Hartmut 28. Juli 2009 um 00:07 Uhr
Kennst Du das? Wenn Du Dich total über etwas aufregst? Und nichts ändern kannst? Du fühlst Dich total ohnmächtig, fast betäubt, hast Dir soviel vorgenommen, Worte zurecht gelegt und alles stirbt mit einem Wink, einer Macht, einer Erkenntnis?
Das Wissen, dass Du absolut nichts ausrichten kannst – just in diesem Moment!?
Du kommst nach Hause, bist blind vor Wut, könntest flennen, hast genau die Worte, die Dir eben noch fehlten im Sinn, und Du bedauerst den Augenblick, ärgerst Dich und Dir rinnt der kalte Schweiß des Ärgers von hinten über den Rücken!?
Er steht auf Deiner Stirn, Du fröstelst, Du kannst nichts machen und musst schlucken! Wie Sperma, männlich warmer Samen, den Du schlucken musst! Ob Mann, ob Frau, wenn Du ihn nicht willst, dann ekelt er nur, dann ist er ein perfider ekliger grober Fremdkörper in Deinem Rachen!
Genau das erzeugt diesen Brechreiz, wenn Du Deinen Willen nicht bekommst, wenn Du Dir Deine Wünsche visualisierst und sie wie Seifenblasen zerplatzen!
Du sitzt im Hass, voller Wut, unbändiger Zerstörungswut, Tollwut, Raserei und bist doch gefangen im gesellschaftlichen Zwang. Darfst nicht toben, nicht schlagen, weder wüten noch prügeln. Du ergibst Dich Deiner Sehnsucht und Du erfüllst die Dich obliegenden Zwängen, kehrst heim in die erzogenen Gefilde und trauerst dem hinter her, was Du hättest tun können, wenn, ja, wenn Du ein Soziopath, ein nicht konformer Sozialroboter wärst.
Wahrscheinlich hättest Du mal wieder 10–300 Menschen gekillt, sie gebraten, sie aus ihrer Lethargie befreit, sie daran erinnert, wie dünnhäutig ihr Leben ist, und auch Du wärst erinnert worden, wie schnell Scharfschützen auf Dich ihr Zielfernrohr auf Dich richten, wie sehr sie auf diesen einen Augenblick warten, wie ausgemergelt sie sind, bis sie endlich abdrücken dürfen.
Hass und Liebe erfüllen Dich im letzen Augenblick, als Dich die Salve des Gewehres tötet, als Dich die 9mm Scharfschützenkugel im Herzen trifft. Keine Gedanken, keine Diskussion. Erst schießen, dann fragen. Du warst die Bedrohung, Du hast eskaliert, Du wirst getötet und nun beschwere Dich nicht!
Es lebe der Sozialstaat, der, der uns schützt, der, der den Terrorismus im Keim erstickt, der der erkennt, das engagierte Terror-Zellen ultimativ verbannt, gar ausgelöscht werden müssen, auch wenn sie vom Volke ausgehen und nur demokratisch sind.
Alles andere, seien sie eine neue Partei, eine, die sich Gedanken fern ab aller manifestierten Staatspolitik macht, nur weil sie meint, Natur gehöre dem Volke, Ressourcen der Welt und mögen sie gerecht verteilt werden, das Essen, das Leben, das Geld, die Macht, der Glaube, er solle dem Volke gehören, sie möge überprüft, sie möge gar als nicht konform klassifiziert werden!
So stirbt er nun, der Wunsch, die Hoffnung und auf meiner Stirn läuft mir der kalte Schweiß!
Die Angst, weil ich meine Meinung kund tue, weil ich sage, was ich denke, weil ich glaube, fühle und hinaus schreie, all meine Ängste, all meine Ideen, all meine Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Harmonie. Dieser Wunsch auf völkerverbindender Einigkeit, ach Quatsch, auf die, die meinen nächsten betrifft!
Hier in diesem Staate, mein Nachbar und meinen Freund. Ich hasse nicht wirklich. Ich liebe!
Ich will, dass wir uns nicht die Schädel einschlagen, wegen Benzin, Brot, Religion, Staat, Macht, Ressourcen!
Ich will das Wenige, was ich habe, teilen, es soll uns verbinden, uns zur Liebe und zur Einigkeit führen, es soll uns diskutieren lassen, wir wollen reden, wollen verstehen, was uns wirklich gegenüber beschäftigt, wollen fremde Kulturen kennen lernen und uns nicht überheblich zeigen.
Wo ist das Problem?
Vom Sinn verstanden, aber doch diese ominöse Hemmschwelle?
Gib Dir den Ruck, trau Dich, löse Dich von dem Schrott der eingehämmerten Demokratie. Der Doktrin der Kirchen. Sie gibt es nicht mehr, nicht in diesem Sinne!
Sie ist wie die Diktatur des Staates!
Was bleibt ist der Glaube, der Wunsch, dass sich alles erfüllt: Und dieser Wunsch ist eine Prophezeiung, eine visualisierte Erscheinung, die Selbsterfüllung, die Matrix, das bereits Geschehene! In jedem von uns steckt dieser Kern, das Wissen, wir leben nach dieser Erfüllung oder wir ignorieren sie. Wer jetzt nicht klar kommt, wer jetzt nicht wissen will, was er zu tun hat, der bleibt auf der Strecke!
Ich höre jetzt auf, der Rest ist längst geschrieben! Wohl bedacht, ob Buddhismus, Hinduismus, Christen, Muslime, bedenkt nur eines: Es geht um uns, ums Überleben, um Verständigung, Liebe, mit fühlen, um Verständnis. Wir wollen alle Liebe, Respekt, Vertrauen!
Wir wollen überleben, wollen Glück, Verständnis, Entwicklung. Wir wollen Leben, Freunde, Lernen. Wir wollen Essen, Trinken, wollen teilen, genießen, es dem anderen gut gehen lassen. Wir lieben das Lachen, die Gastfreundschaft, unsere Familie, uns selbst!
All das hat nichts mit Macht und Geifer zu tun!
Es geht ums Verständnis, um Barmherzigkeit, um das Denken und Mitfühlen, um Friede, Freude, Eierkuchen. Wie immer!
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Tags: Hartmuts Gedanken, Philosophie