Dümmer geht ümmer

Hartmut 15. Oktober 2009 um 00:10 Uhr

Der, die, das, wieso, weshalb, warum, ein Ⅹ für ein U, was machst Du, bist Du Kuh?
Furze riechen nur, wenn sie geschmacksneutral sind und fehlen tut nur, wer jemals da gewesen ist.

Das Leben leben gehört dazu und am Ende ist das Ende, der Tod womöglich scheint zu letzt!
Nun ist es wohl soweit, ruft er sie mich, was auch ümmer und verkauft mir den die das, geht’s noch schlümmer?

Der, die das was auch ümmer, es blogt, den Artikel, es bleibt dabei, es ist eben seiner, ihrer, seines Blog!

Zufallsauswahl ähnlicher Artikel

Mein schlimmster Tag

Hartmut 14. Oktober 2009 um 01:10 Uhr

Es war alles wie immer…!
Meine Mutter weckte mich wie jeden Morgen um 06:30 Uhr,
um mich fertig für den Kindergarten zu machen…!

Um 07:00 Uhr war ich fertig und ich frühstückte zusammen mit meiner Mama, meinem Bruder und meinem Papa..

Um ca. 07:10 Uhr musste mein Vater auf zur Arbeit..
Doch irgendwas tief in mir sagte mir, ich solle ihn nicht gehen lassen…

Es war mittlerweile schon kurz nach halb 8 und meine Mutter brachte mich zum Kindergarten..
Es war ein Tag wie jeder andere auch..

Als ich im Kindergarten ankam, trafen auch kurz darauf meine Freunde ein..
Wir machten uns sofort auf, um zu spielen..
Wir spielten Fußball, fangen und haben ein wenig rumgebastelt..
Doch immer noch hatte ich dieses Gefühl..

Es wollte einfach nicht von mir gehen!
Kurz darauf kam eine Erzieherin zu mir und fragte mich was los war..
Ich erwiderte und sagte ihr, es sei nichts…
Mein Gefühl wurde immer stärker und stärker..
Was war es nur.. was mich so beunruhigte?..
War es eine Warnung?

Um ca. 13:00 Uhr holte mich meine Mutter wieder vom Kindergarten ab..
Auch sie fragte mich, was mit mir los sei..
Ich wäre so still und verängstigt..
Auch ihr erzählte ich ”Nichts!”

Als wir zu Hause eintrafen, machte meine Mutter uns etwas zu essen bis
es plötzlich bei uns klingelte..
Wer mag es wohl sein?
Mein Gefühl schoss wie eine Pistole auf mich…
Es tat so weh..
Was war es?
Wer war es?
Als mein Mutter die Türe öffnete, standen 2 Polizisten an unserer Türe..
Sie baten meine Mutter und mich ruhig zu bleiben..
Mir wurde plötzlich so kalt…
Und dann geschah es..
Sie erzählten meiner Mutter und mir, dass mein Vater bei einem Arbeitsunfall gestorben war..
Das war es also..
Mein Gefühl…
Ich hätte es jemanden sagen sollen, wie ich mich fühlte..
Vielleicht hätte ich dann noch einen der wichtigsten Personen, die ein Kind zum Leben braucht!


Dank an Fabrizio

Anders

Hartmut 7. Oktober 2009 um 10:10 Uhr

Er merkte schon beim Aufwachen, dass etwas anders war. Er wusste aber nicht was. Wie jeden Morgen stritten die Nachbarn und auch das monotone Surren der Klimaanlage hatte die gleiche Penetranz wie seit Jahren. Trotzdem war etwas anders. Er schaute auf die Uhr. Es war kurz nach Sieben und später als sonst. Er müsse sich beeilen, dachte er. Ein ungutes Gefühl begleitet ihn auf dem Weg ins Bad. Der Blick in den Spiegel. Eigentlich wie immer. Das fahle Gesicht und die dunklen Ränder. Er sah sich in die Augen und sah nichts. Er begann sich zu rasieren und da merkte er es. Das kann nicht sein. Er blieb ruhig. Er tastete noch einmal. Wieder nichts. Kein Zweifel, sein Herz schlug nicht mehr. Er war tot.

