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Mit Twitter Geld verdienen

14. Mai 2009

magpie Klar, wollen alle, werden irgendwann alle machen.
Und damit wird sich hoffentlich Twitter auch selbst wieder in die Bedeutungslosigkeit verabschieden.

Denn, wenn es alle machen, dann soll es laut diesem Dienst, den ich in keinem Falle nennen noch hier einen Link schenken werde, so sein, dass mindestens jeder 5. Tweed eine Werbebotschaft ist. Das kommt etwa auch der normalen Sendezeit bei Sat1 hin und diesen Sender gucke ich nur noch, wenn es wirklich nicht anders geht.

Ich frage mich auch nach dem Sinn dieser Maßnahme. Okay, es lockt das schnöde Geld. Aber der Preis dafür ist erheblich. Ich habe es mir selbst angeschaut. Mit meinen 156 Followern verdiene ich jetzt die unglaubliche Summe von NULL Dollar. Das ist bemerkenswert und bringt mich ins Grübeln. Wie viele benötige ich wohl, um meinen Lebensunterhalt davon bestreiten zu können? Klar ist ja wohl, wie es Ecki sagt, folgst Du mir, folge ich Dir. Aber was bringt Twitter, wenn ich irgendwann 1000, 10000, gar 1 Million Twitterern folge, nur, um jeder 5. Botschaft von mir einen kleinen Werbeblock zu spendieren?

Sicherlich, wenn ich es beruflich tue, warum nicht. Dann sitze ich halt wie doof vorm Monitor und jage neue Menschen, die mich verfolgen sollen, damit ich ihnen Reklame an die Backe tweete. Wie lange lassen die sich das wohl gefallen?
Ein irrer Kreislauf von jagen und gejagt werden, vom folgen und verfolgt werden. Purer Wahnsinn, totale Schizophrenie, so krass, dass sich das wahrscheinlich nicht einmal der schrägste Psychiatrie-Patient ausdenken könnte.

Nein Leute, tut Euch das nicht an. Geld muss man sich verdienen, aber bitte nicht auf diese Weise!

1 Stunde ohne Twitter

13. Mai 2009

Twitter_downIrgendwie war es mir so als hörte ich reihenweise bittere Angstschreie aus den Wohnungen als der Microblogging-Dienst Twitter am 13.05.2009 um 21:00 Uhr seinen Dienst einstellte. Es war, als wäre der Strom ausgefallen oder es gäbe plötzlich keine Telefon‑ und Internetdienste mehr.

Twitter hatte das angekündigt, man hätte sich vorbereiten können. Aber wie geht das? Zu abhängig waren die meisten Menschen davon und man weiß noch nicht, was das für die Weltbevölkerung für Auswirkungen haben wird.

Möglicherweise wird es in 9 Monaten extreme Geburtenraten nach sich ziehen. Zu hoffen bleibt, dass diese die Zahl der Suizide, die an diesem verhängnisvollen Tag geschahen, übersteigen.

Es war wie im tiefsten Mittelalter. Plötzlich sahen sich viele Menschen im World Wide Web plötzlich allein gelassen und wußten nicht, wohin mit den vielen Informationen, die sie doch gewohnt waren, mit anderen zu teilen. Auch ihre Emotionen überschlugen sich. Keiner, der mehr tröstete, flirtete oder einfach das Gefühl gab, dabei zu sein, zuzuhören, zu dieser starken wärmenden Gemeinschaft.

Das Szenario endete wie es begann. Nach einer Stunde schalteten die Twitter-Lichter wieder auf grün. Langsam wagten sich die Menschen wieder an ihre Computer oder mobilen Geräte, tippten vorsichtig kleine Notizen hinein und erfreuten sich der ersten Antworten. Keine 10 Minuten später war wieder hektisches Treiben und kunterbuntes Gezwitscher als wär nie etwas passiert.

Aber es sollte uns ein Denkzettel sein, eine Message, dass wir uns nicht zu abhängig machen. Ob sie angekommen ist? Man weiß es nicht!

Das Update in der Abendstund

30. April 2009

update Manchmal ist das ja schon komisch, wenn man sein Windows einfach machen lässt. Da schaltet man völlig unbedarft seinen PC ein, denkt sich nichts Böses und plötzlich blinkt es und fordert einen zum Neustart auf. Weil es vermeintlich neue Updates hat. Kann ja toll sein, aber nicht, wenn ich grade fröhlich meine Feeds lese, E-Mails checke, am Twittern bin und mich noch im Chat befinde.

