Archiv für das Tag 'Trennung'

Trennungsschmerz

Lady T 21. November 2009

„Ich bin gerade nicht fähig eine Beziehung zu führen.“ Das waren die harten Worte, die der Vater meines ungeborenen Kindes mir gestern per MSN zukommen ließ.

Was bedeutet das nun? Wohl oder übel: schwangere Frau sitzen gelassen von einem Mann, dem sie wirklich alles verzieh… von Seitensprüngen bis hin zu einem Kind, das er mit einer anderen während der Beziehung zeugte.

Das sind zwar extrem harte Fakten, jedoch hat mich dieser Mann auch zeitweise zum glücklichsten Menschen der Welt gemacht, im gleichen Zuge jedoch auch wieder zum unglücklichsten. Wir dachten immer, dass wir das schaffen werden, das die Liebe so groß ist, dass man über alles hinwegsehen und einen Neustart beginnen kann. Dies taten wir auch, es lief auch wieder gut, jedoch konnte ich das nie mit dem Kind verdrängen, denn es war nun da und ich wusste, das der Tag irgendwann kommen wird, an dem er sich darum kümmern möchte.

Und dieser Tag kam letzte Woche. Da ich wusste, dass das irgendwann passieren würde, hatte ich mich innerlich schon irgendwie darauf eingestellt, denn als er mir erzählte, dass er sich nun um das Kind kümmern möchte, war es keine große Überraschung für mich. Ich wusste, dass mich das auf Dauer niemals glücklich machen könnte mit ihm zusammen zu bleiben und das Kind zu ertragen, es ist doch der lebende Beweis seines Betruges.
Ich hätte das Kind doch niemals akzeptieren können oder? Ich weiß nicht, wieso ich so sehr an diesem Mann hänge, das ich selbst das mitgemacht hätte. Aber als Dank für meine Toleranz und meine Unterstützung in jeder Lebenslage lässt er mich sitzen.

Es tut weh, es schmerzt zu wissen, dass man wirklich alles getan hat, um diesen Mann glücklich zu machen und es doch nicht gereicht hat. Auf jegliches verzichtet, nur um immer bei ihm und meinen Kindern zu sein, Freundschaften vernachlässigt, nur noch zu Hause geblieben, denn ich war mit meiner kleinen Familie zu Hause rundum zufrieden und glücklich. Und nun ist das vorbei.
Ein Neubeginn muss her, aber ich weiß nicht, ob ich dazu bereit bin. Schaff ich das überhaupt? 3 Kinder ganz allein? Was ist mit der Sehnsucht nach ihm… vergeht das? Schmerz verbunden mit Ängsten vor der Zukunft… Mein Verstand sagt mir das ich besser ohne ihn dran bin, aber jede Faser meines Körpers und mein Herz will ihn. Werd ich überhaupt jemals wieder glücklich?

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Beziehung vs. Freundschaft

Hartmut 1. März 2009

Ich schreibe ja hier oft über Vertrauen, über meine offene Art mit Menschen umzugehen. Aber erst in den letzten vergangenen Tagen ist mir tatsächlich aufgefallen, dass ich Vertrauen mit zweierlei Maß messe:

Ich vertraue meinen Freunden anders als meiner Beziehung. Freunde haben einfach einen viel größeren Spielraum. Ich lege ganz andere Maßstäbe an meine Beziehung, habe andere Werte und Definitionen.
Eigentlich total logisch, weil ich z.B. Treue, Loyalität, Aufmerksamkeit, Konstanz und Kommunikation in meiner Partnerschaft anders vorstelle. Ein Freund kann gerne mal untertauchen. Kann sich im Prinzip melden, wann er will und sich mit anderen Freunden treffen und seine eigene Beziehung führen.