Eine gefühlte Ewigkeit verging, dann rasierte er sich weiter. Jetzt nur keine Panik. Einfach weitermachen. Wie immer. Routine. Er verrichtete seine Toilette und setze sich Kaffe auf. Holte die Zeitung aus dem Kasten. Er las zuerst die Todesanzeigen, er war nicht dabei. Hoffnung keimte auf, doch sein Herz blieb stumm. Weitermachen. Er aß wie jeden Morgen ein Honigbrötchen, obwohl es ihm schon lange nicht mehr schmeckte. Er zog sich an und nahm seine Tasche. Arbeiten gehe er trotzdem, sagte er sich. Er verließ das Haus. Es regnete. Auf dem Weg zur Straßenbahn, dieselben Gesichter wie immer. Ob sie wissen, dass er tot ist? Doch keine Reaktion, keine Anteilnahme. Sie haben keine Ahnung. Er war ein wenig erleichtert.

Er erreichte sein Büro im achten Stock des dunkelgrauen Hochhauses. Die Kollegen. Keiner sagte etwas. Ein paar nickten ihm zu und gingen ihres Weges. Der Tag war wie immer. Routine. Er las seine Mails, schrieb verschiedene Memos und ging pünktlich in die Kantine. Es ändert sich nichts, wenn man tot ist. Merkwürdig, dachte er. Am liebsten hätte er die anderen gefragt, ob sie auch tot sind. Aber er traute sich nicht. Sie hätten ihn nicht verstanden.

Er ging nicht direkt heim. Er hatte Angst davor. Sein Herz schlief immer noch. Er lief ziellos durch die Straßen und betrachtete die vorbei laufenden Menschen. Sie waren so normal und er war es nicht mehr. Ihm wurde kalt. Daheim las er seine Post, nichts persönliches. Das Telefon. Er ignorierte es. Der Abend war wie immer. Routine. Er sah fern und dachte nichts mehr. Spät ging er schlafen. Morgen, morgen wolle er wieder leben.

Der Morgen kam nie…


Mit liebem Dank an Dirk

Dies ist Teil 5 von 5 aus der Serie Halloween

Zufallsauswahl ähnlicher Artikel

Facebook-Smileys

Hartmut 30. September 2009 um 15:09 Uhr

Ich bin ja mittlerweile ein heftiger Viel-Chatter auf Facebook und nach und nach erschließen sich mir mehr und mehr Smileys, die man innerhalb des Chats – und leider auch nur dort – und nicht in den E-Mails – nutzen kann.
Diese Liste habe ich dankenswerter Weise von Djod übernommen…

Übrigens Fettdruck bekommt man hin, wenn man die Worte/den Satz zwischen zwei * setzt… Bsp.: *Hallo*

clip_image002 Happy emote: :) oder :-)

clip_image004 Really happy emote: :D oder :-D

clip_image006 Wink emote: ;) oder ;-)

clip_image008 Happy eyes: ^_^

clip_image010 Laughing eyes: >:o

clip_image012 Cat smile: :3

clip_image014 Grumpy: >:-(

clip_image016 Sad: :(or :-(

clip_image018 Crying emote: :’(

clip_image020 Shocked emote: :o oder :-o

clip_image022 Glasses emote: 8) oder 8‑)

clip_image024 Cool shades: 8‑|

clip_image026 Rude: :p oder :-p

clip_image028 Woot?!: O.o

clip_image030 Dork emote: -_‑

clip_image032 Duhhh emote: :/ oder :\

clip_image034 Devil emote: 3:)

clip_image036 Angel emote: O:)

clip_image038 Kiss emote: :-* oder :*

clip_image040 Love emote: <3

clip_image042 Pacman: :v

clip_image044 Robot: :|]

clip_image046 Weird guy’s face: :putnam:

clip_image048 Shark emoticon: (^^^)

clip_image050 Penguin emoticon: <(“)

Verfolge die weitere Diskussion im Forum - (1) Beiträge

Zufallsauswahl ähnlicher Artikel

Einer pro Woche

Hartmut 29. September 2009 um 15:09 Uhr

Ein Artikel pro Woche sollte doch reichen, dachte ich so bei mir. Warum nur schrieb ich noch vor wenigen Wochen manchmal zwei oder drei Artikel an einem Tag. Nun ist es fast diese eine Woche her und plötzlich gibt es Kommentare auf diesen einen letzten Artikel von mir. Nicht irgend welche, sondern eine gute, fruchtbare Diskussion, die da entsteht. Und jäh unterbreche ich sie nun mit einem neuen Beitrag von mir.