Da werde ich plötzlich zwanghaft zum Neustart aufgefordert, werde vor die Entscheidung gestellt, jetzt oder in 10 Minuten und ich frage mich ernsthaft, warum nicht schon vorher die Welt unter ging!

Dann sag ich okay, dann mach doch, aber nee. Da müssen ja erst mal tonnenweise Daten herunter geladen werden. Ich denk, okay, hab ich noch ein wenigupdate2 Aufschub, kann ich ja noch, während mein Computer unter der Datenlast von 320MB Download ächzt.
Dann fangen plötzlich die Festplatten an zu nerven, mein Cursor hängt und ich gucke nach, immerhin hab ich ja eine freundliche Erinnerung unten und da klicke ich drauf. Jawohl, nun werden sie also installiert die Updates. Neue Programme. Ich freu mich wie ein Schneekönig. Was sich da wohl Neues auf meine Festspeicher kramt. Für 320MB muss schon was Wichtiges kommen.

Aber das dauert noch und so chatte, twittere, feede und emaile ich weiter. Mitten im Gespräch, Du ahnst es schon, klicki bunti – Nachtigall, aber nun ist es anders. Ich werde aufgefordert, alle meine Daten zu sichern. Noch 10 Minuten, dann ist es vorbei. Dann wird hier rigoros neugestartet. Panik macht sich in mir breit, der Schweiß tropft auf meine Tastatur, auf die MS-Taste, die nicht mehr reagiert. Und das Akku meiner Funkmaus ist auch noch alle. office Ich habe grade neue Freunde bei Twitter und kann die doch nicht im Stich lassen. Alles macht mich verrückt, was soll ich tun?
Kurz vor dem Neustart lese ich mir durch, was da so alles an Neuigkeiten auf mich zu kommt. 7 wichtige Updates, alles Office und ich frag mich, warum mich nun mein Betriebssystem aus meinem virtuellen Leben werfen will, nur damit ich besser Mails lesen kann oder Probleme aus meine Schreibprogramm entfernt wurden. Kritische und erforderliche Updates erfordern einen Neustart, das ist nun mal so. Junge, Du bist sein Windows 95 dabei, also lass es geschehen!

Während des Neustarts denke ich so nach. Hätt ich wohl Twitter erfunden, dann würden sich jetzt alle ärgern, dass keine neuen Nachrichten kommen, weil ich gerade ein Service-Pack installieren ließ. Ich frage mich, wer hat eigentlich Twitter erfunden? Wessen Rechner darf nie wieder neu gestartet werden? Warum tut er sich das nur an? Ist der Onkel Twitter jetzt glücklich, dass alle auf seinem Rechner twittern und er schaut jetzt voller Stolz zu?

Twitter – nein Danke!

22. März 2009

Als ich gestern beim Geburtstag meiner Mutter war, hatte ich natürlich auch mein Netbook dabei. Nebenbei lief das feine Programm “TweetDeck”.
Hin und wieder ertönte bei eingehenden neuen “Nachrichten” ein akustisches Signal.
Natürlich wurde ich gefragt, was das sei. Meine Mutter hat ja mit dem Internet nun gar nichts am Hut, aber immerhin weiß sie, was Chatten und was E-Mails bedeuten.
Aber das Twittern an sich hat sie nun überhaupt nicht verstanden und je mehr ich versuchte, ihr das zu erklären, desto mehr verstand ich es auch nicht mehr.
Julia beschäftigt sich ja in ihrem Blog auch gerade mit Twitter zum weiteren Thema virtuelle Sozialkontakte (Brücken und Schluchten).
Und Julia, Du bist jetzt genau da, wo ich immer war, wenn ich mir über das Twittern Gedanken gemacht habe. Wenn ich mir erhoffte, Kontakte zu knüpfen, die über das oberflächliche Einheitsbla hinaus gehen. Aber ich glaube auch nicht, dass dies die richtige Plattform ist.
Viel zu kurzlebig und kurzwortig ist das ganze. Du siehst nicht, wer wann online ist, es hängt von der Lust und Laune ab, ob Du eine Antwort bekommst und wer wie lange mit Dir eine Unterhaltung via @ oder DM haben möchte. Da wird gefollowed, gehasht, getaggt, geadded, gekickt, gebannt, gefiltert, gespamt und geworben. In Favoriten sortiert, geblipt, getwitpict, URLs werden geshorted, Friendfeed, Twitterfeed und Twittertools generien zusätzlichen automatisierten Content und außer einem guten Morgen und guten Abend kommt einfach nicht viel rum.
Twittern ist ja schon eine eigene Fremdsprache. Wie sollte ich da meiner Mutter oder sogar den halbwegs mit dem Internet bekannten Gästen bei ihr erklären, was der Zweck des Ganzen ist.

