Grammy 2009
Hartmut 9. Februar 2009 um 05:02 Uhr
Na, das hat sich doch gelohnt, die Nacht durchzumachen!
Ich bin ja nicht so der Fan von diesem Eigenhuldigungen und ewigen Preisverleihungen, aber die Verleihung der Grammy-Awards bieten Live-Acts, die man sonst so nicht oft zu sehen bekommt.
Schon der Opener mit U2, die ihre neue Single “Get on your boots” performten, war geil! Ich mag zwar ihre Musik nicht, aber dafür umso mehr die Texte.
Nach der Verleihung für die beste R’n’B-Platte an Jennifer Hudson (absolut verdient), wurde es richtig heiß:
Justin Timberlake, Al Green und Keith Urban, jammten “Let’s stay together”. Hammer!
Anschließend folgten Auftritte von Coldplay, die mit dem Song “Viva la vida” auch kurze Zeit später den Award für den Song des Jahres und die beste Rock-Platte 2009 abräumten und Carrie Underwood (hart und geil).
Dann folgte ein Auftritt von Kid Rock, der sein “All Summer long” in einem Medley von 3 Songs verpackte und anschließend der gelungene Gig von Miley Cyrus und Taylor Swift mit “15”. Weiter ging es mit einem Auftritt von Jennifer Hudson (You pulled me through), dann performten die Jonas Brother mit dem genialen Stevie Wonder u.a. sein “Superstition”, Katy Perry (“Ⅰ kissed a girl”), Estelle ft. Kanye West (“American Boy”), Kenny Chesney (“Better as a memory”).
Die glanzlose Rapperei der als Rat-Pack und absolute Premiere angekündigten Kanye West, Lil Wayne. Jay-Z und T.I. mit einer lustigen M.I.A. auf einer Bühne mit "Swagga Like Us" lass ich mal unkommentiert, weil danach kam Paul McCartney, der mal kurz mit seinem Klassiker “Ⅰ saw her standing there” den Jungspunden zeigte, wo noch immer der Hammer hängt.
Anschließend folgten der Auftritt von Sugarland mit Stay, die zuvor den Country-Award als Gruppe erhielten und von Adele, die ebenfalls einen Preis als Nachwuchskünstlerin des Jahres einheimste. Das kleine Pummelchen soll wohl die gestrauchelte Amy Winehouse ersetzen, zumindest erinnerte mich der Gesang sehr daran.
Dann schoss die Band Radiohead mit 15 Step ein akustisches Feuerwerk ab, sehr beeindruckend, wie da mehrere Trommler, Posaunen und Hörner den schrägen Gesang harmonierten. Diese Band muss ich mir mal echt gesondert vornehmen, weil ich sie bisher nicht so recht zur Kenntnis nahm.
Zum zweiten Mal an dem Abend erschien Justin Timberlake, der zusammen mit dem Rapper T.I. den Song “Dead and Gone” performte. Da stimmte echt alles. Hier der Ausschnitt:
Dann wurde die Band Four Tops gewürdigt. Schauspieler Jamie Foxx sang gut bei einem Hit-Medley mit, war recht nett, aber kein Highlight.
Es folgte Legende Neil Diamond, der sein Sweet Caroline sang, gut, der Mann ist 68 und versteht sein Handwerk als Entertainer.
Nach einer Würdigung verstorbener Sänger wurde ein wenig Jazz-Gitarren-Gejammt, was ganz gut rüberkam.
Im Anschluß trat Lil Wayne auf, der mit einem geilen Rap der Opfer in New Orleans gedachte. Es gipfelte mit wildem Dixi-Band-Sound. Gleich nach seinem Auftritt wurde noch sein Rap-Album als das des Jahres ausgezeichnet.
Robert Plant und Alison Krauss performten “Rich Girl”. Es war toll, den alten Haudegen wieder zu sehen. Ich war schon immer ein Fan von Led Zeppelin und auch seinen zahlreichen Solo-Projekten. Er bekam den Award für das beste Duett und zum Abschluss auch für das beste Album des Jahres!
Zu guter letzt durfte sich noch einmal Stevie Wonder einen aborgeln, bedarf aber keiner weiteren Erwähnung mehr.
Alles in Allem war das alles eine großartige Show, wie sie wohl nur die Amis abliefern können. Der bunte Mix aus Rock, Pop, Country, Jazz und Rap war schon geil und kreativ. Eben schön bunt und kurzweilig. Immerhin lief das ganze 3 ½ Stunden (mit viel Werbung!).
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