Ja, ich bin schreibfaul, ich bin unorientiert, desillusioniert, kaum inspiriert und sowieso war und bin ich wie üblich müde, faul, träge, aber doch selbstständig denkend. Mein Pulver verschieße ich derzeit in den kleinen Mini-Anwendungen auf Facebook, chatte mir meine letzte Lust für schlaue Gedanken aus dem Leib, bin trotzdem oft erheitert und genieße einfach diese virtuelle Aufmerksamkeit!

Ich bin dort ein Star!
Ich sammle deutschsprachige Mitspieler, habe ein neues Forum, weise in die Geheimnisse des Spiels (Mafia Wars) ein und jeder dankt es mir mit lieben Worten: “Wenn Du mal was brauchst…”. “Nein, ich brauche nichts!” Wie auch, ich bin kilometerweit auf einem höheren Level als diese kleinen Emporkömmlinge, die sich tagtäglich an mich wenden und mich um Hilfe anbetteln. Ich sag immer, wie spielen hier Mafia Wars, das ist kein Streichelzoo und hier gibt es nichts zu jammern. Aber ich will nicht über meine derzeitige Leidenschaft sprechen sondern über diesen Blog hier.

Sicherlich ist diese neue verfremdete Art der Aufmerksamkeit Grund dafür, dass ich hier nicht mehr im üblichen Rhythmus schreibe. Ich liebe diesen, meinen Blog, ich gebe ihn nicht her und ganz gewiss lösche ich keinen einzigen Artikel! Ich lese die Kommentare und bin beeindruckt, mein Kumpel Luigi bittet mich, mich wieder der Blogszene zuzuwenden und die liebe Julia meckert (zu Recht), Alice kommentiert verstärkt, gar uralt Freunde wie Thilo und Otto melden sich plötzlich und doch überkommt mich keine Motivation, wieder so zu schreiben, wie ich es einmal tat.

Nein! Ihr nicht, ich seit es nicht, die mich dazu bewegen, überhaupt etwas zu schreiben! Es ist die Statistik!
Der Blog explodiert bei den Besucherzahlen, den Seitenzugriffen, den Feeds!
Vor einiger Zeit fühlte ich mich durch die vielen neuen Besucher unter Druck gesetzt, meine lieben Blog-Kollegen taten ihr übriges, setzten mich unter Druck. Ich verlor ein wenig den Mut, plötzlich etwas von mir preis zu geben. Zusätzlich stiegen eben diese Statistiken unaufhörlich an, klar, ich erschuf Inhalte, den Content, den die Suchmaschinen ja so lieben. Mein kleiner süßer persönlicher Blog nun ein großer Star auf dem großen Bloggerparkett. Und ich, der “Schriftsteller”, der so seine schrägen Ideen hat, soll nun für 500, jetzt sogar für 1000 statt für 20 Menschen schreiben. Jedes Wort, dass ich veröffentliche wird noch ein wenig mehr auf die Goldwaage gelegt. Wenn ich – wie ich es immer gerne tat – polarisiere, muss ich mit doppelter, gar zwanzigfacher Kritik zu Recht kommen. Und ich versinke schon im Erdboden, wenn mich meine Mutter anmeckert.

Nun, jedenfalls hatte ich die Idee, ich schreibe mal einfach ein paar Wochen nicht mehr, dann fällt der Blog wieder auf ein überschaubares Maß. Derweil ich auf Facebook “Freundschaften” habe, die mittlerweile völlig unüberschaubar sind. Ich bilde mir auch aufgrund eines früheren Artikels hier im Blog frech ein, die größte deutschsprachige Usergemeinschaft, die Mafia Wars spielt, unter meinem Namen versammelt zu haben.
Aber darum geht es ja nicht, es geht um diesen Blog und meine vielleicht doch aufkeimende Lust, wieder in schnellerer Frequenz als im Wochentakt zu schreiben.