Natürlich twittere ich weiter. Weil mein Twitterfeed gleich eine Nachricht absetzt, dass ich einen neuen Blog-Beitrag geschrieben habe. Es bringt mir einige interessierte Menschen in den Blog, die den Beitrag erst ein paar Minuten später im Feed-Reader gelesen hätten. Hahaha.
Natürlich lese ich auch gerne dort weiter, weil es tatsächlich – ganz selten – mal eine wirklich interessante Neuigkeit gibt, die ich sonst nicht auch in den Blogs gelesen hätte und weil es noch viel seltener eine Unterhaltung gibt, die ihren besonderen Reiz in der Kürze hat.

Meine Idee, mit Gleichgesinnten z.B. einen gemütlichen Fernsehabend zu verbringen, wo sich jeder mit zeitnahen Kommentaren am Event beteiligt, kann man echt knicken. Wie Alice es hier in den Kommentaren schrieb, es nervt die, die sich dafür nicht interessieren.
Dann bastel ich lieber an einem kleinen Chat-System, das jeder nutzen kann, wenn er z.B. DSDS oder GNTM oder Boxen mit anderen “teilen” will.

Ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich meine Probleme habe, jemanden bei mir in Twitter hinzuzufügen. Ich habe da eine Hemmschwelle. Bin einfach schüchtern. Vielleicht, weil ich es merkwürdig finde, jemanden ungefragt in meine Liste aufnehmen zu dürfen, um ihm fortan bei seinen Gedanken zuzuhören. Irgendwie verstößt das für mich gegen die guten Sitten. Bislang war es immer so, dass ich jemanden hinzugefügt habe, wenn ich eine E-Mail erhielt, dass mir gefolgt wird. Ich habe ja nicht so viele Menschen, denen ich folge, aber es sind nun schon einige dabei, die da twittern und mir nie in den Sinn käme, sie anzusprechen. Wir leben sozusagen völlig kommunikationslos neben einander her.
Ich gebe mir da auch echt Mühe. Wenn mich jemand added, gehe ich auf seine Webseite, lese mir die Artikel durch und nutze auch den RSS-Feed. Ich versuche ihn kennen zu lernen und hoffe auf einen Artikel, den ich kommentieren kann, um eine Beziehung aufzubauen.
Aber so recht will mir das auch nicht gelingen.

Ich werde mal in einem meiner nächsten Artikel über meinen Hang zur sozialen Isolation schreiben. Twittern hilft mir da in keinster Weise, mich davon zu befreien. Es verschreckt mich eher und entmutigt mich.
Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinen Gedanken nicht alleine bin. Ich glaube, dass die Menschen, die echtes Interesse am Knüpfen von Kontakten haben, sich wieder von diesem Dienst entfernen. Irgendwie kommt es mir schon vor, dass es immer ruhiger dort wird.
Vielleicht ist das ganze nur ein Hype, der vorbei geht und uns wieder auf das Wesentliche, nämlich auf eine Kommunikation mit Menschen bringt. Vielleicht hilft uns Twitter, da ein wenig mehr darauf zu achten und uns auf die Wertigkeit einer guten Unterhaltung zu besinnen.

Der öffentliche Blogger

15. März 2009

Ich habe eben EdTV im Fernsehen gesehen. Der Film gehört ja wie z.B. auch die Truman Show, Network oder Wag the dog zu den sogenannten Mediensatiren. Nun ist der Unterschied zwischen EdTV und der Truman Show der, dass der eine sich freiwillig filmen lässt und der andere überhaupt nicht weiß, dass Kameras auf ihn gerichtet sind.

Und wieder einmal sehe ich die eindeutigen Parallelen zum Bloggen: Wir Blogger sind nichts anderes, als Ed! Wir stellen uns öffentlich dar. Wir präsentieren unsere Meinung und auch die, die meinen, nur über ihren Beruf oder das Hobby zu schreiben und ihr Privatleben außen vor zu lassen, sind zunächst einmal Teil der Öffentlichkeit.
Zu Bloggen heißt einfach öffentlich zu kommunizieren. Früher oder später wird mein Artikel gelesen und wenn es nur Google ist, das mein Geschreibsel indexiert.
Aber soweit will ich noch nicht gehen.

