leben vorwärts kommen. Es bringt dir auch gar nichts, dich in deinem Selbstmitleid zu suhlen, damit bleibst du nur in deiner menschlichen Entwicklung stehen und nutze niemals mehr das Vertrauen anderer Menschen aus!
Vielleicht werden wir uns wieder einmal über den Weg laufen, ich werde dich dann als Mensch respektieren, ich werde dir keine Vorwürfe machen, aber mehr kannst du von mir auch nicht erwarten.
Ich wünsche dir vom Herzen alles Liebe, Kraft und Stärke, sodass du deinen persönlichen, liebevollen Lebensweg findest, der nie mehr mit Gewalt, Hass und Angst geebnet sein soll.
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