Vielleicht senke ich damit die Leserschaft, die Statistik und die Feed-Leser. Blogoscoop führt mich jetzt auf Platz 200 der Blogs. Der medioman gehört damit wohl unbestritten zu den Top-Blogs und damit fühle ich mich wirklich auf wundersame Weise wieder motiviert, weiter zu schreiben. Abschrecken, verschrecken, nerven, polarisieren, langweilen, rumätzen, quängeln, blöken, stressen, beleidigen, abkotzen, rumjammern bis sich die Leser wieder auf ein erträgliches und überschaubares Maß reduzieren, um ggf. wieder mehr als einen Artikel je Woche hier hin zu kritzeln, den dann auch keinen interessiert.

Und an alle Stamm-Leser, die ggf. selbst noch bloggen: Bis ich mich wieder entscheide, mal wieder bei Euch einen Blog-Artikel zu lesen, vergeht noch ein wenig Zeit. Wenn ihr meint, ich soll einen (speziellen) Artikel bei Euch lesen, kommentieren, dann müsst ihr mich schon voll anstoßen. Hier als Kommentar oder besser per Mail in Facebook, weil da bin ich noch eine Weile.

Zufallsauswahl ähnlicher Artikel

Ich bin STOLZ

Hartmut 23. September 2009 um 16:09 Uhr

Jawoll!
Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein!

Kurz vor der Bundestagswahl überkommen mich patriotische Gedanken! Wie einst zur Fußball-Weltmeiserschaft!

  • Egal,welche Kirche meint, welchen Glauben ich haben soll!
  • Egal, welche Partei meint, wie sie mich am besten vertritt!
  • Egal, welche Bank meint, mein Geld am Besten zu verwalten!
  • Egal, welcher Imbiss mir die besten Würstchen verkauft!

Deutsch zu sein, heißt deutsch zu sprechen oder es zu versuchen. Witzigerweise sprechen ja einige auch in Österreich und sogar in der Schweiz, in Holland, Belgien, Luxemburg, Italien und Frankreich deutsch, sogenannte Zonenrandgebietler. Seid ihr deswegen deutsch? Nein, ihr seid auch Patrioten für Euer Vaterland!

So bin ich auch, ich bin kein eingebürgerter, ich bin kein Ossi, kein Ostpreuße und kein Türke in dritter Generation! Mein Name ist deutsch, ja, arisch!
Hartmut Birkholz! Zerlegt in vier Silben, in vier deutsche Worte: HART, MUT, BIRKE, HOLZ! Wenn das nicht deutsch ist, was dann?

Was bringt mir nun mein Stolz?
Namentlich bin ich für den Rest der Welt erkennbar. Ich habe kein “ic” am Ende, dann wär ich vielleicht ein Slawe, ich habe kein “son” am Ende, dann ggf. wär ich ein Skandinavier. Namen auf dieser Welt kleben an einem, auch in fremden Ländern und doch (er)raten wir meist, woher die neu kennengelernte Person zu stammen scheint. Ein Ahmet, eine Fatma und ein Metin, die kommen halt aus der Türkei. Schlimmer noch, sie sind Araber.

Mafia Erst gestern telefonierte ich mit einer Türkin, die mir über ein böses Ereignis berichtete. Der “Araber” war ein Marokkaner, somit ein Westafrikaner, ein Muslim, wie sie selbst auch, seinen Namen empfand ich zunächst eher indisch. Meine inneren Schubladen öffneten und schlossen sich schneller als sie reden konnte. Als Patriotin, als Deutsche warf sie alles in einen Topf: Neger, Perser, Kinderschänder!

Krass dachte ich, aber nicht als Deutscher. Ich sehe nach wie vor das Individuum, den Menschen, sein Leben, das Sein, der Respekt vor dem Leben und auch den vor dem Anderen. Für mich ist kein Mensch auf dieser Welt wegen seines Glaubens, seines Denkens, seiner Rasse und Herkunft besser oder schlechter. Das sagen ja auch unser Grundgesetz und die Verfassungen fast aller Länder.

Für mich bedeutet es als guter Deutscher, als Patriot, als deutsch sprechender zwar für mein Heimatland, für meine Region und für meine Nachbarn da zu sein, aber eben auch, tolerant und offen für andere Kulturen, Meinungen und Gedanken zu sein. Ich verschließe mich nicht und lerne!
Denn nur so entsteht Meinungsvielfalt, Angebot, Erneuerung, Kunst und Innovation.
Auf dieses Wissen, auf diese Freiheit und diese Möglichkeit, das sagen zu dürfen, bin ich STOLZ!