Bloggen ist Kommunikation und diese findet sowohl auf der Gefühls‑ als auch auf der Sachebene statt. Da kann also ein Blogger sich noch so weit von seinen Emotionen distanzieren, weil er vielleicht einfach nur eine Tagesmeldung oder das Erscheinen einer Software verbreitet. Trotzdem löst es in mir als Leser unweigerlich eine Emotion aus.
Ich fange an, mir ein Bild des Schreibers zu machen. Ich könnte mich fragen, warum da so wenig Gefühl im Text steckt, wo die eigene Meinung bleibt. Stereotypisierung nennt man das. Ich steck den Blogger in die Schublade, nenne ich gefühlskalt und oberflächlich. Meide ihn deshalb vielleicht!

Dadurch entstehen natürlich völlig falsche Bilder im Kopf des Lesers! Wer hier liest, der bekommt es oft mit meinen puren Gefühlen zu tun. Ich muss einfach damit rechnen, dass das nicht jedem gefällt. Er will vielleicht pure Information und nicht meinen derzeitigen IST-Zustand, der vielleicht morgen schon wieder ganz anders ist.

Zurück zur Mediensatire. Hier im Blog bin ich Ed. Ich weiß, dass ich gefilmt werde, hier sorge ich dafür, hier fordere ich es gerade zu hinaus.
Im Gegensatz zu Truman. Der wusste einfach nicht, dass er gefilmt wurde.
Hier betrachte ich immer die Leute, die sich schwer über den Datenschutz aufregen und ihre Kommunikation immer weiter aus den Händen geben.
Die sich bei unzähligen Suchmaschinen und Linklisten eintragen und natürlich bei allen weiteren sogenannten Social Bookmark-Diensten anmelden.
Die mir das bei jedem Artikel und RSS-Feed mit kleinen bunten Klicki-Bildchen auch unter die Nase reiben.
Ich frag mal, hat das überhaupt jemals einer beachtet oder machen das viele nur, weil es “chic” ist?

Wenn ich mich nun als Truman bezeichne, dann sehe ich einfach nicht, wer noch Informationen über mich sammelt!
Twitter ist z.B. so ein Dienst. Da puste ich meine wildesten Kurz-Gedanken in die Welt, vernetze Twitter mit Identi.ca, Friendfeet, Twitterfeed, Facebook, MySpace und ggf. auch meinem unabhängigen Blog, z.B. mit den TwitterTools.
Ich verfolge andere Twitterer und freue mich über die, die mir folgen. Aber wer mir folgt, folgt auch meinen Gedanken, bekommt meine Twitter-Nachrichten. Längst wird dort doch sicherlich bereits ein Dienst sein, der meine Aussagen verwertet.
Beispiel?
Ich twittere gerne über das, was ich gerade fernsehe. Mittlerweile folgen mir diverse “Fernsehdienste” und ich freue mich. Aber was machen sie mit diesen Gedanken? Natürlich sammeln und zusammen tragen, weil sie z.B. sehen, was gerade gesehen wird, wie die Meinung ist usw.
Fortan können sie noch zielgerichteter Senden, Werben oder was auch immer.

Ich selbst habe keine Probleme, Informationen über mich preis zu geben, aber die, die sich ständig Gedanken darüber machen, inwieweit zu viel Plauderei über die Privatsphäre, Gefühle oder Saufgelage sie u.a. in ihrer beruflichen Karriere behindern könnten, sollten sich mal Gedanken machen, dass sie es sind, die blind durch die Welt laufen und die längst auf sie gerichteten Kameras ignorieren.
Und die, die sich nun überhaupt keine Gedanken machten, sollten ein wenig aufmerksamer werden.

Ich höre noch immer nicht auf. :-)
Ich habe heute wieder viel gechattet. Eine tolle Einrichtung mit der es auch möglich ist, sich mit mehreren zu unterhalten. Im Prinzip verstehe ich das ganze getwittere nicht!
Bei Twitter ist es doch so, dass ich nie weiß, wer online ist, wer mich liest und manchmal sogar, wer mir da überhaupt antwortet.
Ich habe die letzten Tage zwei meiner alten Ajax-Chats wieder erweckt.
Einen, bei dem man nicht weiß, wer mit im Chat ist und einen, der die Besucher zeigt, die online sind. Ich habe offen z.B. bei Twitter gefragt, ob Interesse besteht, diese mal zu testen.
Ich bekam keine Antwort. Wozu? Wir haben doch Twitter!

Twitter ist halt kein Chat. Es ist unbefriedigend, weil keine direkte Kommunikation stattfindet und wenn doch, auf 140 Zeichen begrenzt ist.
Es erscheinen verschlüsselte Links auf Seiten, die mich ggf. gar nicht interessieren oder ggf. noch mehr mein Surfverhalten aufzeichnen und ich weiß halt nicht, ob meine Freunde überhaupt gerade lesen. Immer dieses @, um jemanden persönlich zu schreiben und ggf. die Gier nach # Hashtags, um ggf. ja neue Follower anzulocken. Ich weiß nicht.

