Hartmut 14. Mai 2007
Vertrauen heißt für mich, alles und jedem zu erzählen, wie es mit mir ist, meine Gefühle und Gedanken. Diesem Blog und vor allem meiner Freundin versuche ich mich zu offenbaren. Diese Texte, die ich schreibe, sind aus meinem Drogen-Tagebuch. Sie stammen aus dem Jahr 1998. Sie sind derzeit für mich so aktuell wie nie zuvor. Das liegt daran, weil ich noch nie solch eine Liebe für einen Menschen empfunden habe wie zu meiner Freundin. Plötzlich habe ich wieder einen Kampf in mir. Das Gute, das diese Liebe ausleben möchte und das Böse, das mir schadet, es nicht zulassen möchte, es mir nicht gönnt. Das „es“ bin ich selbst und ich bin weiterhin auf der Suche nach mir selbst.
Ich kenne die Welt und ich kenne mich. Unsensibel und brutal wird alles zerschlagen, was zerbrechlich ist.
Beweisen muss ich mir, dass ich das, was ich mir anvertraue, auch für mich behalten kann. Dass das, was mir gehört, bei mir bleibt.
Mein Wesen, mein ICH, mein Charakter gehört mir und gebe ich nur her, wenn totales Vertrauen vorliegt.
Das Böse in mir bin ich selbst. Meinen Schutz und meine Kraft schöpfe ich aus dieser Quelle. Die Verteidigung meines Innersten macht mich stark.
Stärke und Kraft sind die Macht. die Macht des Selbstbewusstseins schöpfe ich aus meinem Innersten.
Mir zu vertrauen und mein Innerstes zu verteidigen, das ist mein Ziel!
Hoffnung schöpfe ich aus dem bisher Erreichten, Kraft aus meinen Fähigkeiten und Mut aus meiner Stärke!
Mein Herz hilft mir, mich zu lieben, gibt mir Sehnsucht und Leidenschaft, Träume und Ziele.
Ich halte inne, aber raste nicht. Ich bewege mich, gehe nach vorn. Zurückschauen tue ich, um zu sehen, welcher Weg hinter mir liegt. Nach vorne schaue ich, um zu sehen, was vor mir liegt und zur Seite schaue ich, um zu sehen, wie ich mich bewege.
Ich höre auf mein Innerstes, schenke ihm Achtung und Respekt, werte nicht und verletze es nicht und irgendwann gibt es nach und nach seinen behüteten Schatz an mich weiter.
Und wie kannst Du mir helfen?
Nur durch Vertrauen, Respekt und Achtung. Nimm Rücksicht auf meine Gefühle, verletze mich nicht.
Nur, wenn wir alle einander vertrauen, werden wir uns unserem Innersten bewusster, kommen unserer Seele näher, spüren das Leben. Leben intensiver und können lieben. Lieben, auf eine Art, nach der sich unser Herz immer sehnte.
Unglaubliche Gefühle, wahnsinnige Emotionen. Und das ist auch gut so!
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