P.S. – Ich bin seit heute auf Level 400 in Mafia Wars. In meiner ”Gang” sind 1118 Mitspieler, Freunde. Ich chatte jeden Tag mit Menschen aus allen Ländern. Vietnamesen, Balinesen, Neuseeländern, Menschen aus Eritrea, Wales und Neufundland. Solch eine verbindende Gemeinschaft, gemeinschaftliches Gefühl und diese Vertrautheit ist mir in meinem Leben noch nicht untergekommen!
Mag sein, dass Facebook und seine Spiele vielen ein Dorn im Auge sind, sie argwöhnisch schauen, wie sich dort eine eigene Welt und sogar extreme Süchte entwickeln, aber für mich ist das noch jeden Tag ein Knaller! Ich sehe selbst, wie sich Facebook nach und nach kommerzialisiert, wie immer mehr Werbetreibende mich mit neuen Seiten, Freundschaftsanfragen, Causes und Abstimmungen belagern, aber es ist auch sehr einfach, Freunde zu löschen und Nachfragen zu ignorieren.
Was ich einst bei Twitter noch bemängelte, ist jetzt für mich der Bringer. Ob Medien da noch lange berichten, wie man sich sein Profil “zerstört”?
DAS wird mein kommender Artikel!

Zufallsauswahl ähnlicher Artikel

Du bist so groß

Hartmut 21. September 2009 um 20:09 Uhr

Luis Royo - Gefallener Engel

Du bist so groß, dass ich schon nicht mehr bin,
wenn ich mich nur in deine Nähe stelle.
Du bist so dunkel; meine kleine Helle
an deinem Saum hat keinen Sinn.
Dein Wille geht wie eine Welle
und jeder Tag ertrinkt darin.

Nur meine Sehnsucht ragt dir bis ans Kinn
und steht vor dir wie aller Engel größter:
ein fremder, bleicher und noch unerlöster,
und hält dir seine Flügel hin.

Er will nicht mehr den uferlosen Flug,
an dem die Monde blass vorüberschwammen,
und von den Welten weiß er längst genug.
Mit seinen Flügeln will er wie mit Flammen
vor deinem schattigen Gesichte stehn
und will bei ihrem weißen Scheine sehn,
ob deine grauen Brauen ihn verdammen.


Rainer Maria Rilke, 26.9.1899, Berlin-Schmargendorf

 

Klein und hell, das Gesicht hoffend gehoben, trat er vor das Antlitz seines Herrn. „Ich bitte um Gerechtigkeit, Gnade und Erlösung.“ flüsterte er. Sein Herr schwieg, schien sein Verlangen abzuwägen. Äonen vergingen. Erneut flehte er „HERR, ich bitte Euch in aller Demut, nehmt meine Flügel, schenkt mir Freiheit. Eure Welt reißt an mir, frisst mich auf, ich kann nicht mehr entscheiden zwischen richtig und falsch. Orientierungslos bin ich kaum mehr fähig für Euch zu Streiten.“ Da schlug der Wille des HERRN wie eine Welle über ihm zusammen und ließ ihn das Knie beugen.

Zerstört und unerlöst lautete darauf seine karge Antwort „DEIN Wille geschehe.“

 

Dank an fgr

Zufallsauswahl ähnlicher Artikel

Wordpress-Plugin: Bundestagswahl

Hartmut 20. September 2009 um 15:09 Uhr

In einer Woche ist Bundestagswahl und ich erachte es als wichtig, an der Wahl teilzunehmen. Warum, hat z.b. Luigi heute sehr ausführlich in seinem heutigen Artikel erläutert.

Um jeden Besucher der Webseite auf sein Mitbestimmungsrecht hinzuweisen und die Unentschlossenen ggf. zur Wahl zu motivieren, habe ich ein kleines Plugin erstellt bzw. modifiziert:
Wird es aktiviert, so schaltet es vor den Blog einmalig eine Seite, die dem Besucher kurz erklärt, warum wählen so wichtig ist. Das Plugin ist nur in der Zeit von heute bis 27.09.2009 in Funktion und kann danach wieder deaktiviert werden.
Es setzt einen Cookie, damit Stammbesucher diese Sonder-Seite auch wirklich nur einmalig sehen und nicht dauernd damit genervt werden.
Der Code befindet sich in der Datei btw.php und kann später auch für andere Anlässe relativ leicht angepasst werden. Die Seite selbst (site.php) ist pures HTML und kann ebenfalls leicht verändert werden.