So, das war mal wieder ein globaler Rundumschlag von mir. Wahrscheinlich nicht der Letzte. Weil es immer wieder in mir aufkeimt. :-)

Dies ist Teil 13 von 25 aus der Serie Über das Bloggen

Kurz nachgefragt

6. März 2009

Der Blog heißt “medioman”, schreiben tue ich als “Hartmut”, twittern als “habir” und im Gravatar bin ich ein Kerl mit ner Katze auf dem Arm.

Wenn ich mich als ne Marke positionieren wollte, würden jetzt gewiefte Studierte nach dem Corporate Design fragen! Recht haben sie!
Ich habe mich als Person, als Unikum und mit der Webseite noch immer nicht punktuell positioniert.

Besonders in Zeiten des schnell verlustig gehenden Erkennungswertes sollte ich mir also einen fixierten Wiedererkennungswert beschaffen.
Das Logo auf der Webseite kennt nur, wer diese auch besucht.

Logo wäre es, dass Besucher das Logo im Kopf behielten. Und mit dem Logo die Webadresse. Wenn sie im Internet das Logo sähen fast fremdegesteuert auf die Webseite klickten.
Jawoll, was Neues, Webseiten leben von ihrem favicon! Muss ich ein FAQ schreiben?

Doch so ist es nicht!
Der geneigte Suchmaschinen-Nutzer liest den Text, sieht das Design am Rande, nimmt den Autor peripher war und interessiert sich weder für favicons noch Seitenleiste.

Voll pervers, das wollen wir nicht. Wir entmündigen nicht, wir wissen, dass Du wiederkommst. Wir leben von der Wiedererkennung!
”Ach, war ich da nicht gerade?”, “Den kenn ich doch”, “Der war gut!”
Jetzt nimmt er mich wahr, jetzt präsentiere ich ihm mein Logo, mein (Gr)Avatar und meinen Namen im Artikel.

Mein wuchtiger Charakterkopf wird präsent, den, den ich im Logo oder als Miniaturbildchen hinausschicke. Jetzt wird dem geneigten Sucher eine Welt offenbart, die er nicht kannte. Jetzt gibt es bunte Bilder außerhalb der Werbung. Weil werben tun wir nicht! Wir hassen das.
Ein RSS-Icon ist harmlos, Abos, Artikel und Twitter sind liebevolle Begriffe, die es einfach zu lernen gibt.

Twittern ist keine Zufallsbekanntschaft, twittern ist Freundschaft. Eine Gemeinschaft, die den Blogger, Surfer und Nichtsahnenden freundlichst empfängt.
Twittern ist wie alles: Volle Visualisierung. Twittern ist Liebe und Aufmerksamkeit. Twittern bedeutet Arbeit. Das ist Twitter!
Es ist ganz leicht!

Für die jetzt wirklich total Zurückgebliebenen:

  1. Besorg dir nen Blog!
  2. Besorg dir nen Gravatar!
  3. Besorg Dir Freunde!
  4. Schreib viel Kommentare und schreib viel Content!
  5. Komm zu Twitter!
  6. Gedulde Dich!
  7. Jetzt bist Du ein Mitglied!
  8. Hast Du Fragen? Dann frag doch einfach mal …
Dies ist Teil 12 von 25 aus der Serie Über das Bloggen

Das arme Mädchen

3. März 2009

missnaughty

Mensch, da habe ich ja Glück!
Eigentlich nur Glück, dass ihr Twitter-Account noch nicht gelöscht wurde.

Denn vor 3 Stunden hat sie sich dort erst angemeldet und ihr erster Eintrag war nun, dass sie gar keine Freunde hat. Dann wurde sie aber schnell fleißig, weil sie die Zeit nutzte und sich mal eben ein paar netten Menschen anschloss, die so vor sich hinzwitschern.

Und, weil das arme Ding so einsam ist, haben sich auch glatt noch nettere Menschen entschieden, ihren bisher erst 3 interessanten Ergüssen zu folgen.

So langsam verstehe ich endlich dieses Twitter. Es ist ja eine echte Dating-Plattform für Lonely Hearts.
Jetzt muss ich nur noch zusehen, dass ich die liebreizende Emma mit meinem fröhlichen Tirili mehr beeindrucke als die anderen potentiellen Mitbewerber!
Und derer gibt es reichlich, denn es ist noch keine 5 Minuten her, da ich obiges Bildschirmfoto erstellte und die Zahl der Foll-auas hat sich schon auf 195 erhöht.

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