Warum schreibe ich das alles?
Weil es (mal wieder) zwischen mir und Marcella zum Bruch gekommen ist. Ich rede zunächst einmal von dem, was in meinem Herzen zu Bruch ging.
Im Prinzip seit meinem Artikel vom schönen Tom habe ich mal ganz genau in mich hinein gehört. Ich schrieb den Artikel relativ emotionslos, wie ich als Beobachter das Verhalten von Marcella sah. Wie sie mit Tom flirtete, ihn vor meinen Augen küsste und sie, wenn auch nur einen Sekundenbruchteil, tatsächlich überlegte, sich von ihm abschleppen zu lassen.
Und das war nicht meine erste öffentliche Enttäuschung. Im Dezember 2007 knutschte sie wild mit meinem Kumpel Tilo bei Hassan. Schon damals hatte ich konsequent die Beziehung für beendet erklärt.

Ich bin sozusagen ein gebranntes Kind. Diese Partnerschaft hat viele Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Sie ist geprägt von gegenseitigen Verletzungen und Enttäuschungen.
Marcella als Mensch bedeutet mir sehr viel. Warum sich dann nicht einfach von diesem einengenden Gedanken lösen, unbedingt eine Beziehung zu führen? Wäre es nicht für uns beide befreiender, gute Freunde zu sein?

Es gäbe keine Vorwürfe mehr, dass wir uns lange nicht mehr sahen, dass wir selten miteinander reden, mir ihre Aufmerksamkeit fehlt. Wir müssen uns nicht mehr umeinander Sorgen machen, über Alkoholkonsum und Kindeserziehung streiten und sie könnte den Blog weiter nutzen, wann immer sie das wollte.
Diese Diskussion führte ich nun mit ihr seit 2–3 Tagen. Und auch nicht das erste Mal. Sie ist enttäuscht und traurig, fühlt sich verraten und verkauft. Will lieber nichts mehr mit mir zu tun haben, weil entweder ganz oder gar nicht. Ihr letzter Artikel, der stumme Mann, er kam zu spät. Erzielte in mir keine Wirkung mehr. Der Kampf ist vorbei, weil meine Liebe erloschen ist.

Marcella merkst Du denn nicht, dass wir uns nicht mehr gut tun? Manchmal muss man einfach loslassen und den anderen ziehen lassen. Aber als Freundschaft weiß ich, dass es mit uns funktioniert. Lass uns das Bitte probieren!
Ich kann auch hier im Blog sonst nicht so weiter machen wie bisher. Auch, als ich damals den Blog umbenannte, wollte ich immer, dass Du trotzdem weiter diese Plattform nutzt und schreibst, wann immer Du willst.
Ich nahm Dir damit den Druck, den Du mir vorwarfst, es tun zu müssen.

Marcella, sag bitte ja zu unserer Freundschaft. So viel ändert sich doch gar nicht. Ich will Dich nicht verlieren!
Einfach menschlich bist Du wichtig für mich, bist eine gute Ratgeberin, eine tolle Zuhörerin, manchmal jemand, mit dem man Streiten und viel philosophieren kann und rein spirituell eine wahre Inspiration.
Spring über Deinen Schatten und vergiss die Enttäuschung. Wir stehen auch das gemeinsam durch!

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Die Exfreundin

marcella 20. Februar 2009

Bisher glaubte ich immer, dass nur die lieben Männer Scheiße dem weiblichen Geschlecht gegenüber sein können, aber ich wurde eines besseren belehrt.
Gestern Abend chattete mich meine große Tochter an und erzählte mir eine unglaubliche, aber wahre Geschichte.

Ihr Freund hatte sich gerade vor ein paar Tagen von ihr getrennt und beide sind seit dem „nur gute Freunde“. Sie können nicht miteinander und auch nicht ohne, aber sie sind beide glücklich über ihre Vereinbarung und nur das zählt.
Aber da gibt es noch die Exfreundin und der gefiel ganz und gar nicht, dieses sogenannte Abkommen zwischen den beiden. Diese Frau war mit ihrem Ex vier Jahre zusammen und aus dieser Beziehung ging eine Tochter hervor, die jetzt fünf Jahre alt ist.

Meine Tochter lernte diese Frau kennen und auch das kleine Mädchen. Alles ging eine Weile gut, bis mein Kind feststellen musste, dass die Frau von Anfang an sehr eifersüchtig auf die damals noch frische Beziehung ihres Ex-Partners reagierte. Sie spürte instinktiv, dass es zwischen meiner Tochter und ihrem Ex, etwas Ernstes werden könnte. Aus ihrer Eifersucht heraus begann sie zu intrigieren. Mit Erfolg, denn meine Tochter und er trennten sich, aber da gab es immer noch Gefühle zwischen beiden und eben diese Vereinbarung der guten Freundschaft. Die Wut, der Frust und die Eifersucht der Frau wuchsen und sie beschloss für sich, eine endgültige Trennung zwischen ihrem Ex und meiner Tochter herbei zu rufen.

Gestern Abend chattete die Frau meine Tochter an und gab sich als ihr Ex aus. Mein Kind ahnte und bemerkte auch nicht, dass sie in Wirklichkeit mit der Exfreundin sprach. Die Frau kam so glaubhaft rüber und meine Tochter dachte, dass ihr Freund einfach bei ihr ist, um seine Tochter zu betreuen. Der Weile hatte die Exfreundin längst ihr Spinnennetz gesponnen und zog es zu.
Sie begann meiner Tochter klar zu machen, dass sie wieder schwanger sei und dass sie nie aufgehört hatte, mit ihrem Exfreund ein Verhältnis zu haben.
Das war für mein Kind eine Breitseite, vor allem, weil sie ja immer noch glaubte, dass ihr Freund zu ihr spricht. Meine Tochter nahm es zur Kenntnis und für sie war damit auch die beidseitige Vereinbarung gestorben.
Eine Stunde später, rief unverhofft, ihr Freund bei meinem Kind an, war guter Dinge und wollte ihr eine Gute Nacht wünschen. Sie reagierte natürlich sauer und fragte ihn: „Hast du mir noch nicht genug weh getan?“
Ja und dann kam das ganze Lügengespinst der Exfreundin ans Tageslicht. In Wirklichkeit war der Freund meiner Tochter, die ganze Zeit über bei sich zu Hause gewesen und wenn er nicht noch einmal angerufen hätte, wäre die Frau damit durch gekommen.
Zufall? Ich glaube nicht, da war wohl eine höhere Macht mit im Spiel, die Wahrheit und die Gerechtigkeit sollten siegen!

Für mein Kind freue ich mich natürlich, dass alles ein gutes Ende gefunden hat.
Aber was muss einen Menschen dazu bewegen, eine so teuflische Intrige zu spinnen?
Die Exfreundin tut mir einfach nur leid, jetzt hat sie alles verloren.

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Blog mit Marcella

Hartmut 8. November 2008

Zwar ist seit meinem Artikel „Trennung“ noch keine wesentliche Veränderung eingetreten, aber gestern bat mich Marcella darum, ihr wieder Schreibrechte in diesem Blog zu lassen.

Irgendwie geht es ja doch um unser gemeinsames Tagebuch, unser Kind, und das kann ja nichts dafür, wenn sich die Erwachsenen streiten.
Und solange nicht endgültig über das Sorgerecht entschieden wurde, soll sie nicht nur Besuchsrechte haben, sondern sich auch ohne Aufsicht mit dem Blog beschäftigen dürfen.

Ohne Druck von meiner Seite überlasse ich ihr also wieder die Möglichkeit, ihre Gedanken fliessen zu lassen, wann sie es will!

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Es muss raus!

Hartmut 13. August 2008

Marcella und ich sind kein Paar mehr.

Ich muss das jetzt schreiben, weil ich für mich selbst gemerkt habe, wie sich diese Entscheidung auf mein Leben ausgewirkt hat.
Wie ich mich ausbremse, wenn ich es nicht einfach mal offen sage.

Nicht, dass nicht noch ein Fünkchen Liebe für sie in mir wäre, aber es reicht einfach nicht mehr für eine Beziehung.
Und ein Hick Hack per Telefon, ob oder ob nicht, bringt einfach nichts.
Früher oder später leben wir uns auseinander.
Das haben wir schon vor einer langen Weile festgestellt.
Die für uns so wichtigen Gespräche, die Kommunikation, fand einfach irgendwann nicht mehr statt. Auch und besonders, wenn wir zusammen waren.

In der Zeit, in der wir uns nicht sahen, mischten sich Eifersucht, Misstrauen, Vermissen, Missverständnisse und irgendwann Streit.
Wenn wir uns sahen, vermischten sich Unlust, Harmoniebedürftigkeit, Missverständnisse und letztlich wieder Streit.
Aussprache nach Aussprache ohne auf den Punkt zu kommen, verletzen und verzeihen, kämpfen und loslassen, hoffen und bangen.
Alles zehrt an der Substanz und irgendwie führt es zum Eklat.
Nach dem dritten Eklat erkläre ich die Beziehung für beendet.

Ich muss das schreiben, weil ich mich ausgebremst fühle. Ich will nach vorne schauen, spüre, dass mein Herz mehr um Befreiung statt nach der gewohnten Beziehung schreit.
Ich liebe Marcella, ganz gewiss, aber ich kann und will keine Beziehung mehr. Meine Liebe besteht mehr in der so vermissten Kommunikation, der Freundschaft, die uns hoffentlich irgendwann wieder verbindet.

Dieser Text ist kein Schnellschuss.
Die Krise besteht schon eine ganze Weile (bei mir) und letztlich ist alles, was ich schreibe, bereits eine vollendete Tatsache.
Marcella und ich haben die letzten Tage viel über unsere Trennung gesprochen. Auch darüber, wie es in diesem Blog weiter gehen soll.
Letztlich wussten wir das beide nicht.
Mich brachte es die letzten Tage eher in eine Schreibblockade, aus der ich mich mit diesem Text zu befreien versuche.
Dieser Blog ist mein Leben. aber er ist nicht mein Leben. Und auch nicht Marcellas Leben.
Aber ich konnte und kann nicht mehr so tun, als ob nie etwas gewesen, alles noch beim Alten wäre.

Ich werde auch nicht von meiner Ex-Freundin Marcella schreiben, Marcella wird hier weiter im Blog und Forum als Autorin geführt werden, aber wir führen jetzt getrennte Leben.
Wir sprechen keine Artikel oder Kommentare mehr ab, sie hat keinen Einfluss auf das zukünftige Design des Blogs.
Der Trend, den ich so erkenne, ist das wirkliche auseinander leben. Zunächst hier im Blog.

Marcella und ich haben uns wirklich viel unterhalten die letzten Tage. Haben uns hinterfragt. Chancen unserer Beziehung und das Weitermachen besprochen.
Mal trocken, pragmatisch, mal leidenschaftlich vom Herzen.
Rein pragmatisch verbindet uns dieser Blog, unsere Artikel. Was ich in keinem Falle tun werde, ist, dass ich einfach Lösche und den Blog zu „meinem“ Blog erkläre.
Nicht nur, dass es nicht fair wäre, auch, wenn sich Marcella es sich selbst wünschte, weil sie sich mit ihren früheren Artikeln nicht mehr identifiziert, was ich übrigens selbst auch oft nicht mehr tue (klar, man entwickelt sich halt), sondern Marcella hat so viel Herzblut und Liebe in ihre Artikel gelegt, dass es ein echter Verlust wäre, wenn sie gelöscht würden.

Ich schreibe diesen Artikel für meine eigene Freiheit.
Ich will mich nicht schämen, mich nicht rechtfertigen, will offen trauern oder resümieren, will schmachten und weinen. Will bockig oder philosophisch sein.
Ich will einfach Lieben und Leben und nicht mehr ausgebremst sein.

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Wann ist es Liebe?

marcella 11. April 2008

Jeder kennt das Gefühl verliebt zu sein, Schmetterlinge im Bauch zu haben und die rosafarbene Brille sitzt fest auf der Nase. Nach einer gewissen Zeit fällt die Brille runter, die Schmetterlinge sind aus dem Bauch und für manch einen kommt dann das bittere Erwachen. Plötzlich mäkelt man an seinem Geliebten rum, was man vorher noch als liebenswert empfunden hatte. Die Trennung ist vorprogrammiert.

Was ist aber, wenn nach dem erwachen, man immer noch verliebt ist und man jede Macke an seinem Partner liebt? Ich denke, dann können wir von Liebe reden, ich nehme diesen Menschen ja so wie er ist.

Wer wirklich liebt, dem genügt oft nur der Atem von seinem Geliebten zu spüren und man fühlt eine tiefe Verbundenheit zu dem anderen. Worte sind dann überflüssig, man fühlt nur noch. Unter fühlen verstehe ich nicht das sexuelle zwischen zwei Menschen, sondern das Innere des Geliebten zu fühlen.

Hartmut und ich, haben nach mehreren Trennungsversuchen endlich verstanden, dass man seinen Partner einfach mit all seinen Stärken und Schwächen lieben kann. Es gibt keinen perfekten Partner! Viel zu sehr lassen wir uns immer wieder von dem äußeren blenden, aber das Wahre, im inneren eines Menschen, erkennen wir nicht oder wollen es nicht sehen.

Ich habe nach mehr als einem Jahr akzeptiert wie Hartmut ist. Natürlich gefällt mir einiges nicht, aber er ist eben so. Auch an mir gefällt ihm vieles nicht, aber ich bin ich. Unsere Liebe zu einander ist stärker und ich habe aufgehört dagegen zu kämpfen, ich lasse es jetzt zu und genieße diese Vertrautheit zwischen uns. Auch Trennungsängste kenne ich nicht mehr, denn niemand hat das Recht den anderen zu besitzen, geschweige denn zu verändern.

Liebe deinen Geliebten so wie er ist, respektiere ihn und vertraue ihm.
Dann ist es Liebe und man kann sie fühlen!

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Warum ich nicht mehr blogge

Hartmut 16. März 2008

Allein die Überschrift lügt!
Ich blogge, ja, das tue ich. Ich tat das nur die letzte Zeit nicht mehr hier!

Ich habe mir mittlerweile zwei oder drei andere Blogs/News geschaffen, in denen ich meinen Frust, meine berufliche Entwicklung oder was auch immer von der Seele schrieb.
Völlig idiotisch, das denke ich jetzt auch und nach einem sehr angenehmen Gespräch mit Marcella bin ich jetzt motiviert genug, diesem Blog auch meine beruflichen Entwicklungen mitzuteilen.
Meine bisherigen Ergüsse werde ich daher nach und nach unter der Rubrik „berufliches“ hier übertragen – natürlich mit dem Zeitpunkt als ich diese schrieb.
Ich werde jetzt meine täglichen beruflichen Gedanken ab sofort wieder hier rauslassen, auch auf die Gefahr hin, dass mich keiner versteht. Meist wird es jetzt immer (oder derzeit) um meine Domain auf www.habir.de gehen. Dort übertrage ich meine alte Webseite von www.hbirkholz.de auf eine Typo3-Umgebung. All meine Ergüsse, all mein Herzblut stecke ich jetzt in diese Seite Ich experimentiere nach wie vor, ich übe und werde wohl nie fertig. habir.de bedeutet für mich meine eigene Startseite ins Internet, sie soll mich informieren, mich begeistern, ich will dort spielen und arbeiten.
Mein medioman ist und bleibt mein Tagebuch. Hier will ich meine Gedanken niederschreiben. Hier will ich nachlesen, was mich wann beschäftigt hat.
Ich kann das jetzt endlich klar unterscheiden, keine Peinlichkeit gegenüber einem Kunden oder Arbeitgeber, wer hier nicht lesen will, der muss nicht!

Also, ab sofort: Klare Trennung Bloggen hier, programmieren dort. Was ich tat und tue, hier, Informationen, statische Inhalte dort! Klar? Mir noch nicht, aber das wird schon!

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Sag niemals nie …

Hartmut 22. Februar 2008

Schon komisch, da war ich ja so definitiv und auch Marcella in ihrem letzten Beitrag scheint sich mit der Situation unserer Ex‑(?)-Beziehung abgefunden zu haben, dann sehen wir uns und es knistert so heftig wie immer.
Eigentlich ein schöner Gedanke – wenn wir schon keine „normale“ Beziehung miteinander führen können, scheinen wir dazu verdammt zu sein, uns bei jedem erneuten Zusammentreffen immer wieder neu ineinander zu verlieben.
Wir können nicht ohne und wir können nicht mit.

Ich gebe es ja zu, ich liebe sie, das würde ich auch nie bestreiten. Es ist das heftige Gefühl, das sie in mir auslöst.

Liebe Marcella, Du schreibst von Beziehungsunfähigkeit, was soll ich denn dazu zu meiner Person sagen?

Ich bin es gewohnt, für mich alleine zu wirtschaften, zu machen, wozu ich gerade Lust habe, keine Verantwortung zu übernehmen und wenn, so wie ich es jetzt – mit meinen 42 Jahren – endlich lerne, wenigstens etwas für mich zu tun, wie kannst Du Dich da selbst so darstellen?

Ich bin doch nur ein Mann, kann mich – aufgrund meiner Herkunft als alter Jäger – wohl nur auf eine Sache – auf meine Beute – konzentrieren.
Meine Beute ist derzeit leider eher meine berufliche Entwicklung, denn die der privaten, ja sogar meiner eigenen persönlichen. Ich vernachlässige ja nicht nur Dich oder meine Familie, letztlich vernachlässige ich mich selbst und das für das zweifelhafte Vergnügen, mein Hobby zum Beruf machen zu wollen.

Aber ich habe das Gefühl – und das von ganzem Herzen – im Moment das Richtige zu tun:
Ich lerne und ob das Erlernte später Bestand auf dem Arbeitsmarkt hat, ist noch ungewiß.

Vom Verstand gesehen, ist meine Entscheidung – wirklich von meiner persönlichen Verstandesebene – durchaus nachvollziehbar. Ich bin nicht multitaskingfähig, konzentriere mich auf etwas anderes, vernachlässige Dich, bin genervt, wenn Du Liebe, Zuneigung, meine Konzentration für Dich und die Familie wünschst. Damit ist auch Dein Herzenswunsch genannt. Du willst mich mit Haut und Haaren, was ich Dir derzeit nicht gebe. Wir sind nicht kompatibel!
Du nörgelst zu Recht und Du hast – so wie ich es Dir heute im persönlichen Gespräch zu den Strategien von Jamie sagte – ebenfalls Deine Technik, meine Aufmerksamkeit auf Dich zu lenken. Dein Vorgehen ist dabei auch sehr zweifelhaft, ist nicht sonderlich förderlich für unsere Beziehung und so kommt es immer wieder zum großen Knall zwischen uns.

Aus wahrer Liebe, ob Liebe des Sohnes zur Mutter oder meine Liebe zu Dir, wird ein Akt, ein schmaler Grad zwischen Lust und Frust.
Es geht um diese Aufmerksamkeit, die wir fordern. Um Anerkennung, Lob und um das einzig Wahre: Geliebt zu werden. Die Bestätigung, immer und immer wieder, es gesagt bekommen, es fühlen, wissen allein reicht nicht. Beweisen, fordern, wollen, trampeln, meckern, kontrollieren, besitzen. Alles nah beieinander, wenn man liebt.
Und doch so deutlich erkennbar, dass genau diese Gefühle nicht zur Liebe gehören.
Zur Liebe gehört das bedingungslose Vertrauen und der Respekt.
Liebe, Respekt und Vertrauen, ich musste es endlich einmal wieder niederschreiben.

Und so schließe ich meinen kleinen Artikel, mit Hoffnung auf eine glückliche Zukunft! Noch können wir unsere 22 Jahre schaffen. Das zu wissen, ist doch schon ein geiler Gedanke, oder?

Habe erstmal fertig!

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Mein liebes Tagebuch-4

marcella 22. Februar 2008

Mein liebes Tagebuch,
Höhen und Tiefen, dass ist Leben pur, aber warum müssen die Tiefen immer so weh tun?
Genau vor einer Woche hat sich Hartmut von mir getrennt und ich stehe immer noch fassungslos vor meinem Scherbenhaufen. Was ist geschehen?
In meinem letzten Artikel „Eine Traumehe“, habe ich über eine Ehe geschrieben, die tatsächlich existiert, was für mich aber wie ein Traum klingt. Ich bewundere jedes Liebespaar, dass es gemeinsam meistert, durch Höhen und Tiefen zu gehen. Ja man könnte schon sagen, dass ich neidisch bin. War bei Hartmut und mir wirklich nur das wenige mit einander reden Schuld, an unserer Trennung? Man sagt Gegensätze ziehen sich an, aber das kann ich von mir und ihm nicht behaupten. Im Gegenteil, es hat uns von einander entfernt.
Was mache ich nur falsch?
Ich habe zwei gescheiterte Ehen und einige kaputte Partnerschaften hinter mir. So langsam glaube ich, dass ich beziehungsuntauglich bin. Vielleicht bin ich zum allein sein verdammt.
Aber die wahre Liebe gibt es, dass habe ich ja durch meine Kollegin erfahren und deshalb werde ich auch weiter daran glauben und festhalten.

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Manchmal…

marcella 29. Januar 2008

Manchmal geschehen doch Wunder und meistens dann, wenn wir gar nicht mehr damit rechnen.

Am Sonntag sah ich nach fünf Wochen meinen Mann wieder. Ich war vor unserer Begegnung total unsicher, hatte bedenken, wie wir nach so langer Zeit der Trennung aufeinander reagieren, wenn wir uns wiedersehen und ich war auch gleichzeitig wütend, dass er mich so lange alleine gelassen hatte. Eigentlich wollte ich ihm gleich Vorwürfe machen, warum er nicht zu unserem Jahrestag bei mir war und warum wir nach seinem Wunsch, immer noch keine Ringe tragen.

Er kam, stand vor mir, ich hatte alles vergessen zu fragen und war stattdessen sehr überrascht von mir, wie doll er doch noch eine Anziehungskraft auf mich ausübte. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich liebe Hartmut und wusste gar nicht mehr wie sehr. Ich glaubte eher daran, dass ihm und mir langsam alles egal wird.

Im laufe der Zeit hatte ich eine Schutzmauer um mich errichtet, damit ich mit unserer Trennung besser klar komme. Ich stürzte mich in meine Arbeit, die ich an meinen vielen einsamen Wochenenden fortsetzte, versuchte anderen mit ihren Problemen zu helfen und das alles nur, um nicht über meine Beziehung zu Hartmut nachdenken zu müssen. Für mich war es viel einfacher den Kopf in den Sand zu stecken.

Und nun nach einem gemeinsamen Tag am Wochenende, ist alles ganz anders. Plötzlich ist mein Beziehungsproblem wichtiger geworden, als anderer Leute ihrer Probleme oder meine Arbeit, die ich unbedingt noch am Wochenende erledigen musste. Meine Liebe zu Hartmut steht urplötzlich im Mittelpunkt.
Genau weiß ich immer noch nicht, was mit mir passiert ist, oder was mich dazu veranlasst hat über alles nachzudenken, aber ich weiß jetzt wenigstens was ich will.
Ich möchte mit ihm und meinen Kindern zusammen wohnen, alt werden und unsere Enkelkinder auf unseren Schoß schaukeln, das ist mein Wunsch.

Manchmal geschehen Wunder!

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