Natürlich ist das Plugin frei und steht unter keinerlei rechtlichen Lizenz. Verbreitung ist ausdrücklich erwünscht :)

Installation:
Entweder per FTP ins Plugin-Verzeichnis hochkopieren oder die automatische Installation in Wordpress nutzen.

Direkter Download-Link

Zufallsauswahl ähnlicher Artikel

Mitleid

Zapo, der Kobold 19. September 2009 um 20:09 Uhr

Soll ich Mitleid mit jemandem haben, der selbst Mitleid hat, allerdings nur mit sich selber? Der völlig aus der Spur gerät, aus welchen Gründen auch immer. Sei es verschmähte Liebe, sei es die eigene körperliche Unzulänglichkeit oder einfach nur Zweifel an sich selber.

Bei einem pubertierenden Teenager vielleicht,  denn diese paar Jahre des jungen Lebens sind wirklich nicht einfach. Alles gerät durcheinander. Freundschaften gehen zu Ende, Liebschaften beginnen, der eigene Körper spielt verrückt und die Schule fordert auch ihren Tribut. Entscheidet sich doch schließlich in dieser bewegten Zeit der zukünftige berufliche Lebensweg.

Aber was ist mit einem Menschen in den besten Jahren? Der normalerweise mit beiden Beinen fest im Leben steht, der die Liebe schon auf vielfältige Weise kennen gelernt hat, der weiß auf wen er zählen kann. Dessen Weltbild weitest gehend fest steht und dem das Leben nur schwerlich Überraschungen bescheren kann.

Nein, ich habe kein Mitleid. Ich reiche ihm höchstens die Hand. Aufstehen muss er schon selber!

Rammstein – Pussy

Hartmut 19. September 2009 um 14:09 Uhr

Vorgestern kam die neue Single von Rammstein heraus. Das dazugehörige Video sorgte schnell für heftige Diskussionen, weil es pornografische Inhalte enthält. Nun ist es relativ schwer, darüber zu befinden, ohne es selbst gesehen zu haben. Auf YouTube stieß ich nun auf eine zensierte Version, die möglicherweise auch nicht lange online bleibt.

Die zensierten Stellen sind bildlich entfremdet, lassen jedoch erahnen, dass sich hinter ihnen tatsächlich Hardcore-Aufnahmen verbergen. Das ganze dürfte – zumindest von einer Band mit diesem Status – absolut neu sein. Rammstein hat schon immer polarisiert und daher bin und bleibe ich auch ein wirklicher Fan, egal, was sie anstellen. Ich werde das immer mittragen.

Die Medien stürzen sich nun auf dieses Video, es wird wohl wie einst das Video zu Thriller von Michael Jackson nicht bis niemals bei den Musiksendern laufen und man könnte meinen, dass sich damit Rammstein keinen Gefallen getan hat oder doch, weil sie einen geschickten Marketing-Schachzug geliefert haben. Aber das nähme ich ihnen nicht ab.

Das Video ist eine Sache, aber was steckt textlich dahinter? Was ist die Aussage des neuen Songs? “Pussy” ist klar, dass es sich um das weibliche Sexualorgan oder eine abwertende Bezeichnung für eine Frau handelt. Es geht um Sex und Lust, aber zwei kleine Zeilen lassen darauf deuten, dass Rammstein auf den Sextourismus abzielt: “I can’t get laid in Germany” und “Der Schlagbaum sollte oben sein.”. Ein wenig dünn zwar, aber bei Rammstein ist es genau das, was sie so genial macht.

Von der Musik her finde ich das Werk im Mittelmaß. Das kann aber auch sein, dass sich der Charme dieses Songs – wie es bei mir schon oft der Fall war – erst nach mehrmaligem Hören entfaltet. Natürlich wird das kommende Album “Liebe ist für alle da” meines. Es erscheint am 16.10.2009 und ist bei Amazon bereits vorbestellbar.

Hier der noch funktionierende Link zum zensierten Video bei YouTube –> http://www.youtube.com/watch?v=H1m04D7Ye_E

Zufallsauswahl ähnlicher Artikel

SetTextSize SetPageWidth