Lebenskrise
Steffi 5. Februar 2010 um 23:02 Uhr
Haben alle Frauen immer wieder eine „Lebenskrise“?
Was soll ich tun? Wo will ich hin? War das schon alles? Geht da noch mehr? Was will ich wirklich? Das alles sind Fragen, die mich immer mal wieder beschäftigen. Unregelmäßig regelmäßig. Sei es privat, beruflich oder einfach generell.
Warum beschäftigen mich solche Gedanken immer wieder?
Und wenn ich dann feststelle, dass ich zum Beispiel mit meinem Job nicht zufrieden bin, warum ändere ich es dann nicht? Was hindert mich daran? Ist es einfach die Angst, das Gewohnte aufzugeben für etwas Neues oder Angst davor, die Sicherheit, die ich in meinem Job habe, zu verlieren? Ich schaue mich nach Jobs um, sehe eine Stellenanzeige, die mir voll zusagen würde und was mache ich? Ich lese es mir durch und denke: „Oh jaaaaa, das will ich machen!“, klicke die Anzeige weg und schaue weiter. Nein, ich bewerbe mich nicht, aber warum nicht? Warum nicht???????
Ich weiß doch genau, dass mein Job nicht das ist, was ich machen will, was mich erfüllt… Es ist schon verdammt komisch, dass ich mir Gedanken mache über mich und mein Leben, aber es trotzdem weiter „aussitze“… Fehlt mir wirklich der Mumm, einfach was Neues zu suchen, zu finden und auszusteigen, einen Neuanfang zu wagen?
Sind alle Frauen so? Suchen alle Frauen ihr Leben lang nach der „Erfüllung“ ihres Lebens? Denken nur Frauen soviel über sich und ihr Leben nach?
Und was passiert, wenn man den „Neuanfang“ wagt und damit gegen die Wand fährt?
Ja, ich habe Angst vor dem „Neuanfang“, zumindest jetzt noch. Es ist nicht so, dass mir mein Job keinen Spaß macht, aber er erfüllt mich einfach nicht. Mir fehlt die Herausforderung, die Abwechslung. Vergangene Woche hatte ich das: Abwechslung/Herausforderung, aber ich weiß genau, dass es spätestens ab Dienstag wieder „Alltag“ ist und ich jeden Tag wieder dasselbe mache. Und genau das ist es, das mich so „unzufrieden“ macht – die Routine.
Nun gut, was mach ich also: Ich schaue mich um, was ich noch tun kann, suche nach Weiterbildungen, will noch mehr lernen. Was soll es sein? Ein Aufbauseminar auf mein Studium, eine Fremdsprache, ein Lehrgang zur internationalen Managementassistentin. Manno, was will ich denn überhaupt? Am besten alles! Und wo fange ich an? Ich hab mich informiert, der Lehrgang wird derzeit nicht an meinem Wohnort angeboten, okay – gestrichen. Schade eigentlich, denn das war der Favorit. Bleibt also nur noch übrig: Fremdsprache oder Aufbauseminar. Das Aufbauseminar wäre im Oktober für 6 Wochen zweimal die Woche… Entschieden! Juhu, ich hänge das Aufbauseminar dran. Und dann??? Welche Sprache will ich denn lernen? Französisch? Spanisch? Italienisch? Oder was Ausgefalleneres wie Chinesisch?
Eins nach dem anderen: Also, ich schreibe mich für das Aufbauseminar ein und danach wird man weitersehen. J
Nun habe ich für den Moment eine Entscheidung getroffen, aber es ist nicht gesagt, dass mich genau die gleichen Gedanken nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr nicht schon wieder „befallen“ und ich von Neuem mit der Suche beginne, der Suche nach „meiner Erfüllung meines Lebens“.
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Ich bin zwar keine Frau, aber meine Freundin hat seit Jahren regelmäßig kleine Lebenskrisen. Vor allem, weil ich einen Weinhandel betreibe und sie der Ansicht ist, dass ich zum Alkoholiker mutieren. Das stimmt aber wirklich nicht. Jetzt ist gerade wieder Funkstille. Aber das ist leider immer so, das wird aber auch wieder!
Habe zu meinen Geburtstag ein sehr interessantes ebook von meien Freund bekommen. Das handelte genau von dem selben Thema.
Ich hab das auch manchmal… Aber das sind meistens so dumme Gründe, dass ich mich ein halbes Jahr später frage, was mit mir los war, das ist dann einfach so.
„Was soll ich tun? Wo will ich hin? War das schon alles? Geht da noch mehr? Was will ich wirklich? Das alles sind Fragen, die mich immer mal wieder beschäftigen. Unregelmäßig regelmäßig. Sei es privat, beruflich oder einfach generell.“
Im hawaiianischen ist das Ganze – so wie es mir beigebracht wurde – sehr einfach:
‚Den Sinn deines Lebens gibst du deinem Leben selbst.‘
Nur mal angenommen das wäre so, dann gäbe es aber auch kein „sollte“, sondern nur ein „wollte“.
Ob da noch mehr geht?
In der hawaiiansichen Tradition des HUNA gibt es weiterhin ein Prinzip, welches lautet: „Es gibt keine Granzen.“ und in vielen weiteren fernöstlichen Philosophien ausgedrückt findet man ähnliches á la: „Die Grenze existiert nur in deinem Kopf.“
Praktischer ausgedrückt:
Wenn du ein Mensch bist (und davon gehe ich mal aus), dann hast du zu jedem Zeitpunkt alle Möglichkeiten, denn es gibt Menschen die zu den unterschiedlichsten Zeitpunkten alles Mögliche geschafft haben.
Nur mal angenommen die Begrenzung wäre: zu jung für XY
Es gibt junge Menschen, die Millionäre oder Top-Sportler sind.
Wenn die Begrenzung dagegen wäre: zu alt für XY
Es gibt auch sehr alte Menschen, die noch top fit sind und noch Karriere gemacht haben.
Wenn es aber einem Menschen möglich war das zu schaffen, so ist es auch jedem anderen möglich.
Ob dies allerdings ein lohnendes Ziel ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Was du wirklich willst oder wo du hin willst, kann du mit folgender Übung evtl. erforschen (erstmal für den Traum-Job):
Stell dir vor für dein monatliches Einkommen wäre gesorgt. Du würdest unabhängig davon, was du tust, 2000 EUR im Monat bekommen (oder sofern du mehr zum Leben benötigt einen entsprechend höheren Betrag bzw. sofern du eine Familie versorgen müsstest, wäre auch für diese gesorgt).
Du wärest frei von allen monetären Begrenzungen.
Was würdest du dann tun? Wofür würdest du dich interessieren?
Diese Übung kannst du dann natürlich beliebig erweitern und dir Freiräume schaffen (nur als Gedankenexperiment):
Wenn ich derzeit keine familiären Bindungen hätte, was würde ich dann tun?
Oft ist es so, dass sich gefühlte Grundbedürfnisse herauskristallisieren, die sich aber auch im derzeitigen Leben umsetzen lassen.
Zum Beispiel:
Dann würde ich ganz viel Tanzen => Vielleicht ist es möglich 1x in der Woche einen Tanzabend einzuplanen.
Dann würde ich ganz viel Reisen => Vielleicht ist es möglich 1x im Jahr einen Urlaub ans Traumziel einzuplanen oder sich einem Exotik-Club anzuschließen oder oder …
„Nein, ich bewerbe mich nicht, aber warum nicht? Warum nicht???????“
Nun, da gibt es sicherlich viele Gründe, aber ich würde hier jetzt die Angst vor einer falschen Entscheidung vermuten.
Auch das ist im HUNA ganz einfach:
„Es gibt keine falschen Entscheidungen. Aber man kann beschließen sich aufgrund einer Entscheidung unglücklich zu fühlen.“
Spannenderweise ist es so:
Person Ⅹ will nach A ziehen und macht sich darüber Sorgen und zweifelt daran und hat die Befürchtung sich dort ganz unglücklich zu fühlen. Mit einer Wahrscheinlichkeit trifft dies dann auch ein (sog. selbsterfüllende Prophezeiung).
Person Y will nach B ziehen und freut sich schon total und hat die Erwartung, dass es alles ganz toll wird. Auch hier ist es sehr wahrscheinlich, dass dies eintrifft.
Aber: Wenn Person Ⅹ jetzt stattdessen nach B gezogen wäre und Person Y nach A, dann hätte sich Person Ⅹ trotzdem unglücklich gefühlt und Person Y glücklich, weil es auf das Ziel überhaupt nicht ankam …
Um Serge King zu zitieren:
„Menschen versagen nicht. Pläne versagen. Menschen geben einfach auf oder machen neue Pläne.“
In diesem Sinne:
„Du kannst den Wind nicht beeinflussen beim Segeln, aber du kannst dein Segel immer nach dem Wind ausrichten.“
Viel Erfolg bei was auch immer du dir wünschst!
Welche Frau hat keine Träume. Da fragt man sich so manches Mal was ist aus meinem Leben bis jetzt geworden. Wie kann ich es ändern, und habe ich überhaupt den Mut dazu. Fragen über fragen. Wenn man es nicht alles ausprobiert, bekommt man nie eine Antwort. Wenn man wirklich etwas erreichen will im Leben muss man auch was riskieren.
„„Du kannst den Wind nicht beeinflussen beim Segeln, aber du kannst dein Segel immer nach dem Wind ausrichten.“
Ein wirklich schönes und vorallem zutreffendes